22 Uhr 30 : Ein prall gefüllter Raum mit Menschen. Die Meute verfällt nahezu gleichzeitig in einen ganz speziellen Gesang. Laut ertönt es : „Blut, Blut, Räuber saufen Blut…“. Gänsehautatmosphäre.


Gut drei Stunden zuvor. Megaherz beginnen pünktlich mit ihrem Support für Subway To Sally im Rahmen deren Schwarz In Schwarz Tour. Die 5 spielen ihre Setlist aus alten und neuen Liedern. Sänger Alexander „Lex“ Wohnhaas gibt bekannt, dass man in die neuen Songs auf Facebook reinhören kann. Schon jetzt ist die Halle prall gefüllt. Megaherz hat die Menge gut im Griff und heizt den Fans ordentlich ein. Die Band hat auch einige eigene textsichere Fans mit im Gepäck, so dass schon vor dem Hauptact ordentlich gefeiert wird.

Nach einer lobenswert kurzen Umbauphase kommen Subway To Sally auf die Bühne. Als Opener des Abends performen sie Kämpfen Wir! aus ihrem neuen Album Schwarz In Schwarz. Sehr passend mit diesem Schlachtruf zu beginnen, kann man ihn doch durchaus als eine Einladung der Band verstehen, sich mit ihr auf eine Reise zu begeben. So lädt Frontmann Fish dann auch die Fans ein, gemeinsam mit der Band an diesem Abend das Motto der Tour zu zelebrieren. Nächste Station ist der neue Song Schlagt Die Glocken, wunderschön von Frau Schmitt auf der Violine begleitet. Die Bühne steht bei beiden Songs in Flammen, dank einer beeindruckenden Pyroshow. Die Pyroeffekte sollen sich dann auch durch den gesamten Abend ziehen.

Es folgt eine Abfolge alter Songs wie zunächst Tag der Rache. Fish leitet diesen ein, indem er auf den angekündigten Weltuntergang 2012 eingeht. Insgesamt hält er den kompletten Abend lang den Kontakt zu den Fans. Nach drei weiteren alten Songs folgt Das Schwarze Meer, begleitet durch eine Stagediving Einlage des Frontmanns. Wie von Wellen getragen gleitet Fish auf den Händen des Publikums durch den Raum und nimmt ein Bad in der Menge. Dann folgt Wo Rosen blühn. Symbole von Tod und von Friedhöfen werden im Hintergrund der Bühne via Videoleinwand eingeblendet.

Als nächstes führt die Reise mit Eisblumen und Feuerkind wieder in die Vergangenheit zurück. Im Refrain von Eisblumen ist nicht auszumachen, wer lauter singt, Fish oder die Fans. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt.

Nun wechseln sich neue Songs (Mir Allein, Nichts Ist Für Immer) mit Klassikern (Wenn Engel Hassen, Besser Du Rennst, Tanz Auf Dem Vulkan) ab. Leider ist nicht immer auf Anhieb erkennbar, um welchen Song es sich handelt, da, als einziges kleines Manko des Abends, in einigen Teilen des Saals die Akustik nicht berauschend ist. Dies tut jedoch der Gesamtatmosphäre keinen Abbruch.

Immer wieder stehen bei den Songs die einzelnen Bandmitglieder mit ihren jeweiligen Instrumentalisierungen im Vordergrund. Und auch die (Bühnen)-Inszenierungen stimmen bei jedem Song. Bei Wenn Engel Hassen wird jede Menge Nebel in die Publikumsmenge geblasen. Bei Nichts Ist Für Immer räumt Fish den Fans die Möglichkeit zum Pogen ein. Bei Besser Du Rennst fordert er die Menschenmenge auf, sich so zu teilen, dass ein Loch in der Menge entsteht, so dass es möglich ist, im Kreis zu rennen.

Zum Schluss greift Fish das Weltuntergangsthema nochmal auf. MMXII folgt als vorerst letzter Song des Abends.

Und dann erklingen sie, die legendären Blut, Blut, Räuber saufen Blut-Gesänge, die die Band zurück auf die Bühne holt. Wie Subway To Sally dieses Ritual mittlerweile finden sei mal dahin gestellt aber für den Fan darf kein Subway Konzert zu Ende gehen, ohne diesen Song. Nicht einmal weil es der Genialste ist, den die Band jemals gemacht hat, sondern einfach wegen der großartigen und unverwechselbaren Atmosphäre, die man nicht missen möchte.

Doch Subway To Sally kennen die Fans und die Fans kennen ihre Band und so ist auch klar, dass es noch hinausgezögert wird, den Song zu spielen. Und so ertönen zunächst Sieben, Ohne Liebe und Veitstanz. Was dann folgt ist eine besondere Form der Zugabe. Eric Fish kündigt nochmal Sänger Alexander „Lex“ Wohnhaas an, der in Begleitung der restlichen Subway To Sally-Mitglieder Miststück zum Besten gibt. Und dann ist es endlich soweit. Der Frontmann von STS kehrt zurück auf die Bühne und Julia und die Räuber wird zur großen Begeisterung der Menge gespielt.

Dann endet der Abend mit Subway To Sally endgültig und ein wirklich großartiges Konzert geht zu Ende.

Schwarz In Schwarz ist eine Liebeserklärung von STS an die Schwarze Szene. Dieses Konzert hat bewiesen, dass dies nicht nur leere Worte sind. Die Band lebt ihre Musik, was nicht zuletzt an ihrer Liebe zum Detail erkennbar ist.

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