Tattoos

Eine der ältesten Kunstformen besteht in der Bemalung des menschlichen Körpers. Zuerst nur oberflächlich aufgetragen wurden bald auch haltbare Bemalungen – sogenannte Tätowierungen – modern. Ganz unabhängig voneinander entwickelte sich die Tätowierkunst in vielen Kulturen. Bis Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden Tattoos noch nicht in allen westlichen Ländern als Modeaccessoire anerkannt, sondern hatten stets den Beigeschmack von Sträflings- oder Seefahrerschmuck. Erst Ende des letzten Jahrhunderts begann ein Umdenken, ausgelöst von mehreren berühmten Sängern und Schauspielern, die bereits Tattoos besaßen. Dadurch schossen auch Tattoo-Shops, die vorher eher in Hinterzimmern ihren Platz fanden, in den Großstädten aus dem Boden.

Tätowierung als individueller Körperschmuck

In der heutigen Zeit ist das Tattoo als Kunstform, auch bei Metallern anerkannt. Aus den anfänglichen Stammeszeichen, die unter die obersten Hautschichten aufgetragen wurden, wurden moderne Kunstwerke und individueller Körperschmuck. Bilder und Zeichen von berühmten Tattoo-Künstlern wirken genauso ansprechend, wie die Kunst auf Leinwand. Nur das eben der Körper zur Leinwand avanciert. In dieser Kunstform ist der Künstler gleichgestellt mit dem Tätowierten. Denn heutzutage gilt ein Tattoo als Ausdrucksform des Selbst. Individualität ist genauso wichtig, wie ein gut gemachtes Tattoo. Dabei ist es egal, ob es sich um religiöse Zeichen, Selbstinszenierung oder ein politisches Statement handelt.

Oft werden auch Bilder von Berühmtheiten, lustigen Zeichentrickfiguren, Namen von Familienmitgliedern oder der Freundin als Tattoo-Vorlage gewählt. In Shops mit guten Künstlern sollte hierzu eine Beratung erfolgen, damit das Tattoo lange Freude bereitet. Tribals und fantastische Fabelwesen gehören bei den Tattoo-Shops weiterhin zu den meist gestochenen Motiven, wenn sie auch zwischenzeitlich durch chinesische Schriftzeichen, Barcodes und römische Zahlen ergänzt werden. Ein guter Tattoo-Shop bietet neben Vorlagen für die gängigsten Motive meist einen, oder mehrere Künstler, welche die Vorlagen für den eigenen Körper ganz individuell anpassen können.

Hygiene als Gebot

Bei aller Individualität ist die Hygiene natürlich ein Aspekt, auf den in einem guten Tattoo-Shop höchster Wert gelegt wird. Angefangen bei den Einmalhandschuhen, bis zur guten Desinfektion von der Körperpartie und dem Equipment sollte ein Tattoo-Shop so eingerichtet sein, dass sich keine ungewollten Krankheitserreger sammeln können. Auch die Liege, oder der Stuhl müssen einen sauberen Eindruck machen und dem Kunden ein Gefühl von Sauberkeit vermitteln. Falls dies nicht der Fall ist, sollte der Kunde sich nach einem anderen Tattoo-Shop umsehen. Denn nichts ist so ärgerlich, wie ein schönes Tattoo, dass eine lange Krankheit nach sich zieht, nur weil der Hygiene nicht der gebotene Respekt entgegengebracht wurde.

Farbstoffe und Nachsorge

Auch die Farbstoffe eines Tätowierers sollten genau angesehen werden. Azo-Farben haben in einem modernen Tattoshop nichts mehr verloren. Dies ist den meisten Tätowierern bekannt, denn diese Farbstoffe können gesundheitlich schädlich sein. Moderne unbedenkliche Farben werden mit Prüfzertifikat geliefert. So ist von einer Unbedenklichkeit auszugehen. Gute Tattoo-Shops beraten gerne auch in der Nachsorge des frischen Tattoos. Natürliche Cremes und Folien erhalten sowohl das frisch gestochene Tattoo als auch die Beschaffenheit der Haut. Eine gute Vor- und Nachsorge sollte immer in die Wahl des Tattoo-Shops mit einfließen.

Im Internet finden sich heute viele Tattoo-Shops, die ihre Kunst zum Ansehen zur Verfügung stellen und ihre Shops ganzheitlich vorstellen. So muss der interessierte Kunde keine Zeit mit der Suche verschwenden, sondern kann sich von zu Hause aus den Künstler aussuchen, der am besten zu ihm passt und sich auch die Philosophie und die Hygieneleistungen im Vorhinein ansehen. Eine endgültige Wahl sollte jedoch trotzdem erst vor Ort erfolgen, denn die Fotos können den Hygienestand nicht vollständig anzeigen.

Das Arschgeweih ist längst passé

Biomechanische Tattoos sind surrealistisch. Sie verbinden Elemente der Biologie und der Organik mit technischen Details. Was dabei entsteht, wirkt plastisch, oft auch betont erotisch. Die Fantasiegebilde des in Chur geborenen Schweizer Künstlers Hansruedi Giger überzeugen durch ihre Optik und finden eine zunehmende Anzahl von Bewunderern. Nach dem Studium der Architektur und des Industriedesigns in den 1960er Jahren widmete sich Giger im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts der Schaffung von Skulpturen. Seine Stilrichtung wird dem fantastischen Realismus zugeordnet, wobei Einflüsse der Wiener Schule zu erkennen sind.

Trotz oder gerade wegen der ästhetischen Ausstrahlung seiner Kreationen wirken Hansruedi Gigers Werke auf manchen abstoßend bis morbide aufgrund ihres bizarren Charakters. Die Jugendkultur der 1990er Jahre aber sah in ihnen eine Bereicherung und die Fangemeinde der biomechanischen Tattoos wächst nach wie vor. Überregionale Berühmtheit gewann der Schweizer Künstler 1980 durch Verleihung des Oscars als Mitwirkender in Ridley Scotts Erfolgsfilm “Alien” in der Kategorie: Best Achievement for Visual Effects. Weitere internationale Beachtung erreichte Giger durch seine Arbeit in Filmprojekten wie Poltergeist II, Alien III und Species. 1998 erschien sein erster, mit Illustrationen ausgeschmückter Roman, nachdem er bereits einige Hörbücher und literarische Werke veröffentlicht hatte, die unter anderem seine persönliche Sicht des Vampirismus schildern. Der Titel von Gigers Bildroman lautet: “The Mystery of San Gottardo”.

Hansruedi Giger hat außerdem eine Reihe namhafter Bands in seiner Erfolgsstory zu verzeichnen, für deren viel verkaufte Platten er die Covers schuf, darunter so bekannte Namen wie Emerson, Lake und Palmer. Aber auch eine ganze Reihe anderer Gruppierungen sind in diesem Zusammenhang aufzuzählen, etwa Magma, Danzig, Pankow oder Debbie Harry, Dead Kennedys, Steve Stevens und viele andere. Gigers LP-Covers für “Koo Koo” und und “Brain Salad Surgery” schafften es unter die Top 100 der Musikgeschichte.

Von der angesprochenen Themenwahl her naheliegend, erreichten Hansruedi Gigers Werke alsbald die Tattoo-Szene, wobei die erreichte Popularität des Künstlers ihren Anteil daran hatte, dass in einer Vielzahl von Studios mehr und mehr im biomechanischen Stil tätowiert wurde. Tätowieren an sich ist für viele schon bizarr, und der erotisch angehauchte Einschlag von Gigers Motiven verstärkte diesen Eindruck nur. Die Biomechanik huldigt in surrealer Manier dem Körperkult. Auf der Haut des Menschen entfalten sie ihre eindrucksvollste Wirkung. Individueller, weil skurriler kann es gar nicht sein. Was die Fantasie beflügelt, schmückt und schmeichelt durch Plastizität und Kurvenreichtum. Der Betrachter wird rückhaltlos neugierig darauf, die Körpergemälde und ihren Hintergrund im Detail zu entdecken. Es gibt kaum einen intensiveren Weg, Aufmerksamkeit dafür zu erwecken.

Selbstverständlich darf dabei auch nicht vergessen werden, dass biomechanische Tattoos ebenso wie die bereits beinahe überlebten Tribals, einen Trend kennzeichnen, der die Phase des Aufschwungs hinter sich bringen muss, um einem neuen Trend Platz zu machen. Wer erinnert sich heutzutage noch an die berühmt-berüchtigten “Arschgeweihe”? Wohl jeder, doch kaum jemand würde sich heute noch eins stechen lassen. Jede Mode hat ihre Zeit und wohin die Biomechanik tendieren wird, ist heute noch nicht absehbar.

Die Chance, zur allumfassenden Stilrichtung in der Tattoo-Szene zu werden, hätte sie, doch ob es dazu kommt, das muss die Zukunft zeigen. Exklusivität und Massenwirkung schließen sich annähernd aus, wenn auch die Begeisterung für eine tolle Sache solcherlei Grenzen nicht unbedingt akzeptieren muss. Undefinierbar zwischen Traditionalismus und dem Zwang zur Individualität angesiedelt, ist die Biomechanik auf den ersten Blick schwer einzuordnen und sucht sich ihre Anhänger selbst.

Da gibt es Fabelwesen wie Drachen, Vampire und Werwölfe, aber auch Engel, Piraten und Teufel. Wer lieber auf den Boden bleibt, wählt Schmetterlinge, Skorpione oder Spinnen. Die Tierwelt ist reich vertreten, der Natur entlehnte Motive ebenso, Pentagramme rangieren neben der Mutter Jesu und der Sensenmann steht der Rose und der Sonne gegenüber. Nur jedem das Seine!

Schriftzugtattoos

Wer mit dem Gedanken spielt sich tätowieren zu lassen, sollte sich im Vorfeld darüber klar sein, dass sein gestochenes Tattoo nie mehr von der Haut gehen wird. Auch wenn es kostspielige Methoden gibt die Tattoos zu entfernen (via Laserbehandlung) so hat die Tätowierung nicht den Sinn wieder entfernt zu werden, wenn sie einem nicht mehr gefällt, sondern ewig auf der Haut zu verweilen. Zudem sind Tätowierungen als Kunst anzusehen und nicht als Modeerscheinung – man sollte sich somit durchwegs bewusst sein, dass das Tattoo für ewig auf seinem Körper bleiben wird.

Neben verschiedenen Motiven sind auch Schriftzugtattoos durchwegs beliebt. Wer überlegt einen Schriftzug tätowieren zu lassen, sollte sich im Vorfeld die Stelle aussuchen, an welcher der Schriftzug tätowiert werden soll. Denn nicht an jeder Körperstelle ist ein Schriftzug passend; oftmals muss der Schriftzug auch an die Körperstelle angepasst werden, um nicht nur lesbar zu sein sondern auch um attraktiv auszusehen. Ebenfalls sollte man eine Stelle aussuchen, welche im Normalfall gut verdeckt werden kann. Nicht jeder Arbeitgeber ist erfreut über sichtbare Tätowierungen. Auch wenn in der heutigen Zeit die Toleranz gegenüber tätowierten Menschen sehr hoch ist, so gibt es dennoch immer wieder Arbeitgeber, welche mit der bunten Kunst auf der Haut wenig anfangen können. Auch sollten (vor allem, wenn es das erste Tattoo ist) Körperstellen auserwählt werden, welche nicht nur passend für den Schriftzug sind, sondern durchwegs auch nicht als äußerst schmerzhaft gelten, da es beim Tätowieren sehr wohl Körperregionen gibt, welche das Tätowieren als Folterung darstellen.

Wer selbst einen Schriftzug erstellen wird, hat verschiedene Möglichkeiten. Entweder versucht man mittels dem Computer eine Schrift zu finden oder man versucht selbst in kreativer Art und Weise eine Schrift auf ein Blatt Papier zu bringen. Wenn man sich unsicher ist, so kann man durchwegs auch seinen Tätowierer fragen, ob dieser Ideen hat. Wenn der perfekte Schriftzug für das Tattoo gefunden wurde, handelt es sich nur mehr um die Größe an der beliebigen Körperregion. Auch hier wird der Tätowierer mit Rat und Tat zur Seite stehen und seinen Kunden beraten. Wichtig ist bei der Wahl des Tätowierers, dass die Hygiene stimmt. Schäbige Tätowierstudios sollten vermieden werden, auch wenn der Preis günstig ist. Vor allem sollte man bei einem Tattoo nicht sparen – Qualität hat eben seinen Preis. Wichtig ist auch, dass im Vorfeld eventuell bereits vorhandene Tätowierungen des Tätowierers besichtigt werden. Fast alle Tätowierer haben sogenannte “Tattoo Mappen”, in welchen sie die Tätowierungen sammeln, welche sie in den Jahren ihrer beruflichen Laufbahn gestochen haben.

Die Tätowierer sind damit betraut beinahe alle Motive oder auch Schriftzüge zu tätowieren. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, dass der Kunde auch darüber aufgeklärt wird und auch mit eventuellen Nebenwirkungen des Tätowierens vertraut gemacht wird. Viele Menschen sind dermaßen nervös, dass sie Kreislaufprobleme bekommen oder sie über Übelkeit klagen. Ebenfalls sollte der Tätowierer beim ersten Tattoo “antesten” und somit beweisen, dass Tätowierungen mitunter gar nicht schmerzt (je nach Körperregion).

Es wird in der Regel nie länger als drei bis vier Stunden tätowiert, da nach dieser Zeit die Haut dermaßen angeschwollen ist, dass keine Farbe mehr durchgeht. Zudem sollte man beim Tätowierungen auch nicht bluten, da man ansonsten “zu tief” tätowiert wird. Nach der Sitzung bzw. dem Tattoo sollte genügend Luft an das Tattoo rankommen und nach einer Stunde abgewaschen werden. Danach wird – je nach Größe des Schriftzugs – das Tattoo mit einer Heilsalbe drei- bis fünf Mal täglich eingecremt. Die ersten Wochen sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Gothic Tattoos

Düster, schwarz und unheimlich – drei Begriffe, welche man oftmals mit den Gothics in Verbindung bringt. Doch sind Gothic Tattoos ebenfalls düster, schwarz und unheimlich? In der Regel nicht ganz. Denn auch wenn die Gothic Szene durch ihre schwarze Kleidung, ihren mystischen Lebensstil und durchwegs auch durch ihre Musik immer wieder auffällt, so unterscheiden sich die Tattoos nur in seltener Weise gegenüber anderen Tattoos. Wobei es sehr wohl Tattoos gibt, welche durchwegs darauf schließen lassen, dass sich die Person in der Gothic Szene befand bzw. befunden hat.

Die Tätowierer haben mit Gothics in der Regel ihre helle Freude. Denn Gothics sind oftmals mehrfach tätowiert, sodass dem Tätowierer langwierige Erklärungen erspart bleiben. Oftmals sind auch Gothics von ihrem Tattoo überzeugt, benötigen keine Hilfe im Sinne der Körperregion und wissen auch, wie sie das Tattoo gestochen haben wollen. Doch nicht jeder wird zum Gothic geboren, sodass es hin und wieder auch “Neulinge” in der Szene gibt, welche das erste Mal auf den Tätowiererstuhl sitzen und – auch wenn sie es nicht zeigen – ein wenig Angst vor der Nadel haben, welche ihre Haut verändern wird.

Klassische bzw. traditionelle Gothic Tattoos sind schwarze Rosen, welche oftmals mit vielen Dornen verziert sind. Vor allem sind Gothic Tattoos eher in schwarz bzw. grau gehalten; bunte Tattoos sind eher selten. In der Regel beinhalten die Gothic Tattoos schwarze Rosen wie auch Verzierungen als auch Totenköpfe oder unter anderem auch Kreuze, welche ebenfalls mit verschiedenen Mustern verziert sind.

Auch beliebt sind Symbole, welche durch verschiedene Verzierungen zustande kommen und erst bei genauer Betrachtung des Tattoos erkennbar sind. So etwa Drachenköpfe oder auch Totenköpfe, welche mit verschiedenen Mustern zu dem Symbol werden. Auch Tribals sind beliebte Gothic Motive, wobei diese in der Regel eher “aus der Mode” geraten sind. Die heutigen Gothics bevorzugen schwarze Rosen und auch Kreuze, bzw. gibt es auch Tattoos, bei denen beides den Einklang findet und das Kreuz somit einem Grabstein ähnlich sieht. Auch Schriftzugtattoos werden gerne von Gothics getragen, welche oftmals in lateinischer Sprache tätowiert werden.

Gothic Tattoos sind unter anderem auch Fantasy Figuren wie etwa Gargoyles, monsterähnliche Wesen aus Filmen oder aus Büchern oder auch Tiere wie Ratten oder auch Fledermäuse.

Doch ganz egal ob man Gothic Tattoos mag, ob man selbst Gothic ist oder nicht – wer sich für ein Tattoo entscheidet sollte sich bewusst sein, dass diese “Bilder auf der Haut” nicht (bzw. nur kostspielig und schmerzhaft) entfernbar sind, sodass man sich gut überlegen sollte, “ewig” ein Gothic zu sein.

Temptattoos

Während Tätowieren auch noch heutzutage eine populäre Kunstform bleibt, ist es auch teuer, zeitaufwendig und kann etwas schmerzhaft sein. Aus diesen Gründen sind permanente Tätowierungen nicht unbedingt wünschenswert für jede Person, weshalb temporäre Tattoos oder Temptattoos als alternative Möglichkeit für diejenigen entwickelt wurden, die ihre Haut nur für eine kurze Dauer schmücken möchten.

Temporäre Tattoos oder Temptattoos sind abnehmbare Designs, die dazu bestimmt wurden, auf den Körper aufgetragen zu werden. Im Gegensatz zu echten Tätowierungen kann eine temporäre Tätowierung einfach abgewaschen werden, wenn der Träger diese nicht mehr auf seinem Körper tragen möchte, aber eine temporäre Tätowierung wird sich auch natürlich mit der Zeit abnutzen. Es gibt zudem eine große Anzahl von verschiedenen Typen und Arten von temporären Tätowierungen, so wie es der Fall mit echten ist.

Viele Menschen sind mit der Art der Tätowierung vertraut, die in Form einer Farbübertragung angeboten werden. Um die Tätowierung anzubringen, wird das Design gegen die Haut gehalten, während ein befeuchteter Schwamm auf die Ruckseite aufgetragen wird, um die Tinte zu lockern und das haften auf der Haut zu fördern. Oft wird die Tinte mit einem Kleber vermischt, damit das Tattoo bis zu einem Monat auf der Haut bleibt. Einige Unternehmen bieten zudem auch temporäre Tattoos, die wie Aufkleber und Abziehbilder auf einem ähnlichen Prinzip mit Kleber funktionieren, um auf der Haut zu haften.

Es gibt auch eine lange Tradition von temporären Tattoos in vielen Kulturen, vor allem im Nahen Osten und in Indien, wo viele Frauen Henna-Tattoos zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten erhalten. In anderen Teilen der Welt werden außerdem pflanzliche Farbstoffe verwendet, um die Haut temporär zu färben oder Tätowierungen zu erstellen. In der westlichen Kultur sind Gesichts- und Körper-Malereien auch bekannte Formen der temporären Tätowierung, welche entwickelt wurden, um den Körper für eine kurze Zeit zu schmücken.

Andere temporäre Tattoos werden mit einer Schablone und einem Airbrush erstellt, oder mit einem Pinsel und speziell entwickelten Tinten angebracht. Diese Tattoos können oft extrem realistisch aussehen, solange die Entwürfe einfach und blockartig sind. Abhängig von der Art des Farbstoffs, welcher verwendet wird, kann das Tattoo extrem langlebig sein. Diese temporären Tattoos werden oft in Filmen verwendet, um Tattoos für einen der Charaktere zu erstellen.

Andere Methoden, um temporare Tätowierungen auf dem Körper zu erstellen, gewinnen ebenfalls immer mehr an Popularität. Eine solche Technik ist Mehndi, die indische / pakistanische Praxis der Körperbemalung, welche kupferfarbige Tinte aus zerstoßenen Henna Blättern verwendet. Mehndi wird in vielen Lander immer mehr als eine Möglichkeit verwendet, um den Körper mit aufwendigen Dekorationen vorübergehenden zu schmücken. Ein weiterer Trend ist die Verwendung von schablonenartigen Aufklebern, um das Sonnelicht daran zu hindern, während der Bräunung Teile des Körpers zu erreichen. Wenn diese Aufkleber beim Sonnenbaden getragen werden, wird eine temporäre Tätowierung erstellt, weil der abgedeckte Bereich nicht wie die umgebende Haut gebräunt wird. Während diese Methode nur in der Lage ist monochrome Bilder zu schaffen, kann sie verwendet werden, um einfache Schriftzüge und Figuren zu erstellen.

Es gibt alle Arten von Gründen, um temporäre Tattoos zu tragen, aber üblicherweise verwenden viele Menschen diese Art von Tattoos zum Spaß oder für Feierlichkeiten. Menschen, die echte Tattoos erwägen, können sich zum Beispiel eine temporäre Tätowierung eines gewünschten Tattoos machen lassen, denn das tragen einer temporären Tätowierung erlaubt ihnen über das Tattoo nachzudenken, und ob sie das Design wirklich für den Rest ihres Lebens tragen möchten.

Ziernarben

Mit rund 1,6 Quadratmetern bildet unsere Haut das größte Sinnesorgan am gesamten menschlichen Körper. Kein Wunder, dass sie häufig für Verzierungen und Verschönerungen genutzt wird. Doch neben der kreativen Veränderung können mit Hilfe der Haut auch nonverbale Informationen sogar kurzzeitig bis über den Tod hinaus weitergegeben werden. Neben den bereits alltagsfähigen Piercings und Tätowierungen setzt sich seit geraumer Zeit ein weiterer Trend durch: das bewusste Einschneiden der Haut zur Bildung von Narben.

Bedeutung und verschiedene Arten der Anbringung von Ziernarben

Der Vorgang des Anbringens von Schmuck- oder Ziernarben wird auch als Scarification oder zu Deutsch Skarifizierung bezeichnet. Es ist eine Ableitung des lateinischen Wortes scarificatio, das soviel wie „ritzen“ bedeutet. Je nach Art und Weise des Anbringens wird im Fachjargon auch vom Cutting oder Branding gesprochen. In jedem Fall handelt es sich jedoch um eine dauerhafte und nicht ganz schmerzfreie Art der Körperkunst.

Das Cutting unterscheidet sich soweit, dass die gewünschten Muster gezielt in die oberen Hautschichten geschnitten werden. Als Messer dient in der Regel ein Skalpell, mit dem zu Beginn die äußeren Umrisse des Bildes gezogen und im Anschluss die oberste Hautschicht entfernt wird. Um möglichst gut sichtbare Narben zu erzielen, wird die Wunde häufig mit speziellen Lösungen behandelt oder aber der sich bildende Schorf wieder entfernt. Das Branding wiederum zeichnet sich dadurch aus, dass die Narben mit Hilfe von Verbrennungen auf die Haut gebracht werden. Genutzt wird entweder ein heißes Metall, ein Laser oder aber auch ein Kauter, der mit Hilfe von Strom die gewünschten Hautpartien verödet. Auch hier kann die Sichtbarkeit der Narben durch eine spezielle Nachbehandlung erhöht werden. Entfernen lassen sie sich anschließend jedoch nicht mehr. Besonders häufig zum Einsatz kommen Ziernarben bei Menschen dunkler Hautfarbe, da bei ihnen normale Tätowierung häufig aufgrund der schwarzen Haut nicht deutlich genug gesehen werden können.

Ziernarben mit ritueller Bedeutung

In afrikanischen Ländern wiederum hat das Skarifizieren jedoch nicht nur eine optische Funktion, sondern wird häufig auch in Verbindung mit wichtigen Riten vorgenommen. So besitzt jedes dort angebrachte Muster eine eigene Bezeichnung und auch eine ganz eigene Bedeutung. Afrikanische Stämme machen sich Ziernarben beispielsweise zu Nutze, um Auskünfte über Familienstand, Stammeszugehörigkeit, Funktion oder Status einer Person zu machen und sie auf diese Art und Weise auch zu markieren. Je größer und aufwendiger hierbei das Motiv ist, umso angesehener ist auch die Position des Trägers in seinen Reihen. Anderen Stämmen ist es möglich, direkt führende Personen oder wichtige Krieger zu erkennen.

Da Ziernarben nicht schmerzfrei in die Haut geritzt werden können, gilt es meist ein bestimmtes Alter zu beachten, in denen die Kinder ihre ersten Narben bekommen. So ist der Schritt zum Erwachsenenalter eines der größten Rituale, in dessen Verlauf vorwiegend die Jungen mit bedeutungsträchtigen Narben verziert und somit zu Kriegern gemacht werden. Doch auch bei Frauen ist das Skarifizieren ein fester Bestandteil ihrer Entwicklung.

Die im Südsudan lebenden Nuba-Frauen beispielsweise durchlaufen drei zuvor bestimmte Phasen. Die ersten Ziernarben werden bereits im Alter von 10 Jahren geritzt. Setzt die erste Menstruation ein, folgen weitere Narben, die sich unterhalb des Brustbereichs befinden. Ist das erste Kind geboren und abgestillt, wird das Skarifizieren schließlich durch Narben auf den Beinen, den Armen und auf dem Rücken vervollständigt. Erst nun gelten Frauen als vollständig und als ein wichtiger Bestandteil des Stammes.

Sexuelle Wirkung von Ziernarben

Doch nicht nur als Ausdrucksmittel werden Ziernarben eingesetzt. Häufig sollen sie lediglich den Körper verschönern und das Interesse des anderen Geschlechts wecken. So schmücken beispielsweise die Frauen der Baluba, einem im Kongo ansässigen Volksstamm, ihre Hüften und ihren Unterbauch mit rautenförmigen Narben. Diese sollen dazu dienen, die Blicke der Männer in Richtung ihrer Scham zu lenken und das Verlangen in ihnen zu wecken.

Cuttings

Was sind Cuttings?

Viele Menschen haben schon mal das Wort „Cuttings“ gehört? Aber was bedeutet es eigentlich? Unter dem Begriff „Cutting“ wird das Schneiden von Ziernarben in die eigene Haut verstanden. Bei einigen Stammeskulturen, beispielsweise in Asien, Afrika oder Nordamerika wird das Cutting auch in der heutigen Zeit noch vielfach praktiziert.

Diese sehr lange rituale Tradition bestimmt heute den Modetrend. Hierbei wird mithilfe eines Skalpells in die Haut Muster geschnitten. Nach dem entsprechenden Heilungsprozess entstehen dann die sogenannten Ziernarben. Die Ursprünge bei dieser Form von Body Modification finden sich in der rituellen afrikanischen Kultur.

Welche Formen gibt es beim Cutting?

Die Schnitte in die Haut werden beim einfachen Cutting mit einem Skalpell gebracht. Allerdings nur circa 3 Millimeter tief je nach Stelle. Bei dem sogenannten „Skin removal“ wird mit dem Skalpell eine Fläche umkreist und anschließend dann die Haut abgezogen.

Zur Prozedur des Cuttings kann erwähnt werden, dass meist zunächst das entsprechende Design auf die Haut aufgezeichnet oder auch gepaust wird. Der Cutter versucht anschließend mit einem Skalpell, den jeweiligen Linien möglichst gleich tief und gerade zu folgen. Hierbei kommen dann meist mehrere Klingen bei den Stücken zum Einsatz, da diese schnell stumpf werden. Um eine sehr gute freie Sicht für das Cutting zu haben, wird das heraustretende Blut immer wieder abgetupft. Wenn das Cutting fertiggestellt ist, dann erhält der Kunde je nach Stelle für die Nachpflege eine entsprechende Anleitung. Zum Teil hören sich solche Anleitungen recht abenteuerlich an, wie beispielsweise die Stelle 3-mal am Tag mit Essig einreiben.

Wie Sie sich sicherlich denken können, ist diese Prozedur mit großen Schmerzen verbunden. Allerdings geben die meisten Menschen mit einem Cutting an, dass man die Schmerzen, welche man bei einer Tätowierung hat, vergleichen kann. Natürlich gehen aber auch die Meinungen sowie die Empfindungen weit auseinander.

Beim Cutting handelt es sich um die technisch versierte Art gezielt Narben mit einem Skalpell zu setzen und ebenso um gleichmäßige Ergebnisse zu erhalten. Es lässt sich mit einem Skalpell ordentlich und auch sehr fein arbeiten. Allerdings sind die Ansprüche an den Piercer sehr hoch und ein gutes Fingerspitzengefühl sowie eine hervorragende Technik ist hier einfach ein Muss. Denn nur so kann man auch die gewünschten Narben erzielen. Es lassen sich mit den unterschiedlichen Cutting Techniken alle erdenklichen Motive erzielen. Beispielsweise durch das Skin-Removal können großflächige Narben realisiert werden. Das normale Cutting beschränkt sich auf das Entfernen und Schneiden der Haut. Zudem gibt es noch weitere Varianten, wie zum Beispiel das „Packing“, welches in den ursprünglichen Kulturen in Afrika praktiziert wurde. Bei diesem sogenannten Packing wird ein schräger tiefer Schnitt gesetzt, um somit eine Hauttasche bilden zu können. Meist wird in diese Hauttasche dann ein jeweiliges Objekt, welches meist aus Ton besteht, eingesetzt. Anschließend wird die Wunde verschlossen, was zu einer massiven Narbenbildung führt. Die Folge ist das Ausstoßen oder Umschließen des Fremdkörpers.

Das Erzeugen von Narben mit einer entsprechenden Tattoo-Maschine ist ebenfalls eine weitere Technik des Cuttings. Sicherlich haben Sie auch schon einmal vernarbte Tattoos gesehen, worüber sich derjenige dann sehr geärgert hat. Doch genau dieses kann wunderbar dazu genutzt werden, um die Tattoo-Maschine ohne eine Farbe laufen zu lassen. Mit einer Tattoo-Maschine ist aber die Narbenbildung anschließend meist leider nur sehr schwach und daher auch nur an einer gemäßigten Haut-Tönung zu erkennen.

Da das Cutting derzeit sehr stark den Modetrend beeinflusst, so ist es nicht wunderlich, dass es in letzter Zeit viele Piercer gibt, welche sich an den Cuttings ohne einen Lehrmeister wagen. Leider sehen dann aber auch die entsprechenden Resultate nicht sehr schön aus. Daher ist es sehr empfehlenswert, wenn man sich an einen Piercer wendet, der mit dem Cutting Erfahrung hat und dieses nicht nur einmal im Monat praktiziert. Eine jahrelange Erfahrung im Cutting wäre somit unabdingbar. Es gibt einige tolle namenhafte Künstler, die sehr schöne Cuttings abliefern. Wenn man sich für das Cutting interessiert, wäre es sinnvoll, wenn man sich vorher genau darüber informiert und die Durchführung einem erfahrenen Piercer überlässt.

Individuell angepasste Vampirzähne, so wird der Traum von Dracula wahr

Bram Stokers Dracula gilt als Urvater aller Vampire. Im Laufe der Jahrzehnte erfreute sich der mysteriöse Blutsauger aus Transsylvanien einer solchen Beliebtheit in Literatur und Fernsehen, dass die Familie der Vampire stetig wuchs. Anfangs eher im neblig düsteren Gruselgenre angesiedelt hat sich das Vampirvolk seit „Interview mit einem Vampir“ und jetzt der erfolgreichen „Twilight-Saga“ eine Spitzenposition besonders beim jungen weiblichen Publikum erobert. Mehr denn je wächst der Wunsch so zu werden wie die umschwärmten Idolen. Speziell in Sachen Vampirzähne ist mit dentaler Unterstützung einiges möglich.

Liebe auf den ersten Biss

Da es eher lächerlich wirken könnte, mit Plastikzähnen aus der Faschingsabteilung den Vampiridolen nachzueifern, wünschen sich immer mehr Fans der kultigen Vampirfilme echte Beißerchen der besondern Art. Ein Wunsch, der rein theoretisch ohne Weiteres machbar ist. Schließlich sind Dental-Labore ohne Weiteres in der Lage jegliche Art von Zähnen anzufertigen. Das Einsetzen geht allerdings nur mithilfe eines Zahnarztes. Auch sollten sich Vampirfans bei aller Leidenschaft fragen ob sie ein Leben lang ein Lächeln mit diesen Zähnen riskieren möchten oder ob das neue Dentaldekor doch eher nur eine kurzfristige Attraktion werden soll. Ob und wie egal, der Weg zu den neuen Traumzähnen führt auf jeden Fall erstmal zu einem Spezialisten, dem Zahnarzt.

Zahn für Zahn zum Vampir mutieren, machbar mit speziellen Non Prep Veneers

In der Zahnmedizin nennen sich die Vampirzähne, akzentuierte Eckzähne. Wenn sie von einem Zahnarzt genau nach Form und Beschaffenheit des Kiefers und der anderen Zähne angepasst werden, also nicht zu groß oder lang gestaltet werden verursachen sie keinerlei Beschwerden. Ähnlich wie bei einer Zahnversorgung mit Kronen wird beim Zahnarzt mithilfe eines computergestützten Programmes das hauchdünne Veneerblättchen aus Keramik angepasst und dann auf die Oberfläche des echten Zahnes aufgeklebt. Das hat sogar noch den folgenden Vorteil, dass der richtige Zahn nicht geschliffen werden muss, sondern vollkommen erhalten bleibt und durch diese Maßnahme sogar noch eine Schutzummantelung erhält. Der Zahn wird also in keiner Weise beschädigt, sonder geschont. Allerdings sorgt die plötzliche Verlängerung der Eckzähne auch für eine Umstellung eventuell eine Beeinträchtigung. Da sich der Träger der neuen Zähne erstmal an die Veränderung gewöhnen muss und vielleicht am Anfang mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat – etwa beim Sprechen oder dem Essen und Trinken.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Bei sogenannten akzentuierten Eckzähnen handelt es sich nicht um eine Leistung, die von der Krankenkasse erstattet wird. Da gerade im Dentalbereich der Patient meist selber zahlen muss, gerade wenn es sich um kosmetische Sonderwünsche handelt, zu denen auch die Vampirzähne zählen. Was die Non Prep Veneers kosten, hängt zu einen davon ab, aus welchem Land der Zahnarzt sie bezieht. Hier gibt es landesweite Unterschiede beispielsweise sind Veneers aus China günstiger, als Modelle aus den USA. Auch die verschiedenen Materialbeschichtungen und Dichten müssen in den Kosten mit einkalkuliert werden. Anhand von drei Beispielen lässt sich ein ungefährer Preis ermitteln. Zwei Non Prep Veneers mit Beschichtung aus einer speziellen Keramik liegt beispielsweise bei 600 bis 900 Euro. Die Non Prep Veneers aus den USA liegen bei 1.300 bis 2.000 Euro. Sparen lässt sich bei zwei Non Prep Veneers aus dem Ausland (China), hier liegen die Kosten bei 650 bis 800 Euro. Bei diesen Preisen handelt es sich um den Materialwert, die Kosten für die Arbeit des Zahnarztes von Beratung, Anpassung bis nachträgliche Korrekturen sind noch nicht mitgerechnet. Sie können sich auf durchaus nochmal 1.000 Euro belaufen.

Fazit: Aus gesundheitlicher Sicht gibt es keine Einwände gegen die Vampirzähne, allein ästhetisch und preislich, sollte dieses Vorhaben doch genau überlegt werden.

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