Wertung: 5 von 10

Man nehme das alte Nightwish-Konzept, sprich eine gelernte Opernsängerin, ein gehörige Prise Arcturus, einen mittelmäßigen Growler und über all dem einen kleinen Musical-Touch. Herauskommt das Debütalbum „Entrance“ der Gran Canarier von Tears Of Martyr.


Damit wäre der klischeebehaftete Anteil mit dem Bandnamen schon mal gedeckt, aber das sollte ja nicht genügen… Dabei beginnt das Album mit einem Intro, dass so gar nicht zum Rest passen will und viel zu heiter, fast schon wie eine Kaffeewerbung im TV rüberkommt oder als Trickfilmsoundtrack hätte durchgehen können.

Technisch gesehen machen Tears Of Martyr dabei alles, (fast) alles richtig bis akzeptabel. Dass Sopranistin Berenice gelernte Trällerin ist, wird keiner bezweifeln, und dass sie dabei noch mehr auf die Tube drückt als damals Tarja Turunen (Nightwish) oder Floor Jansen (After Forever) hört man nach Sekunden raus.

Der Gegenpart der Die Schöne und das Biest-Tears Of Martyr-Lovestory in persona Miguel Angel Marques, geht dann aber gehörig baden. Das Growling, Gekeife oder auf welche Weise er es auch versucht, ist kaum der Rede wert.

Ansonsten bietet das Album das Standard-Programm der Gothic/Symphonic Untersparte mit vielen Keyboardklängen, dramatisch majestätischen Chorälen, Balladen usw. Ab und an nimmt das Spiel einen Musical-artigen Charakter an, wie beispielsweise in „Violence in Red (A Violin’s Story)“, wozu auch der Hörspiel-Track „Prelude To Violence“ beiträgt.

Alles in allem fehlt in jedem Song der Funke, der nie rüberspringen will. So oft das Album auch gespielt wurde, hängen bleibt wenig. Für ein Debüt ist die Sache zwar nicht schlecht geworden, aber es bleibt doch immer der Schatten der großen Vorgänger und gerade bei so einem speziellen Thema fehlt es zu oft an Individualität und einfach an der Genialität, um zu überzeugen. Tears Of Martyr haben das noch nicht geschafft.

Trackliste:

  • 01. Entrance
  • 02. Realm Of Pain
  • 03. The Book Of Blood
  • 04. Evil Domini
  • 05. Dark Tears (Don´t You Shed Those)
  • 06. A Shadow Blurs The Path
  • 07. Prelude To Violence
  • 08. Violence In Red (A Violin’s Story)
  • 09. A New Design
  • 10. The Renascence (I)
  • 11. Chasing The Sun (II)
  • 12. Ballad For A Tortured Soul

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