Wertung: 7 von 10

Das Splitalbum von Tenebrae In Perpetuum und Krohm erscheint im Stil des Depressiv Black Metal: Düster, melancholisch – vernichtend.


Tenebrae In Perpetuum hat den ersten Teil des Split-Albums gestaltet. Die drei-Mann Band aus Italien besteht schon seit 2001. Ihr Musikstil ist Black Metal, der auch Ambienteinlagen enthält, trotzdem aber wütend und schnell auf den Hörer eindrischt. Auf dem Spiltalbum geht die Band jedoch einen, für ein Splitalbum passenden, Kompromiss hin zu Krohm ein, d.h. dass ihr Stil hier eher als Depressive Black Metal bezeichnet werden kann. Außerdem sind auch schleppende Passagen zu hören, die in Richtung Doom gehen und daher sehr gut zum Stil von Krohm passen. In ihren Stücken spielt die Band mit verschiedenen Samples – dazu sind Vocals in Black Metal-Manier zu hören – rau, verzerrt, unverständlich und extrem verhallt, sodass die Schreie irgendwo aus der Tiefe zu kommen scheinen.

Die Hälfte von Tenebrae In Perpetuum ist gut gelungen, stimmungsvoll und musikalisch – so wie man es von erfahrenen Musikern erwartet – gekonnt umgesetzt. Mein Hauptkritikpunkt ist die doch sehr ähnliche Bauart aller drei Stücke – hier vermisse ich neben neuen Ideen, eindeutig die kompositorische Vielfalt.

Krohm ist das Solo-Projekt des Evoken Gründungsmitglieds Dario Derna, der noch in zahlreichen anderen Bands und Projekten zwischen Black Metal, Death Metal und Doom mitmischt. Das Soloprojekt Krohm hält sich zwischen Depressive Black Metal und Doom auf, so ist auch die Musik des Split-Albums eine Stilmischung. Hier finden sich ruhige, melodische und schleppende Passagen genauso wie schnellere Black Metal-Riffs.

Die Musik ist zwar gekonnt arrangiert, nur einige Sounds u.a. die Percussion klingen manchmal allzu sehr aus der Konserve und an einigen Stellen beginnen die im Kreis-laufenden Loops der Samples, ein wenig zu nerven. Trotzdem kann man sich auch bei Krohms Part der CD zurücklehnen und die düstere Musik, die durch Dunkelheit und Abgründe führt, mitreißen lassen.

Insgesamt ist den Bands ein gutes Album gelungen, in dem sie mit einem gemeinsamen Stil aufwarten, der das Album durchgehend düster, melancholisch und immer am Abgrund hält. Die CD wird sicherlich besonders bei Fans des (Depressiv) Black Metal Anklang finden aber auch Fans des Funeral Dooms sollten durchaus in das Album hineinhören.

Tracklist

Tenebrae In Perpetuum

  • 01. I
  • 02. II
  • 03. II

Krohm

  • 04. The Black Bridge
  • 05. Toccato Dalla Desecrazione
  • 06. Sentinel Monolith
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