Temple Of Baal - MysteriumEs gibt in der Black Metal Welt kaum noch Bands, bei deren Rezension man juchzend vor der Anlage sitzt und sich über ein bisschen Facettenreichtum freut. TEMPLE OF BAAL schaffen das ohne viel Mühe aufzuwenden. Die französischen Recken verstehen ihr Handwerk seit mehr als 15 Jahren und begeistern mit ihrem nunmehr fünften Album die schwarzmetallische Gemeinde. Doch was ist so besonders an ihnen? Neun Songs voller Wendungen, Ideenreichtum und Originalität mit einer Portion schreddernder Deathmetal-Riffs und einem Hauch Thrash. Die perfekte Mischung, um neuen Schwung in den Black Metal Einheitsbrei-Sumpf zu bringen. Mein persönlicher Anspieltipp ist ‚Divine Scythe’. Mehr Geballer, Vielfalt und Erhabenheit in einem Lied geht kaum. TEMPLE OF BAAL geben ihren Songs via Todesstahl-Einflüssen die gewisse Würze und runden mit doomig anmutenden Riffs das aktuelle Album perfekt ab. Auch wenn Skeptiker von Misch-Genres in diesem Augenblick in ihren vier schwarzen Wänden sitzen, dem altgedienten old school Black Metal huldigen und wissend eine Augenbraue hochziehen (ggf. die Nase rümpfen, stöhnen, abfällig schauen) – Leute, es schadet nicht, mal über den Tellerrand zu schauen. Genießt den Ausblick!

 

Tracklist:
1. Lord Of Knowledge And Death
2. Magna Gloria Tua
3. Divine Scythe
4. Hosanna
5. Dictum Ignis
6. Black Redeeming Flame
7. Holy Art Thou
8. All In Your Name
9. The Golden Walls Of Heaven (Bathory Cover, Vinyl Bonus Track)