Wertung: 6 von 10

Es wurde mir ein wenig mulmig zumute, als ich feststellen musste, dass ich eine CD in der Hand hielt, die eine Spielzeit von 55 Minuten aufwies und aus fünf Tracks bestand.


Das sollte doch nicht etwa wieder eine dieser im Moment den Markt überschwemmenden, ach so bösen „True Black Metal“-Scheiben sein? Da in letzter Zeit mehr schlechte als gute Scheiben dieses Genres rausgehauen wurden, war ich ja mal gespannt, was es dieses mal für eine sein würde.

Wie sich schnell bestätigte, war es wirklich eine dieser bösen „True Black Metal“-Scheiben aus dem hohen Norden. Allerdings war das vorliegende Machwerk alles andere als schlecht. Nicht, dass es derart konzipierte Werke nicht schon mal gegeben hätte. Erinnert die CD musikalisch doch sehr an alte Darkthrone Alben wie z.B. „Under a funeral moon“ und stimmlich lassen sich des Öfteren Parallelen zu Attila Csihar auf Mayhems „De Mysteriis Dom Sathanas“ erkennen. Überhaupt hat Mastermind Thor Erik „Grimnisse“ Helgesen gesanglich einiges zu bieten. Vom eben angesprochenen Brummen im Attila-Stil über den gewohnt hasserfüllten Keifgesang bis hin zu teilweise schon chorähnlich anmutenden Parts ist alles auf dieser Scheibe vorhanden.Die Gitarrenläufe sind durchweg sehr eingängig aber dennoch fehlt ihnen nichts an Variabilität. Fast schon hypnotisch ziehen sie den Hörer in den Bann. Auch auf sich in die Gehörgänge fräsende Melodieläufe muss man nicht verzichten, wie man im Song „Nattaander“ eindrucksvoll präsentiert bekommt. Hier hat man das Gefühl, dass einem jeden Moment die Kettensäge aus den Boxen ins Gesicht springt. Wer jetzt denkt, dass solche klirrenden Gitarren mit der Zeit nerven, kann sich wieder beruhigen. Zwischenzeitlich werden immer wieder auflockernde Akustikparts eingestreut, die das Gehör kurze Zeit entlasten und auch sehr viel zur Atmosphäre dieses Albums beitragen.

Die Drums bewegen sich tempotechnisch eher im Midtempo-Bereich. Es wird aber auch des Öfteren gnadenlos geblastet, was die Songs umso infernalischer erscheinen lässt. Gepaart wird das Ganze mit einem im Hintergrund sachte vor sich hin wummernenden Bass, der zwar nicht weiter auffällig ist, aber ohne den das gesamte Album ziemlich dröge klingen würde. Produktionstechnisch ist den Norwegern zwar kein Meilenstein gelungen, allerdings hebt sich dieser Silberling doch von den in letzter Zeit viel zu viel produzierten „True Black Metal“-Alben ab. So findet man sogar fast episch anmutende Parts auf eben diesem. So zu hören in dem Song „Symbols of winter“. Des Weiteren sind auch die Instrumente sehr gut aufeinander abgestimmt und man hört jedes deutlich heraus. Auf diese Weise kreieren Throne of Katarsis eine Klangwand, die jeden ambitionierten Black Metaler ohne Rücksicht auf Verluste in ihren Bann zieht.