Treibhaus, das sind Curt Doernberg mit Gesang und Programming, Martin Blankenburg an der Gitarre, Ulli Wellhausen am Bass und Michael Wolpers hinter den Drums. Vergleichbar ist die Mucke mit einer groben Mischung aus Rammstein, Oomph! und Eisbrecher, wobei der Sound für mich eher gewöhnungsbedürftig war. Der Gesang aggressiv und dunkel, viele Elektroelemente dominieren die CD. Gepunktet wird darüber hinaus mit hartem Riffing, Technoelementen, gut eingespielten Keys und viel Power. Die Drums bleiben eher steril, wenn man das so sagen kann und könnten durchaus auch aus einem Synthesizer stammen.

Andererseits erscheint die Scheibe etwas eintönig und die Kombination weiß nicht ganz zu gefallen. So überzeugt sie zumindest mich nicht über die Maßen. Wenn auch „Besser“ Dancefloor-artig angehaucht ist und sich so unterscheiden soll, kommt mir das ganze doch sehr wie ein Einheitsbrei vor. Vor allem die Lyrics erscheinen in einigen Reimen etwas platt. Es werden durchaus ab und an gute Anleihen an EBM gemacht, und es ist sogar teilweise tanzbar. Schade nur, dass der Gesang eher gesprochen wird und wenig variiert ist. Er verzichtet dabei größtenteils auf Verzerrungen, so dass die Vocals sehr ehrlich kommen und mit etwas mehr Nachdruck noch besser ankommen würden.Wer elektrolastige Songs mag, sollte es riskieren, in die Scheibe hineinzuhören, auch wer in die Richtung der genannten Bands tendiert könnte einen versuch wagen, aber für den „normalen“ ist es eher ratsam, die Pfoten von der Scheibe zu lassen. In diesem Sinne, auch wegen der guten Produktion und dem angepassten, ansprechenden Cover 2,5 von 5 Gitarren.