Ladies and Gentlemen: Back from Mississippi on stage: The BossHoss. So hieß es am vergangenen Freitag in Oberhausen, wo The BossHoss ihre bisher größte Arena- und Hallentour eröffneten.


Den Support übernahmen Triggerfinger, eine dreiköpfige Rockband aus Beligien, die sich, ähnlich wie The BossHoss durch ihre Coverversionen einen Namen machte. Triggerfinger beginnen bereits vor der angekündigten Zeit, nämlich bereits um kurz nach 20 Uhr, mit ihrem Auftritt. Dieser geht dann etwas in allgemein herrschender Unruhe unter, da die meisten Konzertbesucher noch mit Platzfindung und der Sorge für das leibliche Wohl beschäftigt sind.

Dennoch gibt es für die energetischen Gitarrenriffs einige anerkennde Pfiffe sowie Beifall aus dem Innenraum.

Um 21 Uhr 15 ist es dann soweit: Licht aus, The BossHoss versammeln sich zum Intro auf der Bühne. Los geht es mit mexikanisch anmutenden Trompetenklängen, die Trompeter dazu in stilgerechte Sombreros gekleidet. Die Band hat die prallgefüllte Arena sofort in ihren Bann gezogen. Jeder Aufforderung der beiden Frontmänner (“clap your hands”) wird Folge geleistet. Getreu ihrem Image wird ausschließlich Englisch gesprochen oder hat schon mal jemand einen echten deutschen Cowboy gesehen? Spätestens ab dem vierten Song ist klar, es darf, nein, es MUSS getanzt werden. Alec zeigt, dass dies auch auf einem Stuhl sitzend funktioniert. Doch auch ihn hält es da nicht lange. Wenn frau ihm so zusieht, kann frau schon mal mit ihren Gedanken abschweifen…

The BossHoss beeindrucken mit ihren unverwechselbaren wie vielfältigen Instrumentalisierungen. Dazu Strobogewitter.

Natürlich lassen sie es sich auch nicht nehmen Triggerfinger ihren Tribut zu zollen.

In die Songs eingebaute breaks sorgen dafür, dass die Fans noch lauter feiern wenn es mit dem Gesang weitergeht. Als achten Song des Abends kündigt Sascha einen Lovesong an. Dazu wird aus dem Publikum ein Paar auf die Bühne geholt, das sich während des Songs küssen soll. Die Szenerie sorgt dann auch für den komödiantischen Teil des Abends obwohl die Zuhilfenahme einer Handtrommel durchaus auch romantisch anmuten mag. Dies hält allerdings nicht so lange vor. Wie Alec in einem Interview selbst sagte, geht es auf der Tour wie auf einer Klassenfahrt zu. Immer Halligalli. Das wird auch auf der Bühne deutlich. Da wird schon mal das Stylophone schier endlos zum kreischen gebracht oder Alec rast über die Bühne als bekäme er Kilometergeld dafür.

Es ist klar, die Jungs leben ihre Musik, haben Spaß an dem was sie tun, sie nehmen sich nicht zu ernst sondern sind absolut authentisch in dem was sie tun. Und das alles springt über auf die Fans. Auch oder vorallem wenn dann auch noch ein R`n`B angehauchtes Medley ausgepackt wird. Und weil das so ist, wird gejumpt, La Ola Wellen gemacht und mitgesungen was das Zeug hält.

Mit Liberty Of Action endet der offizielle Teil des Abends nach einer gut zweistündigen Show. Doch sowohl Band als auch Publikum haben eine Zugabe verdient. Aus einer Zugabe werden Zwei und den Fans werden weitere 45 min. mit ihrer Band gegönnt. Dies zahlt sich vorallem für eine Gruppe weiblicher Fans aus, die zum Ausklang des Abends zum Feiern mit den Jungs auf die Bühne dürfen. Zwei von Ihnen werden zu den “YeeHaw”-Girls erkoren, die mit entsprechenden Schildern, das Publikum zu den nicht wegzudenkenden “Yeehaw-Rufen” auffordern. The BossHoss ohne Yeehaw sind nicht The BossHoss.

Zum Schluß wird das Klassenfahrtfeeling nochmal deutlich: da wird Bier auf die Trommel gekippt, dass es beim Daraufschlagen nur so spritzt, da wird gemoscht und Intrumentenspielenderweise werfen sich die Bandmitglieder als einen Haufen auf die Bühne. The BossHoss bedanken sich bei ihrem Publikum. Doch es ist an uns Fans, den Stetson zu ziehen und uns zu bedanken für diesen großartigen Auftritt. Das nächste Mal bin ich wieder dabei-in der ersten Reihe!

Setlist:

  • Last Day
  • Stallion Batallion
  • Don`t Gimme That
  • I Keep On Dancing
  • My Country
  • Rodeo Radio
  • My Way
  • I Say A Little Prayer
  • The Answer
  • Riding High Singing Low
  • Money

Medley:

  • Without Me
  • 7 Nation
  • Toxic
  • Sabotage
  • Hot in Herre

Setlist-Fortsetzung:

  • Live it Up
  • Break Free
  • Liberty Of Action
  • Shake And Shout
  • Run Run Devil
  • Mary
  • Hey Haw
  • Yee Ya
  • Still crazy `bout Elvis
  • Word Up

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