Wertung: 8 von 10

Es ist nicht immer ein Pluspunkt wenn man sich nicht an traditionelle Songstrukturen hält, aber The Devil Wears Prada haben es mit ihrem neuesten Silberling erneut geschafft, diese Hürde mit Bravour zu meistern.


Bereits mit dem Opener „Dead Throne“ bügeln die Amerikaner mit brettharten, breaklastigen Riffs alles nieder. Hier und da dezent melödiöse Gitarrenläufe, und das zum Großteil atmosphärisch im Hintergrund arbeitende Keybaord und der sehr abwechslungsreiche Gesang tun ihr übriges zu einem guten Anfang. Das volle Potential wird aber erst mit den folgenden Songs entfaltet.

„Untidaled“ und „Mammoth“ beispielsweise warten mit ihren starken Breakdowns, wunderschönen Lead-Melodien und glasklarem clean-Gesang darauf, den Gehörgang mal so richtig gut durchzupusten. Diese Stücke erinnern etwas an das Release von 2009, welches auf den Namen „With Roots Above And Branches Below hörte“, allerdings heutzutage mit dem Unterschied eines wesentlich vertrackteren Songwritings.

The Devil Wears Prada bewegen sich mit ihren komplexen Songstrukturen, die durchweg sehr unvorhersehbare Wendungen nehmen, in einem kritischen Bereich, der nicht jeden Hörer beim ersten Reinlauschen zusagen mag. Doch die Amis lassen sich nicht beirren und ziehen weiter ihr Ding durch – mit Können und jeder Menge Kreativität.

Zwar ist nicht jeder Song auf der Scheibe so stark wie die oben genannten, und der Schreigesang von Sänger Mike, welcher in einigen Songs nun vermehrt zum Einsatz kommt, wertet z.B. den Opener stark ab – aber alles in allem verstecken sich auf „Dead Throne“ einige Schätze, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte.

Anspieltips:

  • Mammoth
  • Untidaled
  • R.I.T:
  • Born To Lose

Zum Abschluss bleibt nur zu sagen: The Devil Wears Prada bleiben ihrem Stil treu, feilen hier und da etwas herum, wirken hinsichtlicher der Songstrukturen geradezu verspielt, und haben mit „Dead Throne“ ein äußerst starkes Stück rausgehauen, welches sich aber meiner Meinung nach leider nicht ganz mit dem vorhergehenden Album messen kann.

Trackliste:

  • 01 Dead Throne
  • 02 Untidaled
  • 03 Mammoth
  • 04 Vengeance
  • 05 R.I.T.
  • 06 My Questions
  • 07 Kansas
  • 08 Born To Lose
  • 09 Forever Decay
  • 10 Chicago
  • 11 Constance
  • 12 Pretenders
  • 13 Holdfast

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