Steel Panther – All You Can Eat Tour 2014 im Rosenhof

Steel Panther: All You Can Eat Tour 2014 – Die nervige Parkplatzsuche hat zur Folge, dass ich Mia Klose verpasst habe. Bekannte haben mir jedoch einen soliden Gig dieser Frau bescheinigt, wobei das Entertainment und die Stimmung im Publikum eher durchwachsen gewesen sein sollen. Fannah hat sich Mia Klose auf jeden Fall am Merchstand gezeigt, wo sie bereitwillig CDs signiert hat.

Steel Panther – All You Can Eat Tour 2014

Steel Panther - All You Can Eat Tour 2014
Steel Panther – All You Can Eat Tour 2014

Der Rosenhof ist mehr als gut gefüllt, und schon während der Umbaupause wird das Publikum angeheizt mit Van Halen und Iron Maiden vom Band. Schon beim Intro werden Steel Panther lautstark begrüßt. Bin ich wirklich in Osnabrück? So habe ich das noch nie hier erlebt. Nachdem mein neben mir stehender Kumpel das Bier eines anderen Besuchers versehentlich verschüttet und sich unbeliebt macht, gehe ich lieber zur Garderobe, um meine Lederjacke abzugeben.

Boah, ist das heiß hier. Auf meinen Weg zur Theke mache ich in meiner Fantasie eine Zeitreise in die 80er Jahre. Eine heisse, langhaarige, dauergewellte Blondine mit einem Great White-Shirt steht hinter dem Bierhahn. Sie zapft und serviert mir mit einem schelmischen Lächeln ein kühles Blondes. Aufgeschreckt durch die Backing Vocals vom Band ist die Bedienung in der Realität ein besserer Eyecatcher. Überrascht bin ich, wie textsicher die Fans sind. Kein Wunder mit „All You Can Eat“ haben Steel Panther ein Album veröffentlicht, auf dem sich Ohrwurm an Ohrwurm reiht.

Sänger Michael Starr hat leichtes Spiel. Sein Publikum frisst ihm aus der Hand. Zwischen den Songs gibt es die üblichen und nicht ernst gemeinten Sticheleien zwischen Leadgitarrist und Sänger. Selbstverständlich spielt Satchel auch ein Solo, das sich stark an das Gitarrenspiel von Rhandy Roads (Ozzy Osbourne) und George Lynch (Dokken) erinnert. Lexxi kämmt sich die Haare mehrfach auf der Bühne und überprüft regelmässig sein Outfit im Handspiegel. Die Stimmung ist permanent auf gleichbleibend hohem Niveau.

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Zu „17 Girls in a Row“ bittet Steel Panther mehrere flotte Frauen aus dem Publikum auf die Bühne. Das ist auch schon das optische Highlight der Show, da der Gig ohne Banner und anderen optischen Schnickschnack auskommt. Osnabrück hat eine Glamrock-Vollbedienung bekommen, und ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Beim Hinausgehen sehe ich in glücklich blickende Gesichter. Das werde ich wohl nach einem Black Metal-Konzert nie sehen.

Setlist:
01. Pussy Whipped
02. Tommorow Night
03. Asian Hooker
04. Tiger
05. Eyes of a Panther
06. Gang Bang
07. IfIwasaKing
08. Turn out the Lights
09. Party LTITEOTW
10. Girl from Oklahoma
11. Burden
12. 17 Girls in a Row
13. Glory Hole
14. Death to All but Metal
15. Community Property
16. Party all Night

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Steel Panther – All You Can Eat Review

Steel Panther erwecken seit ungefähr 2008 mehr Aufmerksamkeit und machen die Heavy Metal Welt ein wenig bunter. Optisch und inhaltlich geht die Band auf alle Klischees des Hair Metal ein und treibt diese auf die Spitze.

Die Band will nach „Balls out“ auch diesmal wieder auf den Index für jungendgefährdende Inhalte landen und erhofft sich dadurch einen weiteren Popularitätsschub. Frauenfeindlichkeit und Machotum werden von den zahlreichen Frauen im Live Publikum belächelt und als Image akzeptiert. Natürlich klingt das alles nach Verkaufs- und Marketingstrategie, doch damit allein wird man Steel Panther nicht gerecht.

Einige Songs sind Verbeugungen an Bon Jovi zu „Living on a Prayer“ Zeiten. Andere Songs versprühen den Vibe, wie ihn Van Halen und Def Leppard 1985 versprüht haben. Ich ertappe mich dabei nach dem 2. Hördurchlauf einige von den Nummern mitzusingen. Der Text sitzt. Coole Hooklines und eingängige Refrains sind ein Garant für unsterbliche Hits. Auf dem ganzen Album gibt es keine Ausfälle zu verzeichnen. Der organische Sound passt zu Balladen wie „The Burden Of Being Wonderful“ und „You're Beautiful When You Don't Talk“ genauso gut wie zu den hardrockenden Nummern wie „Ten Strikes You're Out“ und dem Einstiegskracher „Pussywhipped“.

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Am 01. April erscheint das dritte Album „All you Can Eat“. Kein Scherz! Steel Panther ist es gelungen ein Album zu schreiben, das ich mir zukünftig genauso oft anhören werde wie das starke Debut „Feel the Steel“.

Tracklist:
01. Pussywhipped
02. Party Like Tomorrow Is The End Of The World
03. Gloryhole
04. Bukakke Tears
05. Gangbang At The Old Folks Home
06. Ten Strikes You're Out
07. The Burden Of Being Wonderful
08. Fucking My Heart In The Ass
09. B.V.S.
10. You're Beautiful When You Don't Talk
11.IfIWasTheKing
12. She's On The Rag

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Autor: ArchiVader

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