Man sieht förmlich die Musiker auf der Bühne herumspringen und die wogenden Massen vor der Bühne mächtig abfeiern. Ab Track drei „Drowned“ gesellt sich dann noch eine fette Orgel in das musikalische Gesamtbild, was mich stellenweise an den Soundtrack zu den Austin Powers-Filmen denken lässt.

Generell ist die Musik ganz schön eingängig, wenn nicht massen-, dann zumindest allemal radiotauglich. Beim vierten Track wird das Tempo ein wenig herausgenommen. Man könnte diesen Track auch als moderne „The Doors“ betrachten, wenn auch vielleicht nicht so tiefgründig. Dafür mit mehr Power.

Richtigen US Rock bekommt man ab dem fünften Track geboten. Hier kommen sogar angedeutete Gang-Shouts zum Vorschein. Als Gegenstück dient dann zum Beispiel wieder „Little misfit“, wo die Punk-Rock-Keule á la Bad Religion geschwungen wird. Man sieht also, dass sich „The Chelsea Smiles“ auf ihrem selbst betitelten zweiten Album (wenn mich meine Recherche nicht anlügt) durchaus was haben einfallen lassen. Sehr unterhaltsame Rock-Platte mit Ausflügen in angrenzende Musikrichtungen. 3,5 Gitarren.