Wertung: 9 von 10

Begonnen haben sie vor zehn Jahren als Misfits-Coverband. Mittlerweile sind sie Deutschlands erfolgreichste Horrorpunkband. Die Rede ist von niemand geringerem als The Other, die sich mit ihrem fünften Longplayer „The Devils You Know“ erschreckend lautstark zurück melden.


Noch Monate bevor im Oktober, passend zu Halloween, das 10-jährige Bandjubiläum bevorsteht liefern The Other bereits den passenden Soundtrack. Dabei bleibt vieles beim Alten – den geneigten Hörer erwartet auch weiterhin eine perfekt eingespielte Mischung aus Punkrock, Gothic und Metal gepaart mit Texten über Horror, Sex, Action und Rock´N´Roll. Und doch hat sich einiges geändert.

Bereits im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Konzerte mit dem neuen Bassisten Victor Sharp gespielt. Erstmals wirkte er nun auch bei einem Studioalbum mit und das sowohl musikalisch, als auch an der Ausarbeitung der Songtexte. Und obwohl der Metaleinfluss mit der Zeit zu einem festen Bestandteil ihrer Musik wurde, fand mit „Ewigkeit“ erstmals eine „Schmalzballade erster Kajüte“ den Weg auf das Album. Laut Rod schwirre ihm die Melodie zu dem Song „schon seit „We Are Who We Eat“ (2006) im Kopf herum, aber es gab nie ein vernünftiges Konzept.“ Dieses habe man, nicht zuletzt dank Victor, nun gefunden.

Doch warum das Pferd von hinten aufzäumen („Ewigkeit ist der 15. und letzte Song des Albums), wenn der Anfang noch viel überzeugender ist?! Nach dem Albumtitel gebenden, wie gewohnt düsteren, Intro folgt ein brachialer Übergang zu „My Home Is My Casket“, ein deutlich metallastiger Einstieg in das Album. Mit „Take You Down” wird es auch keineswegs ruhiger, bevor dann mit „Skeletons In The Closet“ noch ein wenig mehr in die Psychobilly-Kerbe gestoßen wird. Der aufmerksame Hörer wird dabei sogar, neben Rods einzigartiger Stimme, chorartigen Gesang, den Refrain begleitend, erkennen können. „Fright Night“ wiederum ist eher in einem Mid-Tempo-Gewand gekleidet, einer der eingängigsten und mitreißensten Stücke des Albums.

Auffällig ruhig wird es dann erstmal mit der ersten Radiosingle des Albums: „Puppet On A String“. Doch mit „In My Veins“ und „Nice Day For A Funeral“ wird das Tempo gleich wieder deutlich angezogen. Dieser Wechsel im Tempo und Stil der Songs zieht sich auch durch das restliche Album. Eine besondere Erwähnung verdient meiner Meinung nach aber „In The Shadows“, ein an sich typischer The Other Song, der aber dennoch frischer und neu klingt. Eine Frische, die vermutlich nicht zuletzt auf den Zuwachs durch Victor zurück zu führen ist und nicht nur bei diesem Stück auffällt.

Abgerundet wird das Album, wie bereits erwähnt, mit der Ballade „Ewigkeit“, einem sehr untypischen, aber dennoch gelungenem Song, auch wenn mir „The Lovesick Mind“ vom Vorgängeralbum noch ein Stück mehr zusagt. Insgesamt wird kein Horrorpunkfan daran vorbei kommen, sich dieses Album zuzulegen. Doch auch für Fans anderer Genre ist dieses Album eine absolute Kaufempfehlung.

Erworben kann das Album übrigens eine Woche lang ab Release für nur fünf Euro als Download hier. Neben der Standard CD-Version gibt es außerdem noch eine limitierte 2 LP-Version, inklusive neuem The Other-Comic und der CD, welche allerdings auf 500 Stück limitiert ist.

  • 1.) The Devils You Know
  • 2.) My Home Is My Casket
  • 3.) Take You Down
  • 4.) Skeletons In The Closet
  • 5.) Fright Night
  • 6.) Puppet On A String
  • 7.) In My Veins
  • 8.) Nice Day For A Funeral
  • 9.) Nightmare On Halloween
  • 10.) The Phantom Of The Opera
  • 11.) Fire From Outer Space
  • 12.) Where Is Your Saviour Now
  • 13.) Hell Is A Place On Earth
  • 14.) In The Shadows
  • 15.) Ewigkeit

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen