Wenn eine Serie neue Maßstäbe innerhalb eines Genres setzt, das eigentlich in filmischen Horrorproduktionen zu Hause ist, dann ist das etwas ganz besonderes. Seit The Walking Dead im Jahr 2010 das erste Mal über die amerikanischen Bildschirme flimmerte, wurde die Serie zum Paradebeispiel für ein solches Phänomen. Während die AMC-Produktion weltweit rekordbrechende Zuschauererfolge erzielt, sind es der hochwertige Look und die spannenden Drehbücher, die auch die kritischsten Kritiker begeistern. Im Oktober 2013 startet schließlich die heiß ersehnte vierte Staffel des Serienerfolgs rund um Sheriff Rick Grimes und seine Gruppe von Überlebenden. Bis dahin werden wir in regelmäßigen Abständen mit Neuigkeiten und Spoilern versorgt, die uns die Wartezeit bis zum Herbst verkürzen sollen.

Erstes Banner und Charakterzuwachs
So wurde kürzlich das erste offizielle Banner veröffentlicht, das durch ein besonders martialisches Motiv von sich Reden machte. Es zeigt nicht nur Rick und Fan-Liebling Daryl in kämpferischer Pose, sondern bildet auch Michonne und Neuzugang Tyreese hoch zu Ross beziehungsweise schwingenden Hammers ab. Hier bekommen wir die letzte Bestätigung dafür, dass jene beiden Charaktere nun fest zum Kern der Gruppe gehören – eine logische Konsequenz, nachdem Tyreese, Sasha und Beth für die kommende Staffel zu Hauptfiguren befördert wurden. Als weitere wiederkehrende Figuren wurden die Ex-Krankenschwester Laura, eine junge Frau namens Melody und ein älterer Zugang namens Don angekündigt, der möglicherweise einen Sheriff aus den Originalcomics von Robert Kirkman darstellen könnte.

Auch der Titel der ersten Folge („30 Days Without an Accident“) lässt viel Raum für Spekulation und spricht dafür, dass sich die Handlung rund einen Monat nach den Ereignissen des letzten Staffelfinales einordnen lässt. Dieses wurde vor allem durch den tragischen Tod von Andrea geprägt, die als Folge der größenwahnsinnigen Machtkämpfe des Gouverneurs ihr Leben lassen musste. Es stellt sich also die Frage, welchen Effekt ihr Tod auf die Gruppe und vor allem auf Michonne hat, die Andrea zum Ende trotz aller Meinungsverschiedenheiten wohl am nächsten stand. Nachdem die Woodbury-Überlebenden von Rick und den anderen aufgenommen wurden, kann außerdem aus einem sehr viel größeren Charakterpool geschöpft werden. Fakt ist, die Gruppendynamik muss sich durch den großen Zuwachs zwangsläufig verändert haben. Hier knüpft auch die Information an, dass sich die Gruppe wohl eine neue Bleibe suchen wird und das Gefängnis verlässt. Auch der Gouverneur, der am Ende der dritten Staffel mit seinen zwei letzten Anhängern entkommen ist, soll in der vierten Staffel wieder auftreten – jedoch so, wie wir ihn bisher noch nicht kannten.

Blutrünstigere Zombies
Die Macher der Serie teasern dazu mit noch blutrünstigeren Zombies und thematisieren so eine mögliche Entwicklung, die nicht unbedingt zu erwarten war. Als charakterlich getriebene Show, die von eindrucksvollen Einzelschicksalen lebt, welche zu einem großen Gesamtbild verwoben werden, ist es doch überraschend, dass auch die Zombies eine Entwicklung durchmachen werden – wurden sie doch bisher nur als gleichbleibende „Bedrohung“ eingestuft. Daryl-Darsteller Norman Reedus äußerte sich begeistert über die Neuerungen in puncto Zombies und schwärmte kürzlich in einem Interview über die herausragenden Drehbücher der kommenden Staffel. Auf vielfaches Drängen der Fans wurde auch das Verhältnis von Daryl und Carol kurz kommentiert, wobei die Macher den Charakter als einsamen Wolf durchaus wirksam finden. Dies solle jedoch nicht heißen, dass es keine Möglichkeit der Liebe für Daryl geben wird. Alles in allem sind die Aussagen kryptisch und schüren vor allem das Interesse der weiblichen Daryl-Anhänger.

Vater und Sohn
Ein weiteres Thema ist die Entwicklung von Rick in seiner Rolle als Anführer und auch als Vater. Nachdem Carl gegen Ende der dritten Staffel besorgniserregend kaltherzig wurde, ist zu befürchten, dass diese Veränderung weiter fortschreitet und einen noch größeren Keil zwischen Vater und Sohn treibt. Das ist ein besonders harter Schlag für Rick, der schon seit einer Weile nicht mehr die stabilste Psyche vorweisen kann. Es bleibt also abzuwarten, ob er weiterhin Visionen seiner verstorbenen Frau Laurie haben wird und welche Auswirkungen Carls Verhalten auf ihn und die ganze Gruppe hat. Auch in den Foren wird ausgiebig darüber diskutiert, ob Carl nicht einfach die Entscheidungen trifft, zu denen Rick sich nicht durchringen kann. Man denke nur mal an den Teenager zurück, den Carl nach der Attacke des Gouverneurs auf das Gefängnis erschoss, obwohl dieser sich ergeben hat. Einige argumentieren, dass er zum Wohl der Gruppe gehandelt hat während andere behaupten seine Handlung ging gegen jegliche Moral. Aber welcher Moral folgt man inmitten einer Zombie-Apokalypse? Wir werden es im Oktober herausfinden.

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