The Devil’s Blood – holländische OkkultRock Band aus Eindhoven

The Devil's Blood war eine holländische okkulte Rockband aus Eindhoven, die 2006 gegründet wurde. Ihr Stil ist Hardrock im Stil von Coven, Black Widow, Black Sabbath und einer Fülle von progressivem und psychedelischem Underground- Rock der 1970er Jahre. Ihr Sound wurde mit weiblichem Gesang, klassischen Gitarren-Leads, analoger Atmosphäre und „Vintage Satanic Hooks“ als „eher verführerisch“ beschrieben.

The Devil's Blood – Musikstil und Einflüsse

The Devil's Blood - holländische OkkultRock Band
The Devil's Blood – holländische OkkultRock Band

Die Gruppe wurde vom Leadgitarristen, Texter und Haupt-Songwriter Selim „SL“ Lemouchi gegründet. SLs Schwester Farida „F. The Mouth of Satan“ Lemouchi wurde gebeten, sich der Gruppe anzuschließen, nachdem sie für den Song „The Graveyard Shuffle“ gesungen hatte. Der Name der Gruppe stammt aus dem Song „Devil's Blood“ der schwedischen Black Metal Band Watain.

Am 17. April 2008 gab die Gruppe beim Festival Roadburn ihr Live-Debüt. Am 11. September 2009 veröffentlichte die Band ihr erstes Album über Van Records , The Time of No Time Evermore. Ende Oktober 2011 veröffentlichte die Gruppe in voller Länge ihr zweites Album, The Thousandfold Epicenter, ebenfalls über Ván Records; es wurde später in USA durch Metal Blade Records Anfang Februar 2012 veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung des Albums in den USA startete die Band die Decibel Magazine Tour 2012 – angeführt von der polnischen Blackened Death Metal Band Behemoth, die aus 20 Mitgliedern bestand. Sechs Tourstops quer durch Nordamerika. SL gab an, dass die Gruppe plant, das ganze Jahr auf Tour zu bleiben.

Anfang Februar 2013 gab das offizielle Facebook der Band bekannt, dass die Band nicht mehr vorhanden ist. Sie gaben jedoch am 7. Februar 2013 bekannt, dass sie das dritte Album III: Tabula Rasa oder Death and the Seven Pillars, eine akustische EP, 66: 2 und eine Live-DVD veröffentlichen werden.

2014 starb der Gründer SL im Alter von 33 Jahren. Am 20. Juni 2017 trafen sich die Teufelsblutmitglieder Farida Lemouchi, Micha Haring, Sander van Baalen, Job van de Zande, Thomas Sciarone, Oeds Beydals und Ron van Herpen, einmalig, um „Voodoo Dust“ in einer Gedenkstätte aufzuführen.

SL war stark beeinflusst von seinen spirituellen Überzeugungen, nämlich dem Satanismus. In mehreren Interviews hat SL erklärt, dass sein primärer Einfluss auf das Songwriting (und auf das Leben) „die drei Fürstentümer des Unglücks – Der Tod, das Chaos und der Satan“ sind und dass „Das (der Satan) die treibende Kraft hinter allem meiner schöpferische Kraft ist“.

The Devil's Blood – Bandmitglieder

The Devil's Blood wurde von Selim Lemouchi gegründet und wurde von seiner Schwester Farida begleitet, die die Hauptmusikerin der Gruppe sein sollte. Die Besetzung der Band hat sich im Laufe ihrer Existenz mehrmals verändert.

The Devil's Blood – The Thousandfold Epicentre

Wer keinen Zugang zu den vorangegangenen Veröffentlichungen fand, der wird an „The Thousandfold Epicentre“ erst recht scheitern. Ein echter Brocken, der seine Vorzüglichkeiten nur langsam enttarnen lässt. Zwar gibt es auch hier auf Anhieb zündende Momente zuhauf, diese sind jedoch nach zahlreichen Durchläufen ebenso steter Veränderung und Steigerung unterworfen. Urteile nach einmaligem Hören nicht gestattet. Das Album wirkt wie ein Monster, das in dein Ohr kriecht, um zu wachsen, um seine Tentakel in jeglichen Organen auszubreiten. Man geht mit dem Album schlafen, man wacht damit auf. Es bleibt. Macht süchtig. Mehr noch als „Come, Reap“ und „The Time Of No Time Evermore“. The Devil’s Blood bleiben sich musikalisch treu, und klingen doch wiederum ganz anders, wie schon nach dem Schritt zwischen EP und Debut.

Ach ja, das leidige Thema der angeblichen Spiritualitäts-Spinnereien, man kann auch sagen Authentizität. Wird nicht gerade im Metal-Bereich ständig der so genannte Spirit gesucht und vermisst? Hier ist er doch. Was man dabei herausfiltert, ist jedem selbst überlassen. Ein wirkliches Eintauchen in „The Thousandfold Epicentre“ kann jedoch unmöglich zum Ergebnis haben, es handele sich lediglich um ein weiteres, gutes Rockalbum. Gerade weil hier die Spiritualität eine enorme Rolle spielt, und das hört man. Oder eben nicht.

Mal flauschige, mal raue Gitarrenteppiche führen hinab in das Wirbeln erlebnisreicher Bilderwelten. Immens aufgeschichtete Songs, mit allerlei offensiven und versteckten psychedelischen Details. Das Album ist in einem treibenden Fluss begriffen, der im End-Tryptichon aus dem akustischen „Everlasting Saturnalia“, dem finsteren Untier „Madness Of Serpents“ und der temperatursteigernden Meditation „Feverdance“, in der zunehmende Intensivierung ohne finalen Ausbruch funtioniert, mündet. Darüber thront die klar verbesserte, da vielseitigere Gesangsinterpretation von MOS.

Unfassbar gut. 11 miteinander verschmolzene babylonische Säulen, selbstredend inverted, ohne absehbaren Endpunkt. Mal sehen, vielleicht in zehn Jahren das „Pet Sounds“ des Occult Rock. Ha ha ha, it’s Magick.

TOPSCORE

Tracklist:
01. Unending Singularity
02. On The Wings Of Gloria
03. Die The Death
04. Within The Charnal House Of Love
05. Cruel Lover
06.She
07. The Thousandfold Epicentre
08. Fire Burning
09. Everlasting Saturnalia
10. The Madness Of Serpents
11. Feverdance

—————————————

Autor: ArchiVader

Auch interessant:
Heaven Shall Burn der thüringische Hatetrain beim FULL FORCE 2020!
Scroll to Top