Wertung: 7 von 10

Rock’n’Roll ist nichts für Weicheier und noch viel weniger, wenn er aus dem Hause The Jetpacks kommt. Das ist jedenfalls die verbalisierte Version von “About Girls, Cars and Booze” der Punk’n’Roller aus dem Saarland.


Seit etwas mehr als vier Jahren machen ein Marc (Drums, Vocals), ein zweiter Marc (Gitarre, Vocals) und ein Chris (Bass, Vocals) in der Kombination The Jetpacks deftigen Rock mit deutlichem Punk Zuschlag, der sich bereits im Vorprogramm zu einigen Bands wie Mad Sin oder The Peepshows beweisen durfte, und veröffentlichen mit diesem Album ihr erstes Werk.

Worauf deutlich verzichtet wurde ist dabei die Langeweile, denn die kommt nie auf.

Dafür gehen die Klänge zu stark und zu intensiv durch Mark und Bein, Headbanger und Luftgitarrenvirtuosen kommen genauso auf ihre Kosten wie Pogotänzer und Mitsinger. Musikalisch in der Richtung Elvis meets Sid Vicious and Lemmy angesiedelt, also Hüftenschwingerrhythmen mit rotzigen Klängen und rauchiger Whiskey-Stimme ohne jegliche Weltverbesserungsthemen, einfach über die drei wichtigen Dinge im Leben, ohne die man(n) nicht sein kann: Mädels, Autos und das passende, alkoholische Getränk dazu. Zugegeben, hier wird sich nicht auf hohem Niveau bewegt, aber wer braucht schon Niveau?

Vergleiche mit den Nashville Pussys oder mit Mad Sin sind durchaus gerechtfertigt.

Dennoch gibt’s ein bis zwei Fehltritte. Zwar bieten The Jetpacks mit “About Girls, Cars and Booze” ein starkes Album, jedoch denke ich, dass die drei Saarländer eher in eine verqualmte Kneipe gehören, als auf eine CD. Das ganze Konzept ist auf Lifeperformance ausgelegt, weniger auf Konserve.

Weiter funktionieren die langsameren Stücke nicht so richtig und wirken wie eingeworfen im angeschlagenen Tempo. Glücklicherweise gibt es nicht viele davon, weshalb man das durchaus übergehen kann.

Fazit: “About Girls, Cars and Booze” ist zwar kein außergewöhnliches Album des Genres, dafür aber ein außergewöhnlich gutes Dabütalbum, das wenige Schwächen vorzuweisen hat. Dennoch gibt es sie, und daher gibt es von mir auch nur 3,5 Gitarren.

Copyright © 2017 Metaller.de

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen