Wertung: 6 von 10

Schon mal im Weltraum gewesen? Nein? Nun, dann heiße ich Sie im Namen meiner Crew, dem Kapitän Nick D’Virgilio, dem Co-Piloten Alan Morse, sowie den Stuards Ryo Okumoto und Dave Meros herzlich willkommen auf der Spock’s Beard.


Bitte anschnallen, das Rauchen einstellen und machen Sie es sich bequem. Ihr Raumschiff wird gleich starten – wir haben Octane geladen. Machen Sie sich bereit für eine Reise durch Zeit und Raum.

Was wie eine Science-Fiction-Story beginnt, könnte einem beim Hören des mittlerweile achten Longplayer der Jungs aus Kalifornien durchaus durch den Kopf gehen. Durch den Einsatz einiger Keyboard- und Computerelemente erhält das Werk einen unverwechselbar spacigen Touch, verliert jedoch zugleich seine rockige Linie nicht. Dabei schaffen es die vier, die bis auf die Streichinstrumente alles selbst eingespielt haben, sich durch geschickte Variationen zwischen Keyboard und Gitarren nicht zu weit von der Erde weg zu bewegen. Der Hörer fühlt sich eher in eine Parallelwelt versetzt, die von den 80ern bis zum Hier und Jetzt reicht. So wundert es auch kaum, dass man bei der Suche nach vergleichbaren Bands immer wieder auf Meilensteile der Rockhistorie wie Soundgarden, Kyuss, U2, Fury In The Slaughterhouse oder gar den Rolling Stones und Black Sabbath stößt.

Das Album ist durchzogen von melodisch-ruhigen Fragmenten auf elektronischer Basis – unterstützt durch Klavier und Streicher – die immer wieder von fassettenreich-rockigen Tracks unterbrochen werden, dabei aber keineswegs störend auf den Hörer wirken, sondern vielmehr das Konzept eines abwechslungsreichen aber zusammenhängenden Werkes vermitteln. Dabei harmonieren die Stimmen von Nick D’Virgilio und Alan Morse perfekt mit der Musik, egal ob ruhig (wie in I Wouldn’t Let It Go oder Watching The Tide) oder aggressiv (wie in Surfing Down The Avalanche) und geben damit der ganzen Atmosphäre noch mehr Ausdruck.

Leider flacht die Illusion einer Spritztour durch’s All ab Mitte des Albums immer mehr ab und man erwacht zu schnell aus der Traumwelt einer fernen Idylle. Dieser Cut ist zwar durchaus gewollt, hat man doch die ersten sieben Tracks unter dem Obertitel „A Flesh Before My Eyes“ zusammengefasst, aber warum soll die Reise nun so plötzlich wieder vorbei sein? Ist es nicht gerade dieser spacige Touch, der dem Album das gewisse Etwas brachte? Track Nummer Acht „NWC“ macht zwar nochmals kurz Hoffnung auf ein zweites Kapitel, doch die Ernüchterung kommt schnell denn letztendlich verblassen die Eindrücke der Ferne völlig und was bleibt ist dann doch nur ein ’normales‘ Rockalbum, welches sich aber dennoch weit genug von den üblichen Produktionen dieser Zeit absetzen kann.

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