Ist es gerade die Produktion, die im Infoschreiben so hoch gelobt wird, kommt mir persönlich die Musik ein wenig zu steril vor. Vor allem diese künstlich!! nachgetriggerte Doublebase erinnert mit ihrem Klang für meinen Geschmack ein wenig zuviel an den, doch so verhassten, Metalcore, auch wenn die Jungs aus Castrop-Rauxel natürlich musikalisch dankenswerterweise eine ganz andere Richtung einschlagen.

Herausragendstes Merkmal dieser Truppe ist – auch wenn schon in etlichen anderen Reviews erwähnt – der Gesang von Fronter Andreas Grundmann. Man kommt einfach nicht drumherum, diese fast schon unheimliche Ähnlichkeit zu Bruce Dickinson zu erwähnen. Unterstützt wird er von seinen beiden Gitarrenkollegen Kai Schwittek und Sebastian Busacker, sowie der Rhythmussektion Christian Köhle (Bass) und Hardy Kölzer (Drums). Zusammen fabrizieren die Jungs eine recht angenehme Mischung aus Power Metal und Speed Metal mit einer gehörigen Portion Melodie. Beispielhaft sollen hier „Slaine The Almighty“ und der Titeltrack „Sygn“ genannt werden.

Aber auch rockig kann The Claymore spielen, so zum Beispiel in „Guardian Of Time“ – eines meiner Lieblingsstücke und dem Rausschmeisser „Dawn On The Road“. Nur richtig balladesk wird man auf „Sygn“ nie. Eigentlich ungewöhnlich für eine Power Metal Band.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass das Frontcover von Noki Mediadisgn entworfen wurde, jener Person, die auch schon für Bruce Dickinson tätig war. Was für ein Zufall. Nichtsdestotrotz liefern The Claymore mit „Sygn“ ein solides Power Metal Album ab, auch wenn nicht jeder Song ein Hit ist.