Im selben Jahr veröffentlichen vier verwegene Musiker ein Album, welches die Brutalität des Death Metals und die Schnelligkeit des Grindcores wohl kaum perfekter kombiniert. Die Rede ist von Terrorizer aus Los Angeles und ihrem Hammeralbum ’World Downfall’, welches das Grindcore-Genre maßgeblich beeinflusste (und wahrscheinlich auch heute noch tut). 17 (!) Jahre später erscheint der Nachfolger, und die (Metal-)Welt fragt sich berechtigterweise, ob dieses in den DOW Studios aufgenommene Album tatsächlich Not tut.NEIN, dies ist ganz gewiss kein zweites ’World Downfall’. Und nicht unbedingt deshalb, weil das Songwriting oder gar die Ausführung dies nicht zulassen. Man merkt einfach, dass die Vorgängerscheibe vor beinahe 20 Jahren eingespielt wurde und die Musiker seitdem anderweitig musikalisch beschäftigt waren (Morbid Angel beziehungsweise Napalm Death). Es fehlt da so ein bisschen die Authentizität, und mancher mag der Combo unterstellen, ’mal eben ’nen schnellen Dollar machen zu wollen.Terrorizer 2006 klingen moderner und wütender und haben den Death Metal-Anteil noch ein wenig mehr verstärkt. Pete Sandoval ist damals wie heute ganz einfach ein Hammer-Drummer (yeah, das reimt sich!). Anthony Rezhawks Gesang ist brutal, aber nicht unverständlich und gefällt mir sogar um einiges besser als der des Urshouters Oscar Garcia. Das Gitarrenspiel von Jesse Pintado und Neuzugang Tony Norman harmoniert absolut. Und vor allem die Songs von „Darker Days Ahead” sind stimmig, hauen dem Zuhörer gewaltig in die Fresse und machen ob ihrer Einfachheit, aber auch Eingängigkeit gehörig Spaß. Diese Scheibe ist nicht der von vielen erhoffte Überhammer, doch im Grindcore-Sektor auf alle Fälle immer noch weit über dem Durchschnitt.Ich frage mich allerdings, was der letzte Track soll. Den frech als Outro bezeichneten obskuren Soundcollage-Müll braucht doch nun wirklich keine Sau!Leider ist Jesse Pintado mittlerweile leider verstorben – ein erneutes Aus für Terrorizer? Wie auch immer… Rest In Peace, Jesse!Fazit: Für Oldschool-Death Metaller und Grindcore-Kids sicherlich eine Investition wert.

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