Wertung: 9.5 von 10

Sulphur-Aeon-Gateway-To-The-Antisphere-gatefold-double-vinyl_2484Dass eine Band aus Nordrhein-Westfalen mit einem astreinem „Death Metal“-Album Eindruck machen kann, ist angesichts der erstarkenden nationalen Heavy-Fraktion nicht ungewöhnlich. „Gateway to the Antisphere“ ist das zweite Album der Band „Sulphur Aeon“. Wer sich einige der Albumtitel – beispielsweise „Diluvial Ascension“ – in voller Länge anhören möchte, findet diesen auf YouTube. Dort entdeckt man auch die Titel „Devotion to the Cosmic Chaos“ und „To drown this world“. Außerdem gibt es ein „Making of“-Video über das Einspielen der Drumtracks zu „Diluvial Ascension“. So mit musikalischen Eindrücken bewaffnet, hat man bereits einen guten Eindruck vom Stil des Trios.

Es geht wieder düster und martialisch zu bei dieser jungen „Death Metal“-Band, die den musikalischen Vergleich mit internationalen Kollegen keineswegs scheuen muss. Das düstere Ctulhu-Cover-Artwork wird den meisten Fans gefallen. Seit der Bandgründung anno 2010 hat sich die Band konsequent positioniert. Die elf Songs dieses Albums sind hart, lassen aber einen Hang zur Melodiosität erkennen. Die Titel sind erkennbar nicht in Richtung Soundbrei und Tongewitter abgemischt. Die Instrumente und die Kompositionsweise lassen Spielraum für Akzente. „Gateway to the Antisphere“ entpuppt sich nach mehrmaligem Hinhören als veritables „Death Metal“-Album. H.P. Lovecraft lässt grüßen. Bei weiterer Präzision des Spielstils und bei etwas abwechslungsreicheren Kompositionen wird man von dieser Band noch viel hören. Die Playlist ist wie folgt:

1. To Drown This World
2. Devotion To The Cosmic Chaos
3. Titans
4. Calls From Below
5. Abysshex
6. Diluvial Ascension – Gateway To The Antisphere
7. He Is The Gate
8. Seventy Steps
9. Onwards… Towards Kadath
10. Into The Courts Of Azathoth
11. Conclusion

Die deutschen Hoffnungsträger der „Death Metal“-Szene präsentieren nach ihrem erfolgreichen Erstling nun einen Album-Zweitling, der sich hören lassen kann. Jede Menge Darkness und Ctulhu-Mythos schweben durch die Boxen. Satte Sounds und fette Rhythmen ziehen einen auf den Meeresgrund, ohne dass man sich in den Untiefen dieses Genres verliert. Selbst wer (noch) nicht auf „Death Metal“ abfährt, könnte mit „Sulphur Aeons“ Zweitling einen Einstieg finden. Während einige Konkurrenten im Feld Geschwindigkeitsrekorde brechen und ihre Songs im Rekordtempo herunterknüppeln, findet man bei „Sulphur Aeon“ detailreichere Strukturen, die sich mit jedem Hören besser erschließen. Songs wie „Conclusion“ oder „Titans“ lassen ahnen, dass sich hier zukünftig noch mehr Potenzial entfalten möchte. Die Kritiker werden auch diesem Album Lobeshymnen widmen, von den Fans ganz zu schweigen. Letztere haben den Zweitling von „Sulphur Aeon“ bereits sehnlich erwartet. Auch „Gateway To The Antisphere“ überzeugt über weite Strecken und ebnet den Weg zu internationalem Ruhm. Die erfahrenen Bandmitglieder, die auch bei anderen Metal-Projekten mitmischen, verstecken sich hinter einzelnen Buchstaben. Hier geht es um die Idee hinter der Musik, nicht um das Stargehabe einzelner.

Sulphur Aeon – „Diluvial Ascension – Gateway To The Antisphere

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