Coverbands singen eh Playback. Coverbands sonnen sich sowieso nur im Licht ihrer Vorbilder.

Coverbands sind konventionell und haben keine eigenen Ideen!

Wer diese Meinungen vertritt sollte nun einfach nicht mehr weiter lesen, da sonst sein Weltbild zerstört werden könnte..

7. Juli, Thermalsole-Freibad in Bad Essen; genauso ungewöhnlich wie die Location (die Zuschauer saßen allesamt auf einem leicht zur Bühne abfallenden Rasenstück) sollte die Performance werden, die die Queen-Coverband The Great Pretender darbot.

Pünktlich um 20:30 bezog ich mit unserer Fotografin Stellung vor der Bühne, und sofort die erste Überraschung: Es geht pünktlich los! Wann habe ich so was zum letzten Mal erlebt…?

Das Besondere an dieser Show; es werden nicht einfach alle Queen-Hits der Reihe nach runtergeilert, wie es doch bei so vielen Coverbands der Fall ist – The Great Pretender wollen Queen leben und den Zuschauern eine Reise durch den musikalischen Werdegang der Band bieten. So führte dann auch ein Moderator durch das Programm, gab Hintergrundinformationen zu den Bandmitgliedern (wusstet ihr z.B., dass Freddy Mercury mit bürgerlichem Namen Farrokh Bulsara hieß und am 5. September 1946 auf Sansibar geboren wurde?!), Stationen und Songs; man fühlte sich in einem Live zu erlebendem, multimedialem Lexikon!

The Great Pretender um ihren Frontmann Stephan Eberhardt rockten sich dabei durch über 20 Queen-Welthits, (als einzige Queen-Show gaben sie auch die Hymne „Barcelona“ zum Besten), doch auch Songs aus der Feder von Freddie Mercury wie z.B. „You don´t fool me“ wurden zelebriert.

Optisch und gesanglich war Eberhardt mehr als nur eine bloße Freddie-Kopie! Der Mann scheint den Queen-Fronter zu leben, so zu fühlen, zu handeln wie er! Nicht nur aufgrund der bis ins Detail originalgetreuen Kostüme oder der ausdrucksstarken Stimme, sondern grade in der non-verbalen Art, der Gestik, Mimik und der Performance, war Eberhardt Freddie! Dass alles live vorgetragen wurde versteht sich bei dieser Combo von selbst!

Die anfangs etwas verhaltenen ca. 600 Besucher wurden schnell durch seine Animationen an den Rand der Bühne gezogen, klatschen und sagen zu Stücken wie „One Vision“, „Don´t Stopp me now“ und „Another one bites the dust“ und feierten, trotz einsetzendem Regens eine riesige Queen-„Reunion“ Party!

Doch auch das Bühnen-Setting war bemerkenswert: Keine Pyro-Effekte, keine multifunktionalen Scheinwerfer; alles war funktionell, beinahe schon spartanisch. Ein paar farbige Scheinwerfer, das war´s. Nichts sollte von der grandiosen Leistung der 5 Bandmitglieder ablenken. Das Auge des Zuschauers sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Fazit: Knapp 35EUR Eintritt, keine richtigen Sitzmöglichkeiten und Regen – jetzt zu sagen The Great Pretender waren dies wert wäre untertrieben!

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Location: xxxxx
Datum: xxxxx
Autor: xxxxxxxx


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