Auf ein Neues kamen die fränkischen Jungs von Stahlzeit nach Osnabrück in den Rosenhof. Einmal mehr ausverkauft! Direkt zum Einlass um 20:00 Uhr füllte sich die Lokation mehr und mehr mit erwartungsvollen Gästen. Das Publikum war auch dieses Mal breit gefächert, vom kleinen Metal-Neuling der das erste Mal beim Konzert war, bis hin zu Stammgästen, die seit Jahren keinen Auftritt der Truppe verpassen. Pünktlich zum Start um 21:00 und mit vollem Haus ging es dann los.


Die Show begann mit altbekannten, lauten Tönen des Stücks „Ich tu dir weh“. Trotz der Tatsache, dass es keine Vorband gab, gelang es Heli Reißenweber, dem Sänger der Band, das Publikum in nur wenigen Sekunden mitzureißen. Jeder, der Stahlzeit schon mal gesehen hat weiß, dass Heli nicht nur eine unverkennbare Ähnlichkeit zu Till Lindemann, dem Kopf von Rammstein aufweist, auch die Stimme ist ihm zum Verwechseln ähnlich. So bekommt man, auch Dank der Pyroshow, das Gefühl auf einem echten Rammstein Konzert zu sein, ohne dafür seine Ersparnisse für den Jahresurlaub hinblättern zu müssen 😉 Klassiker und Goldstücke wie „Du hast“, „Sonne“ oder „Engel“ trugen zum i-Tüpfelchen bei und vollendeten die Illusion. Die, passend auf die Lieder abgestimmten Flammenwerfer unterstützen Heli schlagkräftig zum Takt von „Benzin“ oder auch „Mutter“ und heizten den Fans nochmal richtig ein.

Denn du bist, was du isst! Das altbekannte Sprichwort, welches Rammstein im Titel „Mein Teil“ aufgriffen, wurde von Stahlzeit kurzerhand wortwörtlich übernommen. Zum Leidwesen des Keyboarders Thilo Weber, welcher bei diesem Lied in einem übergroßen Kochtopf auf die Bühne gebracht wurde, um danach von dem Leadsänger, in blutüberströmter Fleischerschürze und Hackebeil als Mikro, mit Flammenwerfern „gekocht“ zu werden. Aber es wurden nach lauten Krachern auch leise Töne angeschlagen. Das Urgestein aller Liebeslieder „Ohne Dich“ präsentierte der Sänger auf einer abgedunkelten Bühne, allein mit einem einzigen Scheinwerfer auf ihn gerichtet. So übertrug sich die Stimmung sehr schnell auch auf die Besucher, und aus einem anfänglichen „Mitsingen“ wurde ein gemeinschaftliches „Schluchzen“, welches in dem Lied „Heirate mich“ und einem Sternenregen gipfelte.

Auch ein paar kleine Anzüglichkeiten durften bei dem Konzert im Rammstein-Stil, getreu den Vorbildern, nicht fehlen. So spritze Heli bei dem Lied „Bück dich“ erst den Keyboarder nass, welcher vor ihm kniete, und dann bekam auch das Publikum sein Fett weg. Durch einen Plastikpenis, welcher in der Hose des Sängers steckte, spritzen literweise … Suppe … in das Publikum. Da glich der Konfettiregen bei „Pussy“ einem sanften Vorspiel.

Neben altbekannten Gesichtern, gab es heute noch 2 neue Mitglieder in der Band zu begrüßen. Zum einen den Bassisten Bora Öksüz und zum anderen den sehr jungen Gitarristen Mike Sitzmann. Und beide wurden direkt auf besondere Weise in die Show eingebunden. Bora hat zwischenzeitlich vom Bassisten zum Seemann gewechselt, und schipperte á la Stagediving auf den Händen des Publikums in einem Schlauchboot, zu „mein Herz brennt“, durch den Rosenhof. Aber auch Mike ging nicht leer aus. Sein Mikrofonständer, aber auch der vom anderen Gitarristen Matthias Sitzmann fingen Feuer und standen in Flammen.

Insgesamt ein Wahnsinns Konzert mit vielen Höhepunkten! Da das Konzert, wie in den vergangenen Jahren, bereits Wochen vorher ausverkauft war, geben Stahlzeit nächstes Jahr im Februar gleich 2 Konzerte hintereinander, damit auch alle Fans auf ihre Kosten kommen. Neben der Show wurde auch noch etwas Werbung in eigener Sache gemacht – diese Konstellation von Musikern gibt es auch in einer anderen Band unter dem Namen Märzfeld zu hören. Hier spielen sie selbst komponierte Stücke und treten demnächst ebenfalls im Rosenhof auf. Das Konzert wurde natürlich auch in Bildern dokumentiert, welches Ihr euch in der Galerie angucken könnt.

Mein Fazit: Ein Konzertbesuch lohnt sich alle Mal! Die Shows sind von Jahr zu Jahr immer unterschiedlich, sei es in Anbetracht der Songs, der Performance oder der Pyroshow. Ich werde auf jeden Fall auch nächstes Jahr wieder dabei sein!

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