Die Band hat sich Thrash Metal auf die Fahnen geschrieben. Unbestreitlich wird jener auch hier fabriziert. Dabei gelingt es den vier Jungs aber auf erstaunliche Weise, Altbewertes mit genau dem nötigen Schuss Moderne zu verbinden, welches eine Mischung ergibt, die herrlich ins Ohr geht, aber dennoch nicht zu überproduziert oder abgehoben klingt. Beim ersten Track, welcher auch gleich den Titeltrack darstellt, dachte ich erst, man hätte es hier mit einer reinen Modern Thrash-Truppe zu tun, aber nach einigen Sekunden war klar, wohin der Hase läuft.

Bay-Area-Riffs lösen sich auf „Severance“ gekonnt mit aktuelleren Groove-Parts ab, welche sich hervorragend zum Moshen eignen. Genauso abwechslungsreich geht es mit dem Gesang von Statten. Da wird (nicht zu tief) gegrowled, geschrien und ab und zu kommen sogar hardcore-artige Gangshouts zum Einsatz. Bei alledem erinnert mich der Stil stellenweise durchaus an unsere Lokalmatadore von Bitter Piece, auch wenn diese nicht ganz getroffen werden. Gerade der Gesang mit den, immer wieder zum Schluss einer Zeile eingespielten, Screams könnte auch vom Sänger Mariano der Osnabrücker Untergrundinstitution stammen.

Typisch Oldschool sind hingegen die Gitarrensoli und die weniger break-behafteten Passagen auf diesem knapp eine Dreiviertelstunde spielenden Silberling. Auf alle Fälle kann man „Severance“ eines attestieren, nämlich, dass diese CD Spaß macht. Dementsprechend sind vier Gitarren hier nicht zu hoch angesetzt.

Tracklist:

  • 01. Severance
  • 02. Denounced
  • 03. Out Of Line (Scathing Injustice)
  • 04. Exploited (Systematically)
  • 05. Darkness
  • 06. Scratch The Surface
  • 07. Useless
  • 08. Crimson
  • 09. The Storm
  • 10. Numb