Besagte erfüllen mir das Vergnügen, sich vornehmlich um letztere Genrebezeichnung zu kümmern, wenn auch hier und da klare Doom-Anleihen nicht zu überhören sind. Bei „Dominion & Power“ handelt es sich um christlichen Heavy Metal, was nicht weiter verwunderlich ist, ist doch Gitarrist und Sänger Bill Menchen auch bei Titanic, deren letztes Album ich auch besprechen durfte, am Sechsaiter zu finden. Hinter den Drums sitzt sogar ein gewisser Robert Sweet, der nun schon seit Jahrzehnten mit Stryper – der christlichen Vorzeigemetalband – die Kirchenbank drückt.

Die Songs bleiben schon Musikrichtung-bedingt eher im Midtempobereich, was es natürlich nicht einfacher macht, die Sünde der Langeweile auf Dauer von einem Album fern zu halten. Dieses geschieht aber neben der guten Gitarrenarbeit im Solobereich und dem leicht elektronisch veränderten, teilweise mehrstimmigen Gesang doch, und vor allem durch die Lyrik. Diese Tatsache ist auch einer der Gründe, warum sich christlicher Metal überhaupt durchsetzt. Gerade in den USA ist die christliche Bewegung stark wie nie und da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich kirchlich bezogene Lyrics auch in Sparten der Metalgemeinde durchsetzen. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, was es nicht vereinfacht, ein objektives Review zu verfassen. Daher nur soviel:

Musikalisch ist alles im grünen Bereich, die Produktion kann sich sehen lassen und eine gewisse Eingängigkeit ist nicht zu bestreiten. Knackpunkt bleiben die Texte, über die sich jeder einzelne seine Meinung schaffen muss. Also bleibt mir an diesem Punkt wieder nur zu sagen: Geht auf die Seite der Band und hört euch die Musik an. Bildet euch eure Meinung selbst. Ich vergebe für dieses Album 3 Gitarren und verbleibe mit dem Rat, diese CD nicht vorschnell ans Kreuz zu nageln.