Tristania – Illumination Album Review (Symphonic Gothic Metal)

… auch durch die überwiegend ruhige Umsetzung überzeugt. Nach dem Ausstieg von Shouter Kjetil Ingebrethsen Anfang 2006 kommt bei „Illumination“ nun Vorph (Sänger von Samael) als Gastsänger zum Zuge.

Tristania – Illumination

Tristania - Illumination
Tristania – Illumination

Die restliche Zusammensetzung bestehend aus Schlagzeuger Kenneth Olsson, Keyboarder Einar Moen, Vocalistin Vibeke Stene, Sänger Østen Bergøy, Guitars Anders Høyvik Hidle und Svein Terje Solvang , sowie Rune Østerhus am E- Bass ist dagegen zum Vorgängeralbum „Ashes“ gleich geblieben.

Musikalisch sind die Songs eher ruhig gehalten, sehr schön kommen die abwechselnden Parts von female- und male- Vocals, die sich super ergänzen. Es fehlt jeglicher Bombast und man kann sagen, es handelt sich um ein sehr schlankes Album, das auf jeden überflüssigen Part verzichtet.

Das Ganze ist sehr gefällig wenn es auch für mich keinen Ohrwurmcharakter aufweist. Ab und an kommen Riffings auf und die Keys werden deutlicher, das ganze bleibt aber alles eher eintönig (wenn es ein Bild wäre würde ich es monochrom nennen), aber sehr gekonnt.

EMP Bandmerch
EMP Bandmerch *

Es gibt jetzt keinen Song den ich besonders hervorheben würde, dafür gibt es auf der anderen Seite allerdings auch keinen Qualitätseinbruch, die Scheibe ist sehr konstant und gefällig nur eben nichts unbedingt Besonderes.
Als Beispiel möchte ich hier nur „The Raven“ aufführen, da man sonst von Höxchen auf Stöckschen kommt.

Mit ruhigerem Riffing, etwas zurückgenommenen Drums wird der männliche Gesang eingeleitet, der sich auf der selben Ebene wie die Instrumente befindet und wenig variiert, es erscheint sehr trist, dann setzen die female Vocals ein, die diese Tristesse leicht durchbrechen aber durch ihre Beschaffenheit die Stimmung nicht besonders aufbrechen sondern sich nur vorsichtig vortasten um dann in die Stimmung einzufallen und das bisherige Konzept beizubehalten.

Dann fallen beide Stimmen zusammen, und es kommt einem vor als würden beide stimmen gen Himmel schweben (bildlich gesprochen), dieses passt sehr gut zum Titel des Songs, in meinen Gedanken baut sich allerdings mehr das Bild zweier Engel auf, die sich umeinander drehend in den Himmel aufsteigen und dabei von einem Sonnenstrahl beleuchtet werden. Gegen Ende wird dann vereinzelt Shouting eingebaut und die Songstruktur ändert sich und wird etwas härter.
So in etwa sind alle Songs aufgebaut, die Grundstimmung bleibt ungefähr gleich, egal ob mit den tragenden male oder den filigranen, schwebenden female Vocals eingesetzt wird und das gesamt Konzept erscheint passig. Dazu kommt dann noch dieses wirklich absolut gelungene Cover und die saubere Produktion, nur noch etwas Abwechslung fehlt mir zur vollen Punktzahl.

In diesem Sinne 4 von 5 Gitarren für Tristania mit „Illumination“

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Autor: ArchiVader

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