Fünf Typen in Army-Hose mit Flip-Flops, Unterhemd oder Latzhose hängen im Redneck-Stil vor einem Wohnwagen rum. Südstaatenflagge, Kettensäge, Rinderschädel und Bierpullen dürfen natürlich nicht fehlen.

Ihre Musik nehmen sie aber absolut ernst. Instrumentenbeherrschung, Songwriting, Produktion – da kann sich manche Band noch was von abschauen. Auf „Electric Mayhem“ gibt es von vorne bis hinten puren Thrash Metal, der sowohl Anhängern der klassischen Götheborg-Schule, wie auch Freunden des modernen thrashlastigeren Metalcores gefallen dürfte, nein: muss!

Songs wie „Slaughtered/Hellbound“ bieten zahlreiche Breaks, bleiben trotzdem nachvollziehbar und lassen keinen Mattenschwinger stillstehen. Sänger Europa (mit bürgerlichem Namen Christoph Küper) schreit sich die Stimmbänder wund und erreicht in den extremeren Teilen beinahe die stimmliche Aggressivität eines Phil Anselmo zu seinen Bestzeiten (die ja eine Weile her sind…), während Drummer Damnation Denver Dallas (seine Eltern kennen ihn als Christian Demter) eine Double Bass Attacke nach der anderen raus haut. Auch die Arbeit an den Saiteninstrumenten lässt nichts zu wünschen übrig, fette Thrash-Riffs treffen auf songdienliche (!) Soli. Alles ist glaubwürdig verpackt und nicht übertrieben möchtegern-brutal, was bei einigen anderen Bands des Genres meiner Meinung nach der Fall ist.

Wenn man die Scheibe in den Computer schmeißt findet man noch 2 Videoclips zu „Eyelid“ und „Slaughtered/Hellbound“. Besonders die Liveausschnitte im „Eyelid“-Video zeigen, wie energiegeladen eine Steel Death-Liveshow sein muss. Und auch da fehlen natürlich nicht die Accessoires wie die Südstaatenflagge (als Cape um den Hals geknotet).

„Electric Mayhem“ ist Grundnahrungsmittel für jeden, der etwas mit Thrash Metal anfangen kann!

Bestellen könnt ihr die Scheibe – natürlich gepresst, für 7,00EUR plus Porto bei der Band oder unter: www.unstoppablemedia.com.

Einziger Grund dafür, dass es nicht die volle Punktzahl gibt ist, dass auf der mir vorliegenden Promo nur 4 Songs sind. Wenn die Band dieses Potenzial allerdings über die vollen 11 Songs halten kann, wäre unsere Maximal-Score von 5 doch etwas knapp bemessen!

Und das von mir als Emo-Frisen-Träger…

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