Da mir der Name der Band absolut kein Begriff war, recherchierte ich im Netz und sah dort, dass es sich um eine Power Metal Band handelte. Da es sich dabei nun wirklich nicht um die Musik handelte, die ich für gewöhnlich höre, machte ich mich also mit gemischten Gefühlen auf den Weg nach Osnabrück. Dass meine Zweifel völlig unbegründet waren, stellte sich später heraus..

Als ich im „The Whisky“ ankam, war die Band noch dabei, ihr Equipment aufzubauen. Auch der Soundcheck stand noch aus. Aber es war auch noch genug Zeit, bis zum geplanten Beginn des Konzerts.

Die Jungs um den Sänger Marc Hohlweck schienen auf jeden Fall schon zu diesem Zeitpunkt ihren Spaß zu haben. Der wurde auch nur kurzzeitig unterbrochen, als zwei Damen des “OS-Teams” sich daran machten, dass Auto von Carl (Gitarre) aufzuschreiben. Zum Glück konnte die Situation schnell geklärt werden und das Warten auf den Auftritt ging weiter.

Aus mir unbekannten Gründen zögerte sich der Beginn soweit hinaus, dass aus der geplanten Anfangszeit von 20 Uhr letztendlich 21:15 Uhr wurde. Der positive Aspekt daran war, dass sich die kleine Kneipe gut gefüllt hatte.

Nun konnte es auch endlich losgehen und die Klänge des ersten Songs „Headless Redeemers“ erfüllten den Raum.

Wie Anfangs schon erwähnt, schafften Torian es sehr schnell, jegliche Zweifel meinerseits auszuräumen. Das Zusammenspiel der einzelnen Bandmembers untereinander war nahezu perfekt. Trotz des sehr dürftigen Raumangebots war der Sound absolut in Ordnung. Die Stimme von Marc Hohlweck passt zur dargebotenen Musik wie die Faust aufs Auge. Sehr kraftvoll und ausdrucksstark dringt sie in die Gehörgänge. Bei manchen Passagen wird er von Carl Delius (Git.) und Bengt Kunze (Bass) am Mikro unterstützt. Dadurch erhalten die Songs einen sehr guten Ohrwurmcharakter, wie zum Beispiel bei „Into the winter“ und „Torian“.

Zudem weiss der Sänger durch sein mitreissendes Stageacting (wenn man es bei der kleinen Bühne denn so nennen mag) zu überzeugen. Den einen oder anderen Scherz auf Lager, die Interaktion mit seinen Mitstreitern, dass alles zog das anwesende Publikum in seinen Bann.

In Hinsicht Beherrschung seines Instruments war dieses bei Leadgitarrist Alex Thielmann der Fall.

Sehr selten habe ich einen Menschen in dem Alter (22 Jahre) so sein Instrument spielen sehen.

Das war, salopp ausgedrückt, einfach nur der Hammer. Bei den Soli flogen die Finger über den Gitarrenhals, als gäbe es nichts leichteres auf dieser Welt. Auch das Tapping ließ meine Kinnlade Richtung Boden sausen. Überzeugend auf ganzer Linie, ohne Zweifel.

Natürlich soll das nicht heissen, dass die restlichen Leute Band schlecht spielten. Ganz im Gegenteil. Manuell Gonstalla (Drummer) knüppelte sich mit guten Tempowechseln und sauber akzentuiert gesetzten Breaks souverän durch die Stücke.

Bengt Kunze und Carl Dehlius erledigten ihren Part auch mit gekonntem Einsatz.

Allerdings hätte der Bass zumindest meines Erachtens etwas lauter gedurft.

Zusammengefasst lässt über diesen Abend sagen, dass er durchweg gelungen war. Es stimmte nahezu alles. Mit überwältigender Spielfreude wussten Torian das Publikum zu begeistern.

Für jeden Menschen, der Power Metal mag, ist diese Band nur empfehlenswert. Allerdings wussten sie durch ihr Können auch mich, einen Menschen der normalerweise so gar nichts mit diesem Genre anzufangen weiss, in jedem Punkt zu überzeugen.

Also lasst euch diese Band nicht entgehen, wenn ihr eine Chance habt, sie live zu sehen!

Derzeit entern die Paderborner das Studio, um ihre neue Scheibe aufzunehmen – eine Promo-Tour im Herbst, u.a. auch mit Station in ihrer heimlichen Heimatstadt Osnabrück könnte also durchaus realistisch sein…!!

Setlist Torian:

Headless Redeemers

Flame of mourning

Into the winter

Stormbringer

Dragonfire

Burning the gates

Icefall

Thunder times

Torian

Souls of fire

Zugabe:

Return of the Majo

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