Eigentlich würde ich sagen, das ist mehr eine Reportage. Na ja, man will ja eigentlich nicht immer um den heißen Brei reden, deswegen. Das Label Roadrunner Records hat uns eingeladen, Days in Grief in Köln sehen und ganz nebenbei auch ein Interview mit den 5 Aufsteigern zu machen..

Days in Grief und Konsorten spielten im Kölner Prime Club, ein doch

recht kleiner Club in der Nähe der Altstadt bzw. des Doms. Roadrunner

Records und Eat the Beat, einem Sublabel von RRR haben zu einem kleinen

Festival im Rahmen der c/o Pop eingeladen. Gespielt haben am Abend „The

Coalfield“, „NME.MINE“, „Union Youth“ und „Days In Grief“, wobei diese

defenetiv als Headliner des Abends galten.

Einlass war um 20:00, aber da hielt sich die Stimmung bzw. die Menge

eher in Grenzen, mehr oder weniger Tröpfchenweise kamen immer mehr Fans

zum kleinen Club. The Coalfield, die einen Mischung aus „Donots Rotz

Schrei Rock“ und „Emil-Bulls Gitarren zerrenden Riffs „ spielten,

machten den Anfang und rockten von Start an die Bühne. Super Show und

guter Sound, leider vor einem kleinen Häufchen von Fans. Diese aber verstanden es, den Auftritt zu würdigen. Ganz Nebenbei: Auffallend war

die Band-Bekleidung: Schwarze Shirts mit Blitz, der Sänger

rotes Shirt mit Blitz. Können sich sehen lassen die Jungs, doch!

Nach doch recht kurzer Umbauphase, ging es dann auch direkt weiter, die

Schreihälse von NME.MINE stellten sich vor. Die Jungs gingen richtig in

die Vollen, mit den Songs Out of Enemy und Unlove heizten sie die Meute des doch schon langsam voller werdenden Clubs ziemlich ein. Die harten

Riffs und die genialen Vocals von Frontman Smighty brachten nicht nur

mich kurz zum Abgehen, sie führten auch dazu, das der erste Circle Pit des

Abends entstand. Nicht schlecht!

NME.MINE verkündete außerdem an dem

Abend, dass ihre neue Platte im Laden zu kaufen ist; sie heißt: „Life

without Water“, und was ich an diesem Abend gehört habe: Es lohnt sich!

Ja, die Umbauphasen waren kurz, auf die leider ohne Zugabe beendete Show

von NME.MINE folgte Union Youth.

Die 5, die mit dem „Sweet Song“

doch recht bekannt geworden sind, hatten leider Startschwierigkeiten mit

der Technik. Leider konnte sie aber auch dann nicht richtig trumpfen.

Die doch etwas lahme Bühnenshow wurde von den anderen Bands deutlich

übertroffen. Aber vielleicht waren die Jungs einfach etwas müde vom

Tourstress. Aber guten Musik, das muss man ihnen lassen, die machen sie. Nichts desto trotz, die

Fans von Union Youth waren trotzdem guter Dinge und haben selber eine

gute Show geliefert. Blaue Flecke nicht ausgeschlossen.

Die nach zwei Zugaben beendete Show war anscheinend schnell vergessen,

die Union Youth Fans verließen, so schien es mir jedenfalls, teilweise

fluchtartig den Club. Was die Days in Grief-Fans aber nicht davon

abhielt, nach vorne zu strömen. Aber der Club blieb trotzdem immer noch

gut befüllt. Bei dem ganzen Trubel mit dem raus und rein ist unsere

Fotografin dann auf einen, sagen wir mal, ganz besonderen Leckerbissen

gestoßen. Da die Show im Rahmen der c/o Pop stattfand, war nach den Gigs noch so eine Art Aftershowparty geplant, und diese Party sollte

vom legendären DJ Team T'N'T gehalten werden – plus Speciel Guest! Und

das war kein Geringerer als der Basser von den „Beatsteaks“!

In der Zwischenzeit hatten sich Days in Grief schon ein wenig in

Stellung gebracht und ihr Equipment bereitgestellt. Noch eine Zigarette,

nett in die Kamera schauen und ein Schluck vom Bier. Dann fing das Intro

der Band an. Die ersten 30 Sekunden vom Song „Jihad“ und dann platzen die

Jungs los!

Ohne wenn und aber knallten sie auf ihre Instrumente ein.

Und das Publikum, ja, das konnte und wollte sich nicht halten. Die

Tanzfläche war voll. Die politisch angehauchten Songs von Sänger

Jörg gefielen dem Kölner Publikum. Vor allem auch, weil die Jungs ja aus

Köln kommen. Oft konnte man ein nettes Hallo und Umarmung von der Bühne

sehen, da doch wohl viele Fans der ersten Stunde dabei waren.

Nach zwei

Zugaben war die Show vorbei, nicht zu kurz und auch nicht zu lang.

Klasse Sache, die Jungs schaffen es immer gute Stimmung zu verbreiten,

vielleicht auch deswegen, weil es bodenständige Leute geblieben sind.

Ohne große Starallüren oder sonst was.

Fazit: Gelungene Show, top organisiert! Viele Leute, gute Stimmung und toller Sound, obwohl der „Prime Club“ recht klein ist. Vielleicht etwas heiß, aber hey, warum wohl, wegen dem kleinen Club, das vielleicht auch, aber noch mehr wegen der Show!

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Location: Prime Club Köln
Datum: 2005-08-26
Autor: Sven


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