Wertung: 6 von 10

Nach Jahren der Querelen um Ex-Bandboss Timo Tolkki geht es endlich mal abseits der Klatschspalten bei Stratovarius weiter. Nach der, doch teilweise recht herb, kritisierten Stratovarius-Scheibe aus dem Jahre 2005 gilt es jetzt wieder Fuß zu fassen. Mit Matias Kupiainen ist auch ein neuer Gitarrist am Start der es jetzt richten soll.


Also kurz gesagt, man merkt schon, dass Herr Tolkki fehlt. Die Songs sind eher im Midtempo gehalten und gleiten manchmal zu sehr ins Progressive ab. Außerdem wirkt Kotipelto manchmal etwas ideenlos, was die Gesangslinien angeht. Mit „Falling Star“ und „Forever Is Today“ hat das Album dann aber doch noch zwei gute, schnellere Songs zu bieten. Der Refrain von dem Helloween-mäßigen „Forever Is Today“ will man gleich mitträllern, also alles richtig gemacht. Mit dem Doppeltrack „Emancipation Suite“ gelangt man dann aber noch mal in recht eigenwillige, progressive Regionen. Hier geht dann auch die Laune etwas flöten, das Album gleich noch mal zu hören. Ein bisschen mehr Eingängigkeit kann den meisten Songs, und bei den beiden Suiten im Besonderen, nicht schaden. Danach ist dieses eher zweifelhafte Vergnügen auch schon fast am Ende und mit „When Mountains Fall“ schmachtet zu guter Letzt mal ’ne recht angenehme Ballade in die Ohren der Zuhörer. Insgesamt sind Stratovarius wieder auf dem Rechten weg, allerdings ist auch noch viel Raum nach Oben für die Finnen. Für Fans ein „Kann“, für Einsteiger eher ungeeignet.

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