Wertung: 7 von 10

Als die finnischen Power-Metaller anno 2002 ihr Debutalbum “Thunderstone” veröffentlichten, hagelte es Begeisterungsstürme. Das Rockhard schrieb seinerzeit: “…ist der Rundling durchaus majestätisch geraten und wird allen Metallern fürstlich munden”, gab dem Album immerhin 8,5 von 10 Punkten und sagte der Band eine goldene Karriere voraus.


Drei Alben später stand die Band dann vor einem Scherbenhaufen. Sänger und Keyboarder hatten die Band aufgrund musikalischer Differenzen verlassen und in der Gunst der Hörer sank man ins Mittelfeld. Mit ihrem neuen Album “Dirt Metal” wollen die Jungs nun wieder an alte Erfolge anknüpfen und haben sich mit Sänger Rick Altzi und Keyboarder Jukka Karinen verstärkt.

Um eines gleich klar zu machen: Wer beim neuen Album wieder Bombast Balladen und sing-along Texte der Marke Stratovarius oder Sonata Arctica erwartet, der wird enttäuscht werden. Thunderstone setzen mit “Dirt Metal” den logisch nächsten Schritt, um sich musikalisch weiterzuentwickeln.

Viele Elemente und Klangeindrücke, die bereits auf “Evolution 4.0” zu erkennen waren, wurden hier gezielt weiterentwickelt. Die Produktion wirkt deutlich rauher und moderner. Die Keyboardparts werden auf ein Minimum zurückgefahren und die Gitarren kommen knallhart aus den Boxen. Dazu der rauchig kratzige Gesang, der das Ganze gekonnt abrundet. Gerade beim Opener “I Almighty” und dem Titelsong “Dirt Metal” sorgt der Gesang für eine ganz besondere Stimmung und man fühlt sich an Bands wie Masterplan oder Circle To Circle erinnert.

Ein gutes Beispiel für die Härte des Albums ist der Song “Star”. Hier erinnert das Gitarrenspiel ein wenig an Viktor Smolski von Rage und im Gesang werden sogar Growls eingesetzt. Der extensive Einsatz von elektronischen Effekten wirkt auf Dauer allerdings schon ein wenig nervend. Absoluter Schwachpunkt ist das langweilige “Ghosts Of My Youth”. Nach einem vielversprechenden schnellem Anfang gibt man sich balladesken Belanglosigkeiten und Schnarch-Refrains hin. Auch der Rest des Albums plätschert so dahin. Eher ruhigere Songs wechseln sich mit einigen Uptempo-Songs ab. Alles in allem aber eine sehr homogene Platte ohne irgendwelche Ohrwürmer.

Ob sich Thunderstone mit “Dirt Metal” wieder in die Herzen ihrer Fans zurückspielen können, sei mal dahin gestellt. Auf jeden Fall haben die Finnen hier ein technisch solides Album abgeliefert, mit dem sich bestimmt eine Fanbasis aufbauen lässt. Für Fans der ersten Stunde dürfte diese Art von Musik allerdings nur schwer zu verdauen sein.

Tracklist

  • 01. Rebirth
  • 02. I Almighty
  • 03. Dirt Metal
  • 04. Blood That I Bleed
  • 05. Star
  • 06. Ghosts Of My Youth
  • 07. Counting Hours
  • 08. Dodge The Bullet
  • 09. Deadlights
  • 10. At The Feet Of Fools
  • 11. Suffering Song
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