Wertung: 7 von 10

Was ist von einem neuen Soulfly-Album zu erwarten? Mit viel Wut im Bauch, wegen der geplatzten Reunion von Sepultura, schreit sich Max den Frust aus dem Bauch…


Ja, das achte Studioalbum ist ein Konzeptalbum, das sich um das Thema Sklaverei dreht. Eigentlich als Reunion-Album für Sepultura gedacht und als logische Fortsetzung von “Roots”, des letzten Albums mit Max Cavalera. Wer hier jedoch glaubt tribalartige Drums und Soundloops zu hören, wird überrascht sein das Neu-Drummer David Kinkade (von Malevolent Creation) das Tempo bei vielen Nummern mit Doublebasseinlagen vorgibt.

Das Album beginnt mit dem Titel “Remembrance”. Ein wenig spektakulärer Song. Der hallartig verzerrte Sprechgesang wechselt ins Schreien. Begleitet mit Pauken und Trompeten und unterlegter Doublebass, endet der Song nach knapp 2 Minuten. Zu dem nächsten Stück “Word Scum” hat die Band ein Video gedreht. Das Lied ist reinster Death Metal. Extrem hart, umglaublich schnell. Sind das wirklich Soulfly? Den Gesang teilt sich Max mit Travis Ryan von Cattle Decapitation. Zur Auflockerung zwischendurch gibt es einen coolen Headbanger-Midtempopart zu hören.

Das Tempo aller weiteren Stücke ist überwiegend schnell. Hardcore und Thrashmetal-Elemente sind gewohnte Zutaten eines Soulfly-Albums. Nu-Metal-Einflüsse, die man auf den ersten Soulfly-Alben hört, sind nicht mehr da. Die Oldschool- Attitude kommt zum Vorschein. Einige Parts bei dem Lied “Gladiator” klingen nach Nile. Auf “Legion” höre ich ein herausragendes Gitarrensolo, gespielt von Marc Rizzo. “American Steel” wird durch den Gastauftritt von Dez Fafara von Devil Driver aufgewertet. Bei “Plato o Plomo” kommen Flamencogitarren zum Einsatz. Das Finale läutet der Song “Revengeance” ein. Ein Familienevent, eingetrommelt von Zyon, dem Sohn von Max. An der Gitarre ist Max Bruder Igor zu hören. Wirklich gelungen.

Fazit: Das Album ist anständig produziert worden von Chris “Zeuss” Harris (Chimaira,All that Remains). Das Gaspedal wird durchgehend durchgedrückt. Klingt roh und brutal. Für meinen Geschmack ist mir das Schlagzeugspiel machmal zu doublebasslastig. Marc Rizzos Gitarrenspiel gerät leider manchmal in den Hintergrund. Auch Black-Metal-Einflüsse muss ich nicht bei Soulfly hören. Diese Experimente sind jedoch verkraftbar, und Fans dieser Band können bedenkenlos zugreifen.

Tracklist:

  • 01. Resistance
  • 02. World Scum
  • 03. Intervention
  • 04. Gladiator
  • 05. Legions
  • 06. American Steel
  • 07. Redemption Of Man By God
  • 08. Treachery
  • 09. Plata O Plomo
  • 10. Chains
  • 11. Revengeance
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