Es ist ein ganzer normaler Samstagabend. Könnt man meinen. Doch beginnen wir ganz sachte.. Gerade richtig waren wir nach Irrgängen durch die Osnabrücker Innenstadt im Rosenhof angekommen. Das Auto parkten wir nämlich ein Stück weiter auswärts, da der „riesige“ Parkplatz des Rosenhof keinen Platz mehr bot und hatte ich mich auf die Aussage meiner Begleiterin verlassen, die eine Abkürzung zu kennen meinte. So kam mir als T Shirt Träger der kuschelige Rosenhof recht gelegen nach oben genannten Problemen.

Gespannt auf das, was mich erwarten würde, machte ich es mir relativ weit vorn im Publikum bequem. Platz war genügend vorhanden und ich Trottel hab mir noch Sorgen gemacht, überhaupt den Montag vorher an Karten zu kommen.

Der Gedanke sofort J.B.O. genießen zu können, wurde schon zerschlagen als meine Augen ein Plakat der Vorband „Traceelords“ erblickten. Aber man ist ja tolerant.

Und tada, die „Traceelords“ eröffneten den Abend.

Selbst bezeichneten sich die 4 Herrn als Rock’n Roller und tatsächlich gab es mitunter ganz munteren Rock’n’Roll, der sich oft an Randen des Punks (und meines Erachtens sogar kurz auch Pop) bewegte. Auch härteren Tönen war die aus Hagen stammende Band nicht abgeneigt.

Doch es schien mir als ob ihnen mehr Aufmerksamkeit wichtig sei, denn der Sänger turtelte das eine oder andere Mal mit einem weiteren Bandmitglied… Tja, that’s business, wobei der doch sehr gute aufgelegte Sänger so was nicht nötig gehabt hätte, um das Publikum wach zu machen. Erste Anzeichen für spätere Stimmung mehrten sich. Interessierten sei noch die Homepage www.traceelords.com ans Herz gelegt.

Ein feines Stück namens „Sex, Money; Rock’n’Roll“ bildet den Schlusspunkt der Kostprobe eigenen Songs und dies hatten Sie gut gewählt, denn es einer der besseren Songs, wenn nicht aus meiner Sicht sogar der beste. Flotter Rock’n’Punk könnte das Lied gut beschreiben.

Doch endgültig Schluss war erst mit einer Rock-Version von „Daddy Cool“. Astrein zum Mitsingen und das tat die anwesende Schar wirklich mit ganzem Leibe.

Was kommt als nächstes? J.B.O., ist doch klar, aber weit gefehlt. Es betrat zunächst ein Mann die Bühne, der wohl etwas mitzuteilen hatte. Er erzählte eine Geschichte….

Wer sich nun ein wenig besser mit J.B.O. auskennt, dem sei gesagt, dass nun „Eine schöne Geschichte“ erzählt wird. (Geschichte vor „Verteidiger des Blödsinns“)

Hier wurde gleich das Publikum animiert mitzumischen und doch es klappte durchaus das „gellende“ Gelächtern der Narren nachzumachen.

Als dann der Erzähler verschwunden war, erklang „Verteidiger des Blödsinns“.

Nicht unerwartet gab es gleich die passende Reaktion auf das Lied: Ein lautstarkes Mitsingen und gepflegtes Mittanzen, wie es sich gehört und gewaschen hat.

Die Stimmung stieg als der neue Titel „United States of Blödsinn“ sich langsam, aber sicher raushören ließ. Wer da noch nicht freudig gestimmt war, sollte doch immerhin vom Partyaufruf „Wir ham ne Party“ geweckt worden und zur besseren Laune angeregt worden sein. Es war für mich eine der besten Phasen im Konzert und ich dachte: „Wenn die so weiterspielen, weiss ich auch nicht..“

Doch es kam eine Phase, die nicht dermaßen gut war und schwupps war der Gedanke wieder verflogen. Doch im Laufe des Abends konnte J.B.O. noch mit einigen Gimmicks punkten.

Da wären die tausend Lobe für das ach so tolle Publikum und die natürlich stets ernsthaften Kommentar in Richtung „Gott und die Welt“.

Wem dann noch die Lieder „Highway to Hell“, „Roots Bloody Roots“ oder „Ace of Spades“ noch geläufig sind, der ahnt was noch alles vor und auf der Bühne vor sich ging.

Für ein, zwei Lieder hatte sich Vito auch in Schale geworfen und den Herrn Pavarotti nachahmen wollen und das bei „Roots Bloody Roots“. Einfach J.B.O.!

J.B.O. wollte aber auch nicht von der Bühne gehen. Sie gingen und kamen und gingen und kamen. (Hannes (in etwa): „Wollt ihr noch einen hören“ „JAAA“ „Dann seid uns nicht böse, wenn wir noch 2 spielen!“).

Ein rundum gelungenrer Abend!

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Location: xxxxx
Datum: xxxxx
Autor: xxxxxxxx


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