Wertung: 8 von 10

Sie haben mich erhört! Im Review zur letzten Veröffentlichung „Your World Is Doomed“ (siehe hier) verlangte ich für 2010 ein „richtiges“ neues Album.


Gut, ein komplettes Album ist Plasmodium nicht, aber die vier Songs machen schonmal ordentlich Appetit auf den hoffentlich bald erscheinenden Longplayer „To The Marrow“.

Die Unterschiede zu den Vorgängern halten sich zwar in Grenzen, aber ein paar Neuerungen gibt es dennoch. Sänger Rupert Nieger singt jetzt hin und wieder clean, und auch ein paar deftige Gangshouts haben sich mit eingeschlichen, sehr schön. Gerifft wird weiterhin virtuos zwischen Death, Thrash und Black Metal, und das gleichzeitig melodiöser und aggressiver als je zuvor, wie machen die das nur? Allerdings hat man vor allem beim Titeltrack „Plasmodium“ den Eindruck, dass hier versucht wurde zuviel in einen Song zu packen, wobei der rote Faden ein wenig verloren geht, dafür sind die anderen Songs aus einem Guss, auch wenn ich mich frage, was der Titel „Brother Make My Day“ bedeuten soll…

Das Einzige was mir wirklich sauer aufstößt, ist die viel zu klinische Produktion aus den Iguana Studios. Fürs nächste Mal sollten die Jungs besser wieder auf einen externen Produzenten zurückgreifen.

Fazit: Die Scheibe hat alles was Sniper ausmacht und ist dazu noch umsonst per Download zu haben, von daher sollte man sich auch nicht über die sterile Produktion aufregen.

Wenn jetzt kein Label auf die Jungs aufmerksam wird, dann weiß ich auch nicht mehr weiter…

Hier kann man sich die EP runterladen: www.myspace.com/snipermetal

Tracklist:

  • 01. Plasmodium
  • 02. Brother Make My Day
  • 03. Darkness Descends
  • 04. To The Marrow