In noch alter Besetzung zeigen die fünf Westkappeler von The Spirit Of Desire was sie drauf haben.

Und schon beim Einschalten treffen die Songs genau meine momentane emotionale Lage. Die Stücke, die eine Spielzeit von 3,35 min bis 7 min aufweisen sind sehr emotional vorgetragen und musikalisch sehr gut untermalt. Die Vocals bewegen sich auf der Selben Intensitätshöhe wie die Instrumente, so dass alles gleichwertig rüberkommt.

Die saubere Produktion tut ihr übriges. Viele Instrumentalteile zeugen von progressiven Einflüssen, relativ unveränderte Stimmlagen von Fronter Holger erzeugen eine gewisse Tristesse, Michael am Synthesizer schafft einen Satten Klangteppich, der von Basser Frank und Drummer Ingo noch ausgeweitet und fester gewebt wird. Die gut gespielten Riffs und Backgroundvocals steuert Holger Mutert bei, der dabei auch zeigt was er drauf hat. Die Riffings sind ausgezeichnet und mindest genauso tragend wie der Gesang.

Exemplarisch ist „Dreams“ zu nennen, sphärische Keys, cleane Vocals, langwieriges Riffing und zum Nachdenken anregende Songstrukturen zeichnen diesen Song aus. The Spirit Of Desire zeigen sehr schön, was sie können und wissen den geneigten Hörer in ihren Bann zu schlagen.

Die Scheibe macht Lust auf mehr, gut beherrschte Instrumente, passiges Artwork und qualitativ gleichwertige Songs wissen zu überzeugen. Die Songs sind sehr gut anzuhören und absolut eingängig.

Man muss auf mehr hoffen! In diesem Sinne 3,5 von 5 Gitarren.