Wertung: 8 von 10

Rogga Johanson ist ein Phänomen. Während andere Bands Jahre brauchen um eine neue, halbwegs brauchbare Scheibe einzuspielen, veröffentlicht der Schwede jedes Jahr gefühlte 30 Alben mit eben so vielen Bands (Bone Gnawer, Ribspreader, Paganizer, etc.) die zwar alle 90er Jahre Death Metal enthalten, aber dennoch immer wieder frisch klingen.


Außerdem weiß der Mann die Qualitäten eines Dan Swanö zu schätzen, der auch das zweite The Grotestquery-Album produziert hat. Was für ein geiler Sound!

Musikalisch hat sich im Vergleich zum 2010er Vorgänger „Tales Of The Coffin Born“ (Review hier) wenig getan. Johanson rifft, als hätte es die letzten 20 Jahre nicht gegeben, Kam Lee (Bone Gnawer, Ex-Massacre, Ex-Death) röchelt und growlt wie eh und je und die Rythmusfraktion um Johan Berglund (This Haven) und Schlagzeuger Brynjar Helgeton (Liklukt) unterlegt das Ganze mit einem solide groovendem Fundament. Mal klingt man typisch schwedisch, dann wieder amerikanisch, mal gibts Blastbeats, hin und wieder wirds auch mal doomig, meistens bleibt man aber im Midtempo-Bereich.

Wie auch des Debüt ist „The Facts And Terrifying Testament Of Mason Hamilton: Tsathoggua Tales“ ein Konzeptalbum mit einer Story von Kam Lee, die (wieder) von H.P. Lovecraft, Ambroce Bierce, Edgar Allan Poe und Konsorten inspiriert wurde. Die Geschichte handelt von einem gewissen Mason Hamilton, der im Jahre 1946 mit einem Forscherteam eine mysteriöse Insel erkundet, vermutlich die, auf der die Protagonisten des Debüts lebten. Leider überlebt außer Mr. Hamilton niemand, und zu allem Überfluss hat er nach der Inseltour auch noch mächtig was am Schlappen. Im Irrenhaus eingeliefert fällt er in eine Art Koma, aus dem er im Jahre 2012 erwacht um dort, um keinen Tag gealtert(!), seine Geschichte erzählt. Anscheinend trieben auf dieser Insel Kthulu und seine Kollegen ihr Unwesen, die auch die Forscher auf dem Gewissen haben. Kam Lee hat bereits angekündigt, dass sich die Story auf insgesamt sechs Alben erstrecken wird, man darf also gespannt sein, wie es weiter geht.

Fazit: Wirklich gutes Old School Death Metal-Album mit einem spannenden Konzept. Death Metaller können nichts falsch machen, und der eine oder andere, der auf The Vision Bleak steht, die ja zumindest textlich in eine ähnliche Kerbe schlagen, sollte zumindest mal reinhören.

Da bleiben nur die folgenden Fragen:

  • Wird Rogga Johanson jemals ein wirklich schlechtes Album aufnehmen?
  • Und wird der Albumtitel das Layout von ‚

OsnaMetal.de‚ sprengen?

Tracklist:

  • 01. The Madness (Of Mason Hamilton)
  • 02. A Terrifying Testament
  • 03. Arrival: Tomb Of Toads
  • 04. Beware They Who Burrow Death
  • 05. Gaze Of Ghatanathoa (I Had A Nightmare)
  • 06. Amongst Black Slime And Mushroom People
  • 07. The Cthulhu Prophecy
  • 08. Tsathoggua – The Black God Of N’Kai
  • 09. Entrapped Within Atlach-Nacha’s Web
  • 10. Psychopompos Lamentations For A Dying World
  • 11. Dreams Of Terrors In Darkness & Horrors Out Of Shadows

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