Verlegt! Na toll. Ich hetze mich ab, um direkt nach der Arbeit zum Hyde Park zu fahren. Gähnende Leere auf dem Parktplatz, und der Hinweis an der Absperrung, dass das Konzert in den Rosenhof verlegt wurde.


Die nervige Parkplatzsuche hat zur Folge, dass ich Mia Klose verpasst habe. Bekannte haben mir jedoch einen soliden Gig dieser Frau bescheinigt, wobei das Entertainment und die Stimmung im Publikum eher durchwachsen gewesen sein sollen. Fannah hat sich Mia Klose auf jeden Fall am Merchstand gezeigt, wo sie bereitwillig CDs signiert hat.

Der Rosenhof ist mehr als gut gefüllt, und schon während der Umbaupause wird das Publikum angeheizt mit Van Halen und Iron Maiden vom Band. Schon beim Intro werden Steel Panther lautstark begrüßt. Bin ich wirklich in Osnabrück? So habe ich das noch nie hier erlebt. Nachdem mein neben mir stehender Kumpel das Bier eines anderen Besuchers versehentlich verschüttet und sich unbeliebt macht, gehe ich lieber zur Garderobe, um meine Lederjacke abzugeben.

Boah, ist das heiß hier. Auf meinen Weg zur Theke mache ich in meiner Fantasie eine Zeitreise in die 80er Jahre. Eine heisse, langhaarige, dauergewellte Blondine mit einem Great White-Shirt steht hinter dem Bierhahn. Sie zapft und serviert mir mit einem schelmischen Lächeln ein kühles Blondes. Aufgeschreckt durch die Backing Vocals vom Band ist die Bedienung in der Realität ein besserer Eyecatcher. Überrascht bin ich, wie textsicher die Fans sind. Kein Wunder mit „All You Can Eat“ haben Steel Panther ein Album veröffentlicht, auf dem sich Ohrwurm an Ohrwurm reiht. Sänger Michael Starr hat leichtes Spiel. Sein Publikum frisst ihm aus der Hand. Zwischen den Songs gibt es die üblichen und nicht ernst gemeinten Sticheleien zwischen Leadgitarrist und Sänger. Selbstverständlich spielt Satchel auch ein Solo, das sich stark an das Gitarrenspiel von Rhandy Roads (Ozzy Osbourne) und George Lynch (Dokken) erinnert. Lexxi kämmt sich die Haare mehrfach auf der Bühne und überprüft regelmässig sein Outfit im Handspiegel. Die Stimmung ist permanent auf gleichbleibend hohem Niveau.

Zu „17 Girls in a Row“ bittet Steel Panther mehrere flotte Frauen aus dem Publikum auf die Bühne. Das ist auch schon das optische Highlight der Show, da der Gig ohne Banner und anderen optischen Schnickschnack auskommt. Osnabrück hat eine Glamrock-Vollbedienung bekommen, und ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Beim Hinausgehen sehe ich in glücklich blickende Gesichter. Das werde ich wohl nach einem Black Metal-Konzert nie sehen.

Setlist:

  • 01. Pussy Whipped
  • 02. Tommorow Night
  • 03. Asian Hooker
  • 04. Tiger
  • 05. Eyes of a Panther
  • 06. Gang Bang
  • 07. If I was a King
  • 08. Turn out the Lights
  • 09. Party LTITEOTW
  • 10. Girl from Oklahoma
  • 11. Burden
  • 12. 17 Girls in a Row
  • 13. Glory Hole
  • 14. Death to All but Metal
  • 15. Community Property
  • 16. Party all Night

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen