Doch nichts desto minder ging es dann um ca. 19:40 Uhr mit dem Opener Spirit of Desire los. Und diese ließen sich nicht lumpen und pfefferten in einer Gesamtspielzeit von knapp 45 Minuten allen Anwesenden ein sehr ordentliches Prog Rock Brett um die Ohren.

Sehr auffällig war das sehr präzise Zusammenspiel und der Abwechslungsreichtum innerhalb ihrer Songs. Streckenweise musste ich doch an eine Symbiose aus „Dream Theatre“ und „Spocks Beard“ denken. Somit ein echter Gehörgangschmeichler!

Zwar waren mir die Jungs aus Westerkappeln bei Osnabrück bisher kein Begriff, aber nach ihrem Gig muss ich doch sagen: Von denen wird man sicher noch hören!

Leider gab es nach dem regulären Set keine Zugabe mehr.

Um 20:45 Uhr war es dann Zeit für ein bißchen Poser-/Rotz Rock vom Feinsten mit der Gamblin´ Crew. Auf sie war ich doch sehr gespannt, da ich sie auf dem ersten „Miasma Festival“ am Ziegenbrink bereits live erleben durfte und seitdem einige Zeit vergangen ist.

Allen, die die Jungs um Frontmann Diva Don Marco nicht kennen sei gesagt: Gamblin´ Crew sind ungefähr so Rock’n’Roll, dass selbst Lemmy von „Motörhead“ eigentlich schon ein Bisschen neidisch sein müsste….

Die Truppe, die aus Diva Don Marco, Eddy Clifford, Mississippi Morduc und Evil Pete besteht, präsentierten sich in allerbester 80´s Rock Manier, was mich doch etappenweise zum Schmunzeln verleitete…

Musikalisch kann man sie zwar nicht als unglaublich originell, dafür aber als richtig partytauglich und authentisch beschreiben. Die Songs gingen zumeist uptempolastig-treibend zu Werke und ein weiterer Clou war, dass mal Marco und mal Evil Pete (Drummer) gesungen haben.

Alles in allem muss ich zu der knappen Stunde doch sagen: „Gut aufgemachte Poser-Rock Show! Rock on!“

Nach einer etwas längeren Umbaupause, in der sich das Gelände des Schlossinnenhofes noch einmal kräftig füllte, wurde dann um ca. 22:30 Uhr die Bühnenbeleuchtung gedämpft, die Nebelmaschine angeworfen, ein Intro erklang und dann bestiegen die Headliner Megaherz endlich die Bühne.

Ihr Set fingen sie wuchtig mit dem Song „Dein Herz schlägt“ an und ließ auch während der folgenden Stücke ein grandioses Feuerwerk von Krachersongs los.

Der neuere Sänger Matthias gab bis zum Ende hundert Prozent und animierte schließlich allerhand Zuschauer zu Songs wie „Ja genau“, „Miststück“ oder „Windkind“ zu tanzen, headbangen, moshen oder auch nur mit dem Kopf zu nicken. Zwar hatte ich die Münchener bisher noch nicht live sehen können, aber nachdem sie die zweite Zugabe gespielt und ihr Set um Punkt 0:00 Uhr mit „Wer bist du“ klasse beendet hatten, musste ich doch sagen: „ Holla! Die Burschen sind live noch geiler als auf den CD’s!!!“

Sehr gut gefiel mir die Songauswahl, die zwar schwerpunktmäßig auf dem starken, neuen Album „5“ lag, aber auch von allerhand guten alten Stücken gespickt war.

Fazit: Super Abend, der Eintrittspreis von 5 Euronen (AK) hat sich für die, die ihn bezahlt haben definitiv gelohnt. Solche Events sollten auf jeden Fall öfter stattfinden!