Die eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, sondern „nur“ als Mittel zur Selbsterkenntnis. Tomas Bodin hat sich jedoch entschlossen, auch andere Menschen an seinen Erkenntnissen teilhaben zu lassen, die zwischen Religiösität, Philosophie, Reinkarnation und eigener Erfahrung liegen. Wenn so etwas Existenzielles wie die Frage nach dem Sinn der Motor ist, dann kann nur etwas sehr Kraftvolles und Ausdrucksstarkes das Ergebnis sein, und das liegt jetzt hier vor. Ich muss ehrlich sagen, dass ich weniger auf den Text als auf die Musik geachtet habe, die nämlich auch so in der Lage ist, beim Hörer komplexe Bilder entstehen zu lassen. Wie gesagt – es handelt sich hier um eine Rockoper. Schwer zu glauben, dass jemand so etwas produziert, um es nur in nachdenklichen Momenten aus dem Schrank zu holen und nicht, um es anderen zugänglich zu machen. In diesem Album steckt eine Menge Arbeit. Es ist nach „An ordinary night in my ordinary life“ (1996), „Pinup Guru“ (2002) und „Sonic Boulevard“ (2003) Tomas Bodins viertes Soloalbum, erfüllt (wie erwartet) einen sehr hohen künstlerischen Anspruch und ist aufgeteilt in drei je ca. 20-minütige Suiten. Wer da ganz durchsteigen möchte, sollte es sich mehrmals ganz in Ruhe anhören und sich Zeit dafür nehmen. Die teilweisen Vergleiche mit „Pink Floyd“ sind berechtigt und manchmal dachte ich auch an „Steve Vais’“ „Sex & Religion“, wobei Bodin etwas weniger rebellisch vorgeht, sondern mehr Wert auf Harmonie legt. Auf jeden Fall ein Album mit künstlerischer und textlicher Tragweite, das für musikalische Überraschungsmomente sorgt!

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