Wertung: 7 von 10

Seit mittlerweile 15 Jahren treiben Stigmatized ihr Unwesen in der Metalszene. Mit „Whispers Of The Dead“ legen sie ihren dritten Langspieler vor. Anders als auf den Vorgängeralben wird hier aber deutlich mehr Augenmerk auf Thrash Metal gelegt.


Und was hier geboten wird, kann sich hören lassen. Auf „Whispers Of The Dead“ spielen Stigmatized eine angenehm stimmige Mischung aus thrashigem Gebolze und kräftigem Death-Geballer. Dieser Pfad ist mittlerweile ziemlich ausgetreten, trotzdem schaffen es Stigmatized zu keinem Zeitpunkt, langweilig oder abgedroschen zu klingen.

Das ist nicht zuletzt der Verdienst von Sänger Michael. Offensichtlich fühlt er sich sowohl im Bereich des Growlings als auch der Thrash Metal-Screams zu Hause, denn beides beherrscht er in exzellenter Qualität, wobei sich beides aufgrund des sowohl deathigen, als auf genauso oft thrashigen Riffings wunderbar in das Gesamtkonzept einfügt. Als Beispiel sei hier direkt der Opener des Albums genannt, „The Fall“. Hier wechseln sich Growling und Screaming in rascher Folge ab, wobei sich bei letzterem klare Parallelen zu Thrashgrößen wie Mille Petrozza (Kreator) oder Tom Araya (Slayer) erkennen lassen.

Auch sonst mangelt es nicht an Abwechslung. Midtempo- und Uptempoparts geben sich die Klinke in die Hand, es groovt mächtig, auch der eine oder andere Blastbeat wird geboten. Offenbar sind Stigmatized keine Freunde ausgedehnter Gitarrensoli, jedoch findet sich die ein oder andere wirklich gut gestaltete Leadgitarre. Einen ganz besonderen Akzent verleiht der Platte der clean gespielte Beginn und das ebenfalls clean gespielte Ende des Songs „Impulse“. Es sticht deutlich aus dem ansonsten sehr aggressiven Album heraus, fügt sich aber trotzdem harmonisch ein, extraklasse!

Auch der Sound kann das Hörvergnügen nicht trüben, ganz im Gegenteil. Die wirklich gute Soundloge-Produktion wertet das Album noch einmal auf und unterstützt das enorme spieltechnische Vermögen des Quintetts.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Stigmatized hier nichts wirklich Neues präsentieren, aber dafür althergebrachtes in moderner und technisch sehr guter Art und Weise kombinieren. Wirklich herausstechende Highlights fehlen dem Album leider, im Gegenzug dafür lassen sich aber auch keine wirklichen Schwächen finden. „Whispers Of The Dead“ wird die Thrash/Death-Szene sicherlich nicht revolutionieren, dafür fehlt es an einer deutlichen Eigenständigkeit. Nichts desto trotz dürfte es nicht nur bei Freunden des musikalischen Untergrunds sondern auch bei allen anderen Fans beider Genre für viel Freude und Hörgenuss sorgen.

Tracklist:

  • 01. The Fall
  • 02. Love & Blood
  • 03. Whispers Of The Dead
  • 04. Time Bomb
  • 05. Impulse
  • 06. Disturbance Of Equilibrium
  • 07. Carved In Bone
  • 08. The Addicted

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