Alle hatten bereits einige Erfahrungen innerhalb anderer Gruppen aufschnappen können und es wurde ihnen scheinbar Zeit, noch professioneller zu werden. Als dann 2002 noch der Sänger Martin zu der Gruppierung stieß war das Quartett komplett. So mancher Gig ist gegeben worden und die eine oder andere Demo wurde raus gebracht, bis es im Mai 2006 endlich zu der Veröffentlichung des Silberlings „Fragments“ kam. Bis heute kamen noch viele Live Auftritte und Präsentationen der Ludwigsburger dazu und nun ist es auch an der Zeit, dass wir die Sache mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Der erste Eindruck, der auf mich einwirkt ist rundum positiv. Rockig und zugleich sehr emotional, so kommen einem die schön oberflächlichen Melodien vor. Es wird dem Zuhörer dadurch die Zeit gegeben auch ein wenig auf den Gesang zu achten. Und trotzdem fördern die Instrumente nicht zu beanstandende Vorträge, sondern beruhigende Momenten, die nicht wenig Eindruck schinden. Alle Instrumente sind gleichwertig und man merkt, dass jedes auch wirklich wichtig ist.Doch wie bereits erwähnt liegt der Schwerpunkt auf der Message in den Texten und auf dem Gesang. Und direkt dazu muss deutlich unterstrichen werden, dass es sicher kein Fehler war, dass Martin zu Toelz dazu gekommen ist. Leicht rauchige und doch immer absolut verständliche, sowie energiereiche Stimme und die scheinbare Identifikation mit den Texten tragen zu diesem Fazit bei. Wenn wir nun auf die Inhalte zugehen wird ein Schwerpunkt deutlich, der die Suche nach dem Sinn und die Selbstfindung betrifft. In „not the facts“, dem neunten von insgesamt 13 Tracks, gibt es als Indiz hierfür die Verse „you don’t know where to start / searching for who you are”, welche deutlich auf ein Problem des “You” mit der Realitätsfindung hinweisen. Doch auch christliche Einschläge sind keines Wegs zu übersehen. In „Time“ kommt es nämlich zu dem Textausschnitt: „he made everything beautiful in its time / whatever he does / shall be forever / nothing can be added to and nothing taken from it / life is a gift”. Wobei das für meine Begriffe nur so interpretiert werden kann, dass Gott hier das “He” darstellt und seine göttliche Gabe des Lebens als wertvoll und unverbesserlich vorgestellt wird.Abgesehen von der Christlichkeit, die ich nicht kritisieren will, die aber den potentiellen Zuhörerkreis abschrecken kann, ist das Album „Fragments“ ein Glanzstück. 4 Gitarren.

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