Wertung: 7 von 10

Rock der Marke Foo Fighters gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, auch hierzulande. Dass dabei selten Neues oder Revolutionäres rauskommt, versteht sich von selbst. Die Qualität macht den Unterschied und da spielen die Jungs von The Ghost Rockets für meine Begriffe in der oberen Hälfte der fiktiven Tabelle mit.


The Ghost Rockets stammen aus dem Süden der Bundesrepublik, genauer gesagt aus Schweinfurt im Frankenland und haben mit ihrem gleichnamigen Album „The Ghost Rockets“, erschienen beim Regensburger Independent Label Dancing In The Dark Records, am 15.1.2010 ihr Debüt auf dem Plattenmarkt gegeben. Die seit 2005 bestehende Band kann auf über zweihundert absolvierte Auftritte, sowie den Unterfränkischen Musikpreis 2007 zurückblicken und somit war die Premiere eines Longplayers nur eine Frage der Zeit.

Ohne große Introallüren oder andere Verzögerungsstrategien gehen die fünf Jungs in die Vollen, mit schnellem, harten und teilweise industriell klingendem Alternative Rock zwischen Foo Fighters und frühen The Offspring etwa. Besonders Sänger Eric Greulich erinnert mich an einen etwas höheren Dave Grohl, stimmlich gesehen versteht sich. Gesang und Musik stimmen gut überein, trotz der hohen Geschwindigkeit wird der Gesang nie überrollt, übertönt oder überholt. Die Musiker, allen voran die stets sehr präsenten Gitarristen Marc Hanson und Sebastian Väth, wirken sehr ambitioniert, spielen mehrere Soli und sorgen für starke Lebhaftigkeit.

Sehr positiv zu erwähnen ist auch der Mangel an langsamen Stücken. Der einzige Track, der ansatzweise als solcher zu bezeichnen wäre, ist Song fünf, „The Eyes Of…“ der deutlich stoned wirkt. Ich finde diesen Track völlig fehl am Platz, es wird grundlos viel zu viel Tempo aus einer bisher ausgezeichneten Reihe von abwechslungsreichen Songs genommen und das stört das Gesamtbild. Es kommt kein weiterer Song dieser Art vor, insofern werden die Jungs wissen, dass ihre Stärken eher in den vorwiegend deftigeren Klängen stecken. Warum sie sich dann diesen Song nicht einfach gespart haben, bleibt mir schleierhaft.

Außerdem kommt einem die Spielzeit nicht nur durch Kurzweil so knapp vor, nach fast 38 Minuten bei zehn Songs ist das Album nämlich auch schon wieder vorbei.

Doch ganz abgesehen davon ist „The Ghost Rockets“ ein durch und durch gelungenes Debütalbum , dass einen guten Eindruck hinterlässt und neugierig macht, wohin es mit dieser Band gehen wird.

Wer kurzweiligen, eingängigen Rock mag, wird hier sicher fündig.

Empfehlung: „Ghost“

Trackliste:

  • 01. Morphosis
  • 02. I’m The Sunchild
  • 03. When Machines Dream
  • 04. Ghost
  • 05. The Eyes Of…
  • 06. Golden Monogram
  • 07. Like A Scorpio
  • 08. Aurora Borealis
  • 09. Transporter
  • 10. This Life Must Be A Sample

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