Trotz dieser ziemlich ulkigen Tatsache schafften es die Jungs irgendwie ihre Schwäche zu überwinden und spielten zwei Jahre nach besagtem Herbst ihr erstes Konzert. Und schon war ausreichend Geld eingespielt um erste professionelle Aufnahmen zu starten. 2003 wurde „More than friends… but not gay!“ aufgenommen, was dazu führte, dass die Gruppe auch überregional bald in vieler Munde wahren. Über einige Umschweife schafften Sascha, Max, Chris und Andi es auch im Frühjahr dieses Jahres den ersten Longplayer „Pirates in Stereo“ aufzunehmen. Und an eben diesem Werk lässt sich doch perfekt einfach mal die erbrachte Leistung ablesen.Und tatsächlich zeigt sich das Album qualitativ gesehen von Anfang an in einer recht überzeugenden Leistung und beweist schnell eine hohe Professionalität. Neun Tracks haben sich zusammen gefunden, besonders geprägt durch eine auffallende Gitarre und konstante Drums, die jedoch nur sekundäre Aufgaben erfüllen, da klar mehr Wert auf den Gesang gelegt wurde. Ziemlich undeutlich erscheint allerdings der Bass. Dennoch solides Instrumentalspiel. Der Sänger passt absolut gut ins klare Punk Rock Schema und tritt als dominant in Erscheinung. Nicht nur der Gesang überzeugt. Auch die Texte sind recht kreativ. Zum Beispiel handelt es in dem Song „Pirates in Stereo“ von der Band und ihren Ziele mit typischen Passagen, die auch Ohrwurmcharakter beweisen.Abschließend sind Small State sicher ein Bisschen amerikanisiert, aber das ist nichts Abwertendes. Es wird auf allen Ebenen Können bewiesen und auch Abwechslungsreichtum ist nicht zu überhören. Dennoch kommt einiges doch leicht monoton wieder, wenn es sich dann doch an die vorher laufenden Tracks angleicht. Darum gibt es hier für die Saarländer 3,5 Gitarren.