Der Sänger und Gitarrist Kai verließ die Band. Nachdem man sich von dem Schock erholt hatte, fand man unerwartet schnell zwei neue Bandmitglieder. Mit den beiden wird derzeit aktiv im Proberaum gearbeitet und es werden sogar schon neue Songs ausprobiert. So entschloss man sich, doch noch zum Ende des Jahres das Album zu veröffentlichen.

Der Silberling mit einer stattlichen Spielzeit von über 50 Minuten startet rockig. Die Musik von The Spirit Of Desire kann wohl am ehesten als Hard Rock bezeichnen mit Einflüssen aus Progressive Rock, Heavy Metal aber auch angereichert mit gefühlvollen Rockballaden. Die Band arbeitet kontinuierlich an den Songs und lässt dabei auch die Feedbacks der Konzertbesucher und Radiohörer mit einfließen. Vor der Aufnahme wurden bereits alle Songs live ausgetestet und verfeinert. Bei dem NRW-Bandcontest des Radiosenders WDR 2 konnte die Band dreimal hintereinander mit unterschiedlichen Songs gewinnen. Dadurch lernte die Band einen amerikanischen Soldaten kennen, der in Afghanistan stationiert war. Dieser verfasste die Lyrics zu „Monster’s Chain„, „Reach Out„, dem sehr traurigen „Tears Of An Angel“ und lieferte auch das Coverfoto mit dem Helikopter, den ich erst auf den zweiten Blick erkannt habe. Zweifellos wird man sich mit dem Album näher beschäftigen, um nach dem ersten Durchlauf einige für den eigenen Geschmack markante Songs nochmal anzusteuern, bevor man es sich für die Fahrt zur Arbeit ins Auto legt. Um den Titelsong kommt man allerdings nicht herum. Die Textstelle „The monster’s chain will drive you insane“ beschreibt diesen Killersong aussagekräftig. „On the Road“ wurde ursprünglich für einen Motorradclub geschrieben. Es existieren daher zwei Textversionen. Die Fassung auf der CD ist ausnahmslos für alle, die viel auf der Straße unterwegs sind, weit weg von zuhause. Für diejenigen, die Schmetterlinge im Bauch haben, ist „You Are The One“ reiner Nektar. Mit dem härteren „When The Lights Go Down“ findet das Album einen finalen Abschluss. Der groovige Anfang und die Keyboardpassagen versprühen eine erwartungsvoll düstere Stimmung. Die darauf folgenden komplexen Songstrukturen mit den abrupten Breaks fesseln den Zuhörer. Definitiv ein ganz starker Song und mein persönlicher Favorit, weil er Heavy Metal in sich hat. Andere würden jetzt sagen: Ach, quatsch, „Monster’s Chain“ und „Bambule“ sind die besten Songs. Ich sage: „Sucht euch doch gefälligst euren eigenen Lieblingssong raus.“

Fazit: Das Album bietet ausgereifte Rocksongs mit reichlich Abwechslung. Diese gehen immer wieder unerwartete Wege und überzeugen durch ausgeprägte Keyboard- und Gitarrensoli. Überdies hat man im DogMaKlang Studio eine klare und druckvolle Produktion hinbekommen. „Wir wollen Gas geben“ betont Ingo, der Schlagzeuger der „Spirits“ immer in Interviews. Das ist der Band mit diesem Album ganz sicher gelungen.

Anspieltipps: „Tears Of An Angel„, „Monster’s Chain“ und „When The Lights Go Down„.

Tracklist:

  • 1. Bad To The Bone
  • 2. Tears Of An Angel
  • 3. Lost (But Not Forgotten)
  • 4. Don’t Give Up
  • 5. Monster’s Chain
  • 6. Bambule
  • 7. Nights Like These
  • 8. On The Road
  • 9. You Are The One
  • 10. Reach Out
  • 11. Face To Face
  • 12. When The Lights Go Down

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