Man läd ein zu einer Reise durch den Wahnsinn von “Nocturnal”. Grillen zirpen und ein Uhu schreit. Im Kopf des Zuhörers bildet sich eine idyllische Nachtszene, welche jedoch jäh von den ersten Akkorden von „Everything Went Black“ in Stücke gerissen wird. Die technisch anspruchsvollen Songstrukturen dieses Stückes lassen einem die Kinnlade runter klappen. Das ist das neue The Black Dahlia Murder-Album? Geil! Denn das Tempo und die Aggressivität, die die Amerikaner im ersten Song kreieren, zieht sich durch das gesamte Album.Höhepunkte von “Nocturnal” sind das kurze aber extreme „I Worship Only What You Bleed“ und das Titelstück. Dass die Musiker technisch ordentlich was auf dem Kasten haben weiß man spätestens seit dem zweiten Longplayer der Band „Miasma“. Doch beide Songs zeigen, wo die Band ihre Wurzeln sieht. Im Death Metal, und das kommt eindeutig herüber. Das ist, was man hören möchte, wenn man Todestahl will. Textlich bleibt Sänger Trevor Strnad dem Horror treu. Wie ein Tier growlt und schreit er sich durch das Material. Dass das Cover nun endlich auch zum Thema der Musik passt ist sehr erfreulich.Auch die Produktion ist gelungen. Endlich, denn klangen doch Gitarrenspuren und Schlagzeug auf den ersten beiden Alben viel zu matt. Jeder Ton ist nun rauszuhören und die Double-Bass- und Blast-Beat-Attacken pfeifen einem klar durch die Gehörgänge.Das einzige Manko von “Nocturnal” ist der relativ schwache Song „Deathmask Divine“, der klingt wie Metalcore-Einheitsbrei. Ansonsten vergebe ich für dieses fast perfekte Produkt der Dunkelheit 4.5 Gitarren. Freudig kann ich nun der kommenden Europa Tour entgegen harren.

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