Unter Speed Metal versteht man einen harten, lauten und von Sprech- und Schreigesang geprägten Metalstil der 80er Jahre. Besonders charakteristisch ist die hohe Geschwindigkeit der Songs, zumindest für die damalige Zeit. Der Begriff Speed Metal tauchte erstmals Ende der 70er Jahre auf – und zwar maßgeblich geprägt durch die Band Motörhead aus Großbritannien. 1977 wurde das gleichnamige Album auf den Markt gebracht; allerdings distanziert sich Frontmann Lemmy Kilmister von der Bezeichnung Metal-Band, er sieht sich eher im Rock´n´Roll Genre.

Jedoch enthält die Musik von Motörhead deutliche Stilmittel des Speed Metal und die Band trat noch bis zum Tod von Lemmy bei den verschiedensten Metal-Festivals auf. Zu den offensichtlichsten Merkmalen des Speed Metal gehören zweistimmige Gitarren, der Doublebass und ein oft rauer, aber auch manchmal klarer Gesang. Bekannteste Vertreter des Speed Metal sind Metallica (vor allem mit „Hit the Lights“ 1982 und „Kill ´Em All“ von 1983), Megadeth, Anthrax, Anvil, Exodus, Slayer, Hallows Eve, Overkill und Agent Steel. Auch Helloween, Grave Digger und Running Wild haben mehrere Speed-Metal-Songs mit ihren Alben herausgebracht. Aus den USA gehören Racer X sowie The Great Kat zu den bekanntesten Speed-Metal-Bands. Im Laufe der Zeit verschwamm jedoch die deutliche Zuordnung der jeweiligen Bands zum Speed Metal. Einiges entwickelte sich in Richtung Thrash Metal oder wurde nun eher dem Power Metal zugeschrieben.

Die klassischen Merkmale des Speed Metal

Zu Beginn der 1980er Jahre entstand das Genre Speed Metal. Den Ursprung fand das Genre in Europa sowie Kanada. Charakteristisch für diese spezielle Unterart des Metals ist das durchaus hohe Tempo.

Im Speed Metal regieren zweistimmige Gitarrenläufe, harmonische Gitarrensoli sowie auch die häufige Verwendung des Doublebass. Ein weiteres Stilmittel ist der hohe Gesang. Auch wenn in den 1980er Jahren der Speed Metal immer wieder mit dem Thrash Metal gleichgesetzt wurde, gibt es doch deutliche Unterschiede. So sind im Speed Metal-Genre deutlich mehr melodische Klänge zu hören, während der Thrash Metal durch seinen äußert aggressiven Stil auffällt. In der weiteren Entwicklung konnte man auch feststellen, dass der Speed Metal immer mehr in das Genre des Powermetals eingeordnet werden konnte. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass viele Bands, die durchaus die Kriterien einer Speed Metal-Band erfüllen würden, sich nie zu diesem Genre bekannt oder sich identifiziert haben. Mitunter ein Grund, warum heutzutage der Speed Metal – in seiner klassischen Art und Weise – nicht mehr existiert bzw. vielmehr in der Power Metal-Szene zu finden ist.

Die Pioniere des klassischen Speed Metals

Es waren Deep Purple, die zu Beginn der 1970er Jahre mit „Highway Star“ und „Fireball“ ein neuartiges Genre, das später Speed Metal genannt werden sollte, erfanden. Auch Motörhead gilt zu den Urvätern des Speed Metals; vor allem das Debütalbum gilt heutzutage als Pionier des Speed Metal-Genres. Auch Judas Priest konnte Ende der 1970er Jahre mit ihrem „Stained Class“-Album das Speed Metal-Genre nach vorne treiben und deutlich prägen. Interessant ist jedoch die Tatsache, dass viele dieser Bands, angefangen von Motörhead bis Deep Purple, auch Judas Priest, sich selbst nicht in die Kategorie des Speed Metal-Genres einordnen wollen. Sie bezeichneten ihre Musik als „Rock N Roll“ oder auch „Heavy Metal“. Metallica hingegen revolutionierte den Speed Metal. Mit ihrem Album „Kill ‚em all“, welches im Jahr 1983 auf den Markt kam, sprachen Experten bereits vom ersten „richtigen Speed Metal-Album“. Metallica bezeichneten ihre Musikrichtung jedoch nie als Speed, sondern als Thrash Metal. Der Beweis: „Ride the Lightning“ hatte zwar noch Elemente des Speed Metals, jedoch konnte das Album – in Gesamtbetrachtung – in die Kategorie des Thrash Metals eingeordnet werden. Bands, die jedoch keinen Hehl daraus machten, Vertreter des Speed Metal-Genres zu sein, waren unter anderem Helloween oder auch Running Wild sowie Grave Digger. Selbst die früheren Stücke der deutschen Band Blind Guardian können in die Kategorie Speed Metal eingeordnet werden.

Das Ende des Speed Metals

Ob es die Nichtanerkennung des Genres war oder auch die ständige „Vermischung“ des Genres mit dem Thrash Metal oder anderen Unterarten der Musikrichtung, kann am Ende nicht gesagt werden, jedoch begann sich das Genre in eine andere Richtung zu entwickeln. So verließen viele der früheren Speed Metal-Bands das Genre und konzentrierten sich vorwiegend auf den Thrash Metal. Einige Vertreter des Genres bezeichneten sich wiederum als Power Metal-Bands. Heutzutage kann sehr wohl davon ausgegangen werden, dass der klassische Speed Metal kein wahres Genre ist, das eine richtige Unterart des Metals darstellt. Es ist eine Mischung aus Thrash und Power Metal.

Welche Bands können dennoch in die Kategorie des Speed Metals eingeordnet werden?

  • Helloween
  • Megadeth
  • Blind Guardian
  • Gamma Ray
  • Accept
  • Agent Steel
  • Anvil
  • Annihilator
  • Hirax

Accept – Objection Overruled

„Reunion“ ist die Seuche des neuen Jahrtausends. Nicht nur die Millionenseller des letzten Milenniums, nein, auch jede drittklassige Demokapelle der frühen Achtziger tut sich im Angesicht des körperlichen Verfalls erneut zusammen und trotzt dem Sensenmann einen neuen Longplayer ab.

Hier wie da: Das Ergebnis ist in 99 Prozent der Fälle enttäuschend. „Brave New World“ und „Angel Of Retribution“ waren im Bereich der Megaseller ebenso ernüchternd wie „Re-Opening The Gates“ (Omen) und „Rising Up From The Ashes“ (Warlord) bei der Underground-Fraktion.Wie man's richtig anstellt mit einem Comeback-Keulenschlag, zeigten uns die Haudegen von Accept anno 1992, als sie nach dem David Reece-Desaster „Eat The Heat“ die Zeichen der Zeit erkannten und wieder auf einerseits Kreissäge Udo Dirkschneider und andererseits auf das volle Heavy-Pfund setzten. Wirklich ausgewhimpt war die Band zu klassichen Zeiten nie; auch „Russian Roulette“ (1986) hatte mit bspw. „Monster Man“ oder „TV War“ den einen oder anderen Vierzigtonner zu bieten.

Zur Heaviness der Alben Nummer 3 bis 5 fanden Accept indes erst auf „Objection Overruled“ zurück, aus dem jede Note schreit: „Kommerz? Fuck You!“Das altbewährte Song-für-Song-Durchgehen kann man sich angesichts der Klasse dieser Platte getrost schenken, einzig der Verweis darauf, dass die A-Seite über jeden Zweifel erhaben und die B-Seite mit „Sick, Dirty & Mean“ sowie „Donation“ zwei weitere „AC/DC meets Metallica“-Granaten bereithält, sollte dem zaudernden Fan den letzten Euro aus der Tasche locken. Heavy Metal To The End!

Annihilator – Feast

Nahezu jeder Thrashmetalfan kommt an Annihilator nicht vorbei. Jeff Waters‘ Band hat bei ständigen Besetzungswechseln immer gute bis sehr gute Alben herausgebracht. Vor allem am Gesang hat die Band auf den ersten drei Veröffentlichungen drei Sänger aus verschiedenen Gründen nicht halten können, obwohl die Verkaufszahlen gut waren und erfolgsversprechende Touren mit Judas Priest und Pantera mitgefahren werden konnten. So ist es erstaunlich zu lesen, dass Sänger Dave Padden mittlerweile in diesem Jahr sein zehnjähriges Bandjubiläum feiert. Passend dazu veröffentlicht die Band ihr 14. Studioalbum.

Jeff Waters Art Songs und Riffs zu schreiben ist einfach unverkennbar. Das Songwriting orientiert sich stark an den ersten vier Alben. Mir persönlich gefällt es, ähnlich tolle Balladen/Halbballaden wie „Perfect Angel Eyes“/“One Falls,Two Rise“ zu hören, die auch auf „Set The World on Fire“ (ein absolut unterbewertetes Album, wie ich finde) hätten stehen können. Hier zeigt Dave Padden seine Vielseitigkeit. Er kann einerseits gefühlvoll singen, aber auch andererseits die Thrashkeule auspacken und shouten. Während der Opener „Deadlock“ kompromisslos nach vorne geht, wird das Tempo und das Riffung bei „No Way Out“ geschickt variiert. „No Surrender“ startet erst funkig und wechselt dann in hartes Riffing.

Thrash und Funk, Rock oder Punk. Jeff Waters bedient sich aus vielen Stilrichtungen. Er kombiniert das so geschickt, dass sich alles wie aus einem Guss anhört. Das hat sein Gitarrenspiel immer hervorgehoben und hat sich von anderen Bands unterschieden.

Deutlich wird das, wenn ich mir die Tracklist der beiliegenden „RE-KILL Bonus Disc“ durchlese. Eine Zeitreise durch fast 30 Jahre Bandgeschichte. Besonders erfreut bin ich über die Neuaufnahmen der Songs aus der Coburn Pharr-(„Never, Neverland“)Ära, die Dave Padden deutlich besser singen kann. An die Gesangsleistung von Randy Rampage und Aaron Randall kann er nicht ganz anknüpfen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Diese Neuaufnahmen von Klassikern bietet dem neuen Fan einen gelungenen Einblick und wecken Neugierde auf den Backkatalog. Den Fans der ersten Stunde, die die letzten Alben von Annihilator sich nicht gekauft haben, werden mit einem tollen frischen neuen Album zusätzlich belohnt. Zugreifen! Es lohnt sich.

Tracklist:
01. Deadlock
02. No Way Out
03. Smeare Campaign
04. No Surrender
05. Wrapped
06. Perfect Angel Eyes
07. Demon Code
08. Fight The World
09. One Falls, Two Rise

Re-Kill Bonus Disc Tracklist:
01. Fun Palace
02. Alison Hell
03. King of the Kill
04. Never, Neverland
05. Set The World on Fire
06. Welcom To Your Death W.T.Y.D.
07. Nozone
08. Bloodbath
09. 21
10. Stonewalll
11. Ulrta Motion
12. Time Bomb
13. Refresh Demon
14. Word Salad
15. Brain Dance

Annihilator – Feast (Re-Release)

Zur Bewertung liegt diesmal die Limited Edition Digipak-Version vom 2013er Album „Feast“ vor, welche neben „Feast“ und der bekannten Re-Kill Bonusdisc mit dem Videomitschnitt vom W:O:A 2013 und einer wirklich geilen 3D-Wackelbildversion des Originalcovers aufwarten kann. Nachdem das Album nebst Bonusdisc bereits ein Review erhalten hat, soll an dieser Stelle lediglich die Live-DVD besprochen werden.

Kapitän Waters und seine Crew machen Halt auf dem Wacken und haben massig Speed- und Thrash-Metal mitgebracht. Die Setlist besteht zu großen Teilen aus Klassikern von den ersten vier Alben der Bandhistorie. Vom aktuellen Album sind die Songs „Smear Campaign“ und „No Way Out“ mit dabei sowie der Song „Clown Parade“vom 2007er Album „Metal“. Bei so vielen bekannten Songs sollte sich auf der heimischen Couch schnell der Kopfnick-Reflex einstellen, sonst hat man definitiv noch nie von Annihilator gehört.

Der Sound ist wie von Wacken-Aufnahmen gewohnt in wirklich guter Qualität und auch die Bildqualität ist im üblichen Standard-Videoformat wie erwartet ordentlich. Bedingt durch die frühe Spielzeit am Nachmittag ist die Bildhelligkeit relativ hoch und alle Details sind klar zu erkennen. Das sorgt besonders bei den Nahaufnahmen auf die Finger der Herren Waters und Padden für den einen oder anderen neidischen Moment. Einziger Nachteil dabei ist natürlich das Fehlen der obligatorischen Lichtshow.

Annihilator selbst scheinen aber auch lieber die Musik sprechen zu lassen und selbst für Showeinlagen zu sorgen. So hüpft Jeff Waters in gewohnter Manier kreuz und quer herum, als wäre er zwanzig Jahre alt.

Fazit: Das Album hätte auch ohne diese Bonusdisc und das Spezialcover schon eine klare Kaufempfehlung, aber diese Extras setzen ihm die Krone auf. Straighter Metal in guter Qualität ohne Schnickschnack für zu Hause.

Tracklist:
01. Deadlock
02. No Way Out
03. Smear Campaign
04. No Surrender
05. Wrapped
06. Perfect Angel Eyes
07. Demon Code
08. Fight The World
09. One Falls, Two Rise

BONUS DISC RE-KILL (Best-of rerecorded 2012)
01. Fun Palace
02. Alison Hell
03. King Of The Kill
04. Never, Neverland
05. Set The World On Fire
06. Welcome To Your Death W.T.Y.D.
07. No Zone
08. Bloodbath
09. 21
10. Stonewall
11. Ultra Motion
12. Time Bomb
13. Refresh The Demon
14. Word Salad
15. Brain Dance

Bonus DVD filmed live at Wacken 2013
01. Smear Campaign
02. King Of The Kill
03. No Way Out
04. Clown Parade
05. Set The World On Fire
06. W.T.Y.D.
07. Fun Palace
08. I Am In Command
09. No Zone
10. Fiasco
11. Alison Hell

Anvil – Juggernaut of Justice

Die kanadische Heavy Metal Band Anvil gibt es anno 2011 nun schon seit 33 Jahren. Trotzdem hat die Band es bis zum erscheinen des Dokumentarfilms „Anvil! The Story of Anvil“ im Jahre 2009 nie geschafft, den Underground zu verlassen. Seit eben jenem Film erfreuen sich Anvil jedoch auf so ziemlich allen größeren Festivals zunehmender Beliebtheit. Nun legen sie mit „Juggernaut of Justice“ auch mit einer neuen Platte nach, insgesamt ist das nun Album Nummer 14.

Und offenbar haben Anvil aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Die Aufnahme im Studio von Dave Grohl (Foo Fighters, Nirvana) und die Anstellung von Bob Marlette (Ozzy Osbourne, Marilyn Manson) als Produzent sorgen für einen sehr guten Sound, besonders im Vergleich zum Vorgängeralbum „This is Thirteen“.

Ansonsten bieten Anvil auf „Juggernaut of Justice“ das, was sie immer schon geboten haben: Klassischen Heavy Metal mit einigen Anleihen aus dem Bereich des Thrash. Dabei präsentiert sich das Trio um Gitarrist und Sänger Steve „Lips“ Kudlow deutlich motivierter, als auf den Alben zuvor. Es scheint, als hätten sie neue Spielfreude gefunden und den Spaß am Heavy Metal wiedergefunden.

Die Songs selber sind recht einfach gestrickt, gehen dadurch aber sofort ins Ohr und dürften auch live schnell Begeisterung hervorrufen. Jedoch geben sich Anvil größte Mühe, Abwechslung in ihr neustes Werk zu bringe. Der Hörer bekommt eine Mischung aus klassischen Heavy-Metal-Nummern („Juggernaut of Justice“, „On Fire“), heftigen Nackenbrecher mit Thrashanstrich („Running“) und mächtig stampfenden Groovemaschinen („New Orleans Voodoo“) geboten. Und natürlich darf auch ein klassischer Party-Song in Form von „Fukeneh!“ nicht fehlen.

Besonders hervorzuheben sind die Songs „Paranormal“ und „Swing thing“, ihres Zeichens die beiden letzten Stücke der CD. Während ersterer einen siebenminütigen Epos darstellt, welches leider über viel zu viele Längen verfügt und meiner Meinung nach besser gegen einen weiteren kurzen und knackigen Song hätte getauscht werden sollen, ist „Swing thing“ ein dreiminütiges Instrumentalstück mit reichlich Swing- und Jazzelementen, Bläsern und jeder Menge Charme. Ein netter Rausschmeißer, hätte jedoch als Auflockerung in der Mitte der Platte mehr Sinn gemacht.

Mit „Juggnernaut of Justice“ gewinnen Anvil keinen Preis für Innovationen, so viel ist klar. Aber es ist auch klar das beste Album, das Anvil seit vielen Jahren zu Stande gebracht haben. Ein Pflichtkauf für alle Anvil-Fans und auch Freunde des klassischen Heavy Metal sollten hier mal ein Ohr riskieren.

Tracklist:
01. Juggernaut Of Justice
02. When All Hell Breaks Loose
03. New Orleans Voodoo
04. On Fire
05. Fukeneh!
06. Turn It Up
07. The Ride
08. Not Afraid
09. Conspiracy
10. Running
11. Paranomal
12. Swing Thing

Enforcer – Death By Fire

Speed Metal, ein Subgenre, das in den 80er Jahren den Weg für Thrash Metal ebnete und durch Bands wie Agent Steel, den frühen Helloween, Anvil und Exciter für großartige Alben sorgte, ist zurzeit wieder extrem angesagt. Eine Vielzahl erfolgreicher Bands greift den Sound und den Look der Legenden aus den 80ern wieder auf und spielt Platten ein, die so klingen als hätte man ganze zwei Jahrzehnte einfach mal ausgelassen. Mit zur Speerspitze dieser Kapellen gehören die Schweden von Enforcer, die gerade ihr neustes Werk auf die Menschheit losgelassen haben. Nach zwei überaus überzeugenden Alben waren die Erwartungen an „Death By Fire“ dementsprechend hoch.

Nach einem kurzen Intro treten die vier Schweden mit dem eigentlichen Opener „Death Rides This Night“ mit voller Kraft aufs Gaspedal und zeigen mit präzisen Riffs und schnellem Drums, worauf man sich die nächsten knapp 40 Minuten einrichten kann. Sänger Olof Wikstrand begibt sich in gewohnt hohe Gefilde und überragt die Songs mit seinem eindrucksvollen Organ. Ohne Pause brettert das Quartett weiter zum nächsten Song „Run For Your Life“ der mit seinem eingängigen Riff definitiv Hitpotential besitzt. Schon jetzt ist klar, dass sich Enforcer nach dem vergleichsweise zahmen, letzten Langspieler wieder mehr in die Richtung ihres Debüts von 2008 begeben. Das Tempo wird bei der im Vorfeld bereits veröffentlichten Single „Mesmerized By Fire“ weiterhin aufrecht erhalten und erst beim folgenden „Take Me Out Of This Nightmare“ wird die Geschwindigkeit ein wenig gedrosselt.

Die zweite Seite (zumindest bei der Vinylversion des Albums) wird mit einem inzwischen obligatorischem Instrumental mit dem Titel „Crystal Suite“ eröffnet und Enforcer beweisen mit ihrem dritten gesanglosem Stück (nach „Diamonds“ vom gleichnamigen Album und „City Lights“ vom Debüt) ein weiteres Mal, dass die Band auch ohne den markanten Gesang ihres Frontmanns in der Lage ist, ein großartiges Stück Metall abzuliefern. Auch im weiteren Verlauf des Albums warten keinerlei Überraschungen auf den Hörer, sondern die Schweden konzentrieren sich auf ihre Stärken, die sowohl aus präzisem und pfeilschnellem Spiel als auch aus kräftigem, traditionell hohen Gesang bestehen. Ein wenig Okkultes gibt es mit dem letzten Stück „Satan“, und dieser hat es noch mal in sich. Mit diesem Geschwindigkeitskracher verabschieden sich die vier Jungs.

Mit „Death By Fire“ wagen Enforcer keine Experimente und verlassen sich auf ihr bislang erfolgreiches Rezept aus Old-School gepaart mit moderner Produktion. Auch die Aufmachung und das Artwork des Albums sind im bekannten Rot-Orange-Schwarz gehalten. Kritiker könnten der Truppe also mangelnde Entwicklung vorwerfen. Ich hingegen sehe das getreu dem Motto „Never change a winning team“ und bin vom neusten Erguss der Schweden, der diesmal unter den mächtigen Fittichen von Nuclear Blast entstanden ist, schwer angetan. Die vier Mannen aus dem Norden, die bereits eine Vielzahl von Festivals und Konzerten hierzulande gerockt und sich so eine inzwischen sehr beachtliche Fanbase erspielt haben, bündeln all ihre Stärken auf dem aktuellen Silberling (und natürlich Langrille) und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen: Klassischer Metal der beweist, dass Gutes einfach nicht altert.

Tracklist:
01. Bells Of Hades (Intro)
02. Death Rides This Night
03. Run For Your Life
04. Mesmerized By Fire
05. Take Me Out Of This Nightmare
06. Crystal Suite (Instrumental)
07. Sacrificed
08. Silent Hour / The Conjugation
09. Satan

Exciter – Thrash Speed Burn

Endlich gibt’s wieder einen Satz heiße Ohren von den kanadischen Prügelveteranen Exciter. 8 verdammte Jahre, lediglich unterbrochen durch die grandiose „New Testament“-Compilation, hat man auf neues Kraftfutter aus dem Hause Ricci warten und zwischenzeitlich den nun wohl endgültigen Ausstieg von Jacques Belanger verdauen müssen.

Die wichtigste Frage zuerst: Wie schlägt sich sein Nachfolger Kenny „Metal Mouth“ Winter? – Grandios. Seine Stimme klingt zwar eine Spur weniger hysterisch als die seines Vorgängers, aber mit diversen schädelspaltenden Screams zeigt er dem Hörer allzu deutlich, wo der Bartel den Most holt. Ein würdiger Mann für die unverwüstlichen Speedster.Das Songmaterial läßt sich gottseidank mit wenigen Worten beschreiben: Schnell, stumpf, knüppelhart. Überraschungen gibt’s bis auf das doomige „Crucifixion“ (in etwa „Black Witch“ Pt II) keine – aber das hat ja wohl auch niemand erwartet. Stattdessen hauen uns die vermeintlichen Pensionäre die so heissgeliebten herausgebrüllten Primitivrefrains gleich reihenweise um die Lauscher („Thrash Speed Burn“, „Hangman“, „Evil Omen“).

Der Sound ist gewohnt schrappig, aber authentisch – lediglich die Vocals sind etwas zu sehr in den Hintergrund gemischt worden. Kurz und schmerzlos: Ein neuer Exciter-Klassiker.

Gamma Ray – Land Of The Free II

Damals, ich war gerade 15, das Cover einer CD lachte mich an. Gamma Ray, ja den Namen hat mal jemand genannt, ich greife zu, schnell nach Hause und rein in den CD-Player, eine Gänsehaut nach der nächsten, „Land Of The Free“! Damals hat es mich voll erwischt, diese Scheibe hat bis heute Gottstatus bei mir.

Umso erschreckter war ich, als ich sah, dass heute, 11 Jahre später, wieder eine „Land Of The Free“ rauskommen sollte. Das hat doch bei Helloween schon nicht geklappt. Und es sei vorweggenommen, es klappt auch hier nicht. Zwar beginnt die Scheibe mit einem typischen Gamma Ray Song, der gesanglich etwas an „All Of The Damned“ erinnert. Ein guter Opener, der Böcke auf die Scheibe macht. Auch das folgende „From The Ashes“ kann dieses Niveau halten und rangiert irgendwo zu „Land Of The Free“ und „Somewhere Out In Space“ Zeiten. Nett veredelt mit einem Chor und einem recht cheesigen Refrain. Auch das nach kurzem Intro folgende „To Mother Earth“ reicht noch fast an das Niveau der ersten beiden Songs heran, gerät aber schon etwas ins Abseits durch einen lauen Refrain und zu viel Kitsch. Danach wird mit „Rain“ und „Leaving Hell“ noch mal etwas angezogen bevor die Scheibe in die Belanglosigkeit abdriftet. Ersterer ist etwas dunkler gehalten und erinnert an „Push“ von Helloween. Zweiterer ist sicher das Highlight der CD mit Hammerfall mäßigem Anfang, der sich dann aber zu nem flotten, groovigen Song mit coolem Refrain mausert.

Sicherlich der Hit der Scheibe und eigentlich genau so, wie ich es von Gamma Ray erwarte. Danach folgen mit „Empress, When The World“ und „Opportunity“ drei wirklich eher durchschnittlich bis langweilige Songs, die nur ab und an mal mit einem Break oder einer Bridge glänzen können. Besonders „Opportunity“ stellt einen wirklich schlechten Versuch einer „Rebellion In Dreamland“ Homage dar. Da reißt dann auch die Party Hymne „Real World“ nichts mehr raus. Leider ist der Versuch auch missglückt.Mit „Hear Me Calling“ wird noch mal ein wenigstens etwas besserer Song präsentiert bevor es mit „Insurrection“ zu Ende geht. Wenigstens zum Schluss blitzt noch mal ein bisschen des Hansenschen Songwriterkönnens auf, auch wenn der langsame Teil schon fast Manowar ist. Aber der Song ist schon ganz OK, wenn er auch nicht an die Großen heran reicht. Insgesamt ist die Platte also wirklich nur Durchschnitt und kann nur Fans von Gamma Ray empfohlen werden. Neueinsteigern empfehle ich hier doch mal etwas in der Zeit zurück zu gehen. Die typischen Trademarks, wie schnelle Gitarren und die wirklich markante Stimme von Kai Hansen sind zwar zu hören, aber irgendwie funktionieren die Songs nicht so. Diesmal also keine Gänsehaut für den nicht mehr ganz so kleinen Zwiebel.

Wer sich dran versuchen mag, dem leg ich „Into The Storm“ oder „Rain“ ans Ohr und mit einem traurigen Auge schiebe ich „Land of the Free“ in den CD-Schacht…die erste.

Gamma Ray – To The Metal!

Es gibt ja so Bands, die spalten die Massen. Eines der besten Beispiele – neben dem Sinnbild für Massenspaltung Manowar – sind immer mal wieder die Hamburger Jungs von Gamma Ray. Alle paar Jahre wieder kommt eine CD, die von der einen Hälfte der Metaler vergöttert, von der anderen verteufelt wird. Die diesjährige Ausgabe nennt sich protzig „To The Metal!“ und wurde von Fans schon sehnsüchtig erwartet.

Dabei wird mit dieser CD sogar ein doppeltes Jubiläum gefeiert. Einerseits ist „To The Metal“ das zehnte Studioalbum der durch den Ausstieg von Mastermind Kai Hansen bei Helloween entstandenen Band. Und eben diese Bandgründung liegt jetzt so ziemlich genau 20 Jahre zurück (oder ein unbedeutendes Bisschen mehr). Grund genug also, diese CD als eine Homage an den Metal zu preisen, was auch den Titel gut erklärt.

Aber neben reichlich Diskussionsmaterial haben Alben von Gamma Ray vor allem eines zu bieten, nämlich überdurchschnittlich gute Musik, egal wie man zu dieser Band steht. So auch auf diesem Release, was ebenfalls mit zehn Titeln aufwarten kann, darunter sogar einer mit Gastsänger und eigentlich Metal-Aussteiger Michael Kiske. Und genau dieser Track ist es, der nach dem einleitenden „Empathy“ zum ersten Mal so richtig auf die Tube drückt. Etwas getragener, aber immer noch flott geht es bei „Time To Live“ zur Sache, welches perfekt den Titeltrack einleitet. „To The Metal“ ist fast schon episch zu nennen, auch wenn ich die, an anderen Stellen auftauchenden, Vergleiche mit Judas Priest nur bedingt nachvollziehen kann. Vielmehr spielen hier die Kampfchöre wie bei Majesty oder den bereits erwähnten Manowar (auch im Rhythmusbereich) eine viel größere Rolle.

Aber jedem seine eigene Meinung. „Rise“ beginnt mit Maidenesquen Gitarrenparts, bevor die Dampflock wieder zuschlägt. So oder ähnlich geht es weiter im Programm. Doublebaserammen wechseln sich mit etwas getrageneren Stücken ab, sodass fast 50 Minuten Spielzeit am Ende zu Buche stehen. Für mich ist „To The Metal!“ eben eine typische Gamma Ray-Scheibe mit allen Vor- und Nachteilen, wobei erstere in meinen Augen klar überwiegen. Somit ist es nur logisch, dass ich für diese CD 4,0 Gitarren vergeben kann.

Tracklist:
01. Empathy
02. All You Need To Know
03. Time To Live
04. To The Metal
05. Rise
06. Mother Angel
07. Shine Forever
08. Deadlands
09. Chasing Shadows
10. No Need To Cry

Grave Digger – Liberty or death

Da liegt sie also vor mir, die neue Scheibe der Teutonenmetal-Legenden Grave Digger. Und was soll ich sagen, als bekennender Fan der Veröffentlichungen der 90er Jahre blutet mir ein wenig das Herz.

Man merkt als aufmerksamer Zuhörer deutlich, dass die ganz große Zeit der Herren um Chris Boltendahl zumidest im Songwriterischen vorüber ist. Schon dem Opener und gleichzeitig titelgebenden Song fehlt ein wenig die Power und Ausdrucksstärke früherer Jahre. Gleiches gilt für die beiden darauf folgenden Brecher „Ocean of blood“ und „Highland Tears“, wobei bei letzterem der Refrain ein wenig Hoffnung auf Besserung im Laufe des Albums macht. Mit „The terrible one“ folgt das kürzeste Stück des mit etwas über einer Stunde Spieldauer und 11 Tracks komfortabel ausgelegten Silberlings. Die Midtemponummer „Until the last king died“ bietet mehrstimmigen Gesang im Refrain, der aber bei mir irgendwie nicht ganz im Ohr hängen bleiben will.

Damit ich jetzt nicht falsch verstanden werde: „Liberty or Death“ ist kein schlechtes Album, aber gleichzeitg auch weit entfernt von Releases wie „Tunes of war“ oder „Knights of the cross“. Wenn man den Namen Grave Digger liest, hat man eben eine gewisse Erwartungshaltung, die hier nicht bestätigt wird.Im Midtempobereich geht´s auch mit „March of the innocent“ weiter, in der die auch schon in anderen Reviews angesprochene Gesangsleistung von Herrn Boltendahl doch recht negativ auffällt. Nummer sieben dieser CD hört auf den Namen „Silent Revolution“. Rockig röhren die Gitarren und das Drumming geht gemäßigten Schrittes voran. Dieser Song gefällt mir wesentlich besser, als die Vorgänger, nicht zuletzt durch den eingängigen Refrain. Für mich der beste Song des Albums.

Schneller wird´s dann wieder bei „Shadowland“, was mich nicht zu überzeugen weiß. Zu eintönig und einfallslos der Refrain, auch wenn andere Redakteure das anders sehen mögen. Ordentliches Riffing und straightes Drumming leiten einen weiteren Höhepunkt dieser Platte ein. Als wenn Grave Digger sich die besten Stücke für die zweite Hälfte der CD aufgehoben hätten.Das ruhige „Massada“ bildet mit dem folgenden „Ship of hope“ das letzte Duo dieser Platte. Letzteres ist auch nicht wirklich schneller, wobei der Anteil an schnellen Stücken auf „Liberty or death“ vergleichsweise gering ausfällt.Kommen wir nun zu einer Bewertung. Wäre diese Band ein Newcomer und gäbe es eben nicht diesen durch die 90er wohlverdienten Legendenstatus, hätte ich wahrscheinlich nur 2 Gitarren vergeben.

Aber um eben dem Status gerecht zu werden, und auf Grund der Tatsache, das Grave Digger eigentlich keine schlechten Alben machen, vergebe ich 3 Gitarren. Aber vielleicht sollte man sich beim nächsten Album mal den einen oder anderen Ratschlag eines gewissen Ex-Teutonen namens Uwe Lulis einholen. Dessen aktuelle Band Rebellion sind den Totengräbern momentan nämlich haushoch überlegen.

Hirax – Immortal Legacy

Dem geneigten Die Hard Thrash Fan seit Jahren, wenn nicht sogar seit Bandgründung, ein Begriff, den anderen völlig unbekannt oder völlig egal. So lässt sich am besten beschreiben, wie es um den Stand der Amerikaner Hirax um Bandchef Katon W. de Pena in der Szene bestellt ist. Nachdem das Release-Datum des neuen Albums „Immortal Legacy“ um mehrere Monate verschoben wurde, ist das Warten nun endlich vorbei. Am 21.02. erscheint die neue Platte der amerikanischen Thrash Urgesteine. Ob sich das Warten gelohnt hat?

Im Grunde genommen ist alles auf den ersten Blick so geblieben, wie es seit der Reunion der Truppe um den charismatischen Die-Hard-Metalhead Katon W. de Pena gang und gebe ist: Ein buntes, martialisches Barbarencover (gezeichnet von niemand geringerem als Phil Lawvere, aus dessen Feder ebenfalls die Kreator Klassiker „Endless Pain“ und „Pleasure To Kill“ stammen), das bekannte Logo und der Albumtitel am unteren Rand. Keine Experimente also. Es wäre aber auch ein absoluter Schock wenn etwas anderes auf dem Cover eines Hirax-Albums zu sehen sein würde. Old-School muss es sein und auch das ein oder andere Klischee bedienen. Das Bandfoto spiegelt dies genau wieder.

Schwarzes Leder, Nieten und Bandshirts. Aber genau das erwartet man und will man haben, wenn man sich eine Hirax Platte ins Regal stellt. Zum Teufel mit Trends und Moderne. Das was vor 20 bis 30 Jahren gut war, ist immer noch gut. Und Recht haben Sie! Nicht umsonst gibt es derzeit diese Sturmflut an Old-School Thrash Kappellen aus aller Herren Länder, die enge Hosen, High Tops und schnelle Songs zelebrieren. Und das Hirax anno 2014 (also 30 Jahre nach Bandgründung) genauso wie diese frischen und jungen Kombos daherkommen und sogar manch eine auf alte Schule getrimmten Jungspund-Bande lupenrein an die Wand donnern können zeigt das neuste Machwerk „Immortal Legacy“. Es sei natürlich noch vorab gesagt, dass die Kalifornier zu den Bands gehören, die man entweder hasst oder liebt. Ein Mittelding ist bei diesen Herren eher selten. An dieser Tatsache werden die kommenden knapp 40 Minuten wohl nichts ändern können. Auch wenn das Quintett Ende letzten Jahres einen kleinen Bekanntheitsschub durch die Veröffentlichung der Split-Single „Hellion Rising / Water Boarding“ mit den legendären Sodom erlangt haben. Mit „Hellion Rising“ gab es schon einen kleinen Vorgeschmack auf das nun folgende Album und was soll man sagen? Es hat sich auch auf den zweiten Blick und das erste Hören nichts geändert. De Penas Stimme ist noch genauso unverwechselbar quäkend und eigenwillig wie schon zu Zeiten von „Hate, Fear and Power“ oder dem Debüt „Raging Violence“ und die Songs sind schnell und kraftvoll. Tightes Riffing und treibende Drums sind permanent vorhanden und gehen direkt in den Nacken derer, denen es egal ist, dass das alles irgendwo, irgendwie, irgendwann schon mal so gemacht wurde.

Schon der Opener „Black Smoke“ ist ein solch’ ordentliches Old-School Brett. Auch das bereits angesprochene „Hellion Rising“ und das folgende „Victim Of The Dead“ bieten nicht wirklich nennenswerte Abwechslung. Erst bei „Thunder Roar, The Conquest, La Boca de la Bestia – The Mouth of the Beast” wird das Tempo zu Beginn etwas runtergeschraubt und eine gewisse “Atmosphäre“ geschaffen. Jedoch kommt nie wirklich ein ausladendes Gefühl von Größe auf. Dafür sorgen die gesanglichen Grenzen von Katon W. de Pena. Mehr als Lückenfüller und weniger als technisches Griffbrett-Gefrickel ist das kurze Gitarrensolo „Earthshaker“ zu sehen. Hier hätte man eventuell etwas mehr draus machen können. Man schreddet sich also weiter munter durch die Songs, die trotz des hohen „schon-mal-gehört“ Charakters, dennoch auch ein paar neue Einfälle in sich bergen. Einen besonderen Platz nimmt hierbei das reine Bass-Instrumental „Atlantis (Journey To Atlantis)“ ein, das die beiden anderen Intrumentals „Earthshaker“ und „S.O.W.“ ohne weiteres in den Schatten stellt und schon fast ein wenig überflüssig erscheinen lässt.

Hier hat Basser Steve Harrison (Namen, die so oder ähnlich klingen haben wohl guten Einfluss auf das Können am Bass) hat hier ein nettes Zwischenspiel gezaubert, dass vor dem Endspurt mit „The World Will Burn“ das Geschehen noch einmal auflockert. Das insgesamt hervorstechenste an „Immortal Legacy“ ist aber sicherlich die fette Produktion, die die Platte soundtechnisch zum Besten macht, was Hirax bislang veröffentlicht haben. Produzent Bill Metoyer, mit dem Hirax bereits „Hate, Fear and Power“ aufgenommen haben, hat einen großartigen Job gemacht, kann er doch auf jahrzehntelange Thrash Erfahrung zurückgreifen (u.a. Flotsam & Jetsam, Sacred Reich, Slayer und Warbringer).

Alles in allem ist die Platte ein heißer Anwärter auf die Bestenliste der diesjährigen Thrash Veröffentlichungen und ich kann ein absolute Kaufempfehlung für Genre-Fans aussprechen. Mit „Immortal Legacy“ ist den Amis ein würdevoller Nachfolger, wenn nicht sogar eine Steigerung, zum starken Vorgänger „El Rostro de la Muerte“ gelungen. So muss Thrash Metal der alten Schule klingen: Roh, kraftvoll und schnell. Wollen wir mal hoffen, dass die Herren Hirax sich dieses Jahr mal wieder hierzulande blicken lassen, auf das man sich auch live von den Qualitäten der Band überzeugen kann.

Tracklist:
01. Black Smoke
02. Hellion Rising
03. Victims of the Dead
04. Thunder Roar, The Conquest, La Boca de la Bestia – The Mouth of the Beast
05. Earthshaker
06. Tied to the Gallows Pole
07. Deceiver
08. Immortal Legacy
09. S.O.W.
10. Violence of Action
11. Atlantis (Journey to Atlantis)
12. The World Will Burn

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Autor: ARCHIVader


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