Dabei bleiben sich die Magdeburger treu und bringen das neue Langeisen wieder unter dem, für Pagan und Folk Metal bekannten Label, Trollzorn heraus. Es gab ja auch keinen Grund zu wechseln, geht man doch den altbewerten Weg weiter und bietet mit „Das neue Land“ feinen melodischen Pagan Metal mit starker Melodic Death Metal Schlagseite.

Als erstes fällt auf, dass diese Kombination wirklich gut funktioniert. Eingeleitet von einer akkustischen Gitarre und dem ersten von zwei Teilen des Titeltracks, lässt sich der Einstieg gut anhören. Die Produktion ist gelungen, es fällt sogar noch nicht mal besonders schwer, die gekeiften Vocals gleich beim ersten Durchgang zu verstehen. Etwas anstrengender ist es bei den feinen Growls. Das wahre Highlight sind aber die cleanen Vocals, auch mal in Kombination mit den besagten Growls.

Die Gitarrenmelodien erinnern mich manchmal an Die Apokalyptischen Reiter zu ihrer „Have A Nice Trip“- Zeit. Es mag aber auch an dem Sologitarrensound oder der etwas abgehackten, sympathisch unsauberen Spielweise liegen. Das Schlagzeug erzeugt genügend Druck, was man leider vom Bass nicht zu jeder Situation sagen kann – nur dann wenn er eigene Melodien spielt. Dennoch eine annehmbare Gesamtabmischung.

Erwähnenswert ist vielleicht noch die Gesamtspielzeit von vollen 75 Minuten bei zwölf Stücken. Da ging auch nichts mehr auf die CD. Trotzdem fehlt mir der ganz große herausragende Song für die Bestnoten. Allemal vier Gitarren sind aber immer drin. Gute Leistung, weiter so!

Tracklist:

  • 01 Das neue Land (Teil 1)
  • 02 Weisse Pferde
  • 03 Der Niedergang
  • 04 Lost belief
  • 05 Hinter den Toren
  • 06 Intermezzo
  • 07 Das neue Land (Teil 2)
  • 08 Bruderschaft
  • 09 Reason why
  • 10 2012
  • 11 Die Geissel der Erde
  • 12 Erinnerung