Wertung: 10 von 10

In den letzten Jahren schießen die Durchschnitts-Metalcorebands bekanntlich schneller als Pilze aus dem Boden. Dass bei großer Masse die Qualität und vor allem die Originalität oftmals auf der Strecke bleibt, ist ebenfalls nichts Neues. Dabei ist längst nicht alles Schrott was schreit, der Beweis: Suffer the Setback


Noch keine zwei Jahre in der aktuellen Besetzung aktiv, folgte der EP „Home“ aus dem okt. 2010 nun das erste Album namens „Pushing Forward“. In der Zwischenzeit präsentierten sie ihren innovativen Musikstil auf über 50 Konzerten in der gesamten Bundesrepublik und bereisten dabei zahlreiche Clubs von Lübeck bis München und von Berlin bis Münster. Ihr stark melodisch geprägter Metalcore, versetzt mit Einflüssen aus Hardcore und anderen Genres, wusste dabei stets zu begeistern und die Band erlangte durchweg positive Resonanz beim Publikum.

Diese Energie wurde jetzt auf eine knapp 35 Minuten lange CD gepresst. Von der ersten Minute an „pushed“ der Titeltrack bereits deutlich „forward“ – eine Power, die bis zum Schluss die Songs des Albums trägt und zu keiner Sekunde abebbt. Dabei werden mit einem rasanten Wechsel zwischen hoch und tief gesungenen Parts die gesellschaftskritischen, teils melancholisch anmutenden Texte, perfekt in die Melodien mit eingebunden.

Trotz eines eigenwilligen und außergewöhnlichen Stils kommt das Album dabei ohne überflüssige Spielereien aus und wirkt dadurch auf den Hörer sehr ehrlich und direkt. Übertriebene Breakdowns oder albern wirkendes, elektronisches Gedudel haben die perfekt aufeinander eingespielten Jungs aber auch nicht nötig. Die nötige Abwechslung wurde durch schnelle Tempiwechsel und einem zweiten Co-Sänger ausreichend geschaffen. Darüber hinaus holte man sich für den Song „Virtues“ tatkräftige Unterstützung durch André von der befreundeten Band Choose Your Path.

Zusammenfassend ein sehr beeindruckendes erstes Album, nochmal eine deutliche Qualitätsverbesserung zur bereits überzeugenden „Home“-EP und eine Band mit großem Zukunftspotential. Nur die Jungs auf den Bühnen dieses Landes zu erleben, ist noch mitreißender!

Für diejenigen, die sich gerne selbst einen Eindruck der Liveperformance verschaffen wollen, bietet sich unter anderem am 19.05.2012 auf der „Maiwoche Osnabrück“ die Gelegenheit. Die Band wird dort, dank des Weiterkommens beim zweiten Vorentscheid von „Schools on Rock“, auf der Timezone-Bühne bei L+T zu sehen sein.

Anspieltipps:

  • 1. Pushing Forward
  • 9. Am I Your Heart?
  • 10. Virtues

Tracklist:

  • 1 Pushing forward
  • 2 The undead walk in my mind
  • 3 Only looks like demons
  • 4 Question
  • 5 Isolation / Solitude
  • 6 Better being race Start
  • 7 Catch-22 Start
  • 8 Answer
  • 9 Am I your heart?
  • 10 Virtues