Wertung: 9 von 10

Einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen werfen uns die Jungs von Trivium mit „In Waves“ vor. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich der Vierer konsequent weiterentwickelt und nicht von Schubladen-Denken einengen lassen. Und auch das neue Album lässt sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen, bietet dafür aber Abwechslungsreichtum, Emotionen und technische Klasse.


Das düstere Intro, bei welchem man ein verstimmtes Klavier hört, kann den Hörer schon am Anfang des Albums verwirren und auf`s Glatteis führen. Sofort denkt man an klassischen Metalcore der Marke Heaven Shall Burn, was durch den dann folgenden Titeltrack „In Waves“ auch noch bestätigt wird. Ein Stampfer allererster Güte mit kraftvollen Growls und einer sehr starken Hookline, der sofort zum Kopf-Nicken einlädt. Weiter geht es mit Genre-typischen Stücken, die zwar keine Überhits darstellen, aber durch die gekonnte Mischung aus transparenten Riffs, einem markanten Rhytmus und gnadenloser Härte zu überzeugen wissen.

Dass die Musik von Trivium aber auch zu einem großen Teil von traditionellen Metalbands beeinflusst wird, zeigt sich dann sehr deutlich im extrem melodiös ausgefallenen „Watch the world Burn“. Das sehr rhythmische Drumming, die heftig rockenden Riffs und Soli und der sehr eingängige Refrain lassen dieses Stück zu einer echten Metal-Hymne werden. Eine fast schon Speed-Metal Nummer mit einer Prise Todesblei servieren uns die Jungs dann mit „ A Skyline’s Severance“. Ein klasse Song, der durch seine schnellen Tempo-Wechsel, die gezielt eingesetzten Blastbeats und einen enormen Groove besticht. Und selbst die für traditionalle Metal-Bands obligatorische Power-Ballade fehlt auf „ In Waves“ nicht. „Of all these yesterdays“ ist gefühlvoll, ein bisschen traurig und stellt einen würdigen Abschluss für ein sehr starkes Album dar.

Alles in allem liefern Trivium mit „In Waves“ ihr bisher vielfältigstes Album ab und wirken dabei spielerisch trotzdem kompakt und eingängig. Die musikalische Reise durch verschiedenste Stilrichtungen vom klassischen Heavy Metal über Death- und Thrashmetal bis hin zu Nu-Metal und Metalcore bietet dem Hörer ein ganz besonderes Klangerlebnis, fordert ihm aber auch einiges ab. Gerade die zweite Hälfte zeichnet sich durch ausgefeiltere Arrangements, gedoppelte Gitarren und komplexere Song-Strukturen aus, ohne dabei jedoch die Aggressivität des und die Energie des Metalcore außer Acht zu lassen.

Dieses Album sollte in keiner Sammlung fehlen.

Tracklist:

  • 01.Capsizing the sea
  • 02.In Waves
  • 03.Inception of the end
  • 04.Dusk Dismantled
  • 05.Watch the World Burn
  • 06.Black
  • 07.A Skyline’s Severance
  • 08.Built to Fall
  • 09.Caustic are the ties that blind
  • 10.Forsake not the dream
  • 11.Chaos Reigns
  • 12.Of all these yesterdays
  • 13.Leaving this world behind

Und wer mal reinhören will, kommt hier zum Album-Stream

Außerdem hier noch das Video zum Titeltrack „In Waves“

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen