Nach einem Jahr intensiver und harter Arbeit hat er eine sehr gute, sprühende Scheibe für alle Rockfans produziert, die einem viel Freude beim Anhören verspricht. Wer beim einlegen der CD vielleicht noch erwartet, dieselbe Melancholie wie bei dem Vorgängeralbum zu hören, wird sehr schnell eines Besseren belehrt. Gleich das erste stück „Ride“ treibt einen hoch und läßt kein Rockerauge trocken. Die treibende Gitarre wird von einem eingängigen Schlagzeug und einem gut abgestimmten Bass unterstützt. Einige gut platzierte Samples und Tys Gesang geben dem Stück die rechte Würze. Das Album bietet viele klangliche Höhepunkte wie dieses erste Lied und macht Laune, einmal wieder mit einem Wagen und diesem Album im Player einfach die Straßen entlangzufahren und das Leben zu genießen. Wie der Name „Rockgarden“ schon ankündigt herrscht eine gut kombinierte Vielfalt an Musik vor. Wie in einem gut angelegten Blumengarten finden sich hier die schönsten Zusammenstellungen. Mit viel Liebe wurde jedes Lied in sozusagen Handarbeit an den Gesamteindruck des Albums angepaßt. Die Lieder scheinen eine Fabel zu erzählen, die immer weiter läuft. Bei „Play“ bekommt die Geschichte eine andere Richtung und Ty lenkt sein Album in sphärische Bereiche. Der Song setzt mit einem sehr schönen Basslauf ein, der innerhalb des Liedes immer wiederkehrt und dem Stück einen etwas träumerischen Charakter gibt. Auch hier spielt Tabor wieder mit eingestreuten Samples und seinem Gesang. Ty Tabor besitzt ein Stimmenspektrum, das einem so ziemlich jedes Gefühl vermitteln kann, das er für seine Lieder wünscht. Es macht Spaß, zu erleben, wie dieses Album an einem vorbeirieselt. Einen mal hierhin und dann dorthin trägt. Tabor selbst bezeichnet dieses Album als eine Ode an seinen Garten, den er selbst in Jahren von Handarbeit angelegt hat und in dem er mit seinen Freunden des Öfteren sitzt und feiert und musiziert (Was in einem Hiddentrack auf dem Album festgehalten wurde, original mit Hund und einigen Vögeln). Einige dieser Freunde, darunter Schlagzeuger Randy St. John, Wally Farkas, King’s X-Kollege Doug Pinnick und Tabors Freund James Henry, halfen ihm bei der musikalischen Umsetzung dieses Albums in seinem „Alien Beans“-Studio in Housten. Im Zeitraum von März 2005 bis Juni 2006 entstand somit, laut Ty, nach vielen Veränderungen an den schon fertigen Stücken, dieses grandiose Album, bei dem alles zusammenpaßt. Beim Anhören bekommt man einen Eindruck dessen, was Tabor und seine Freunde bewegte, dieses Album so zu gestalten wie es vorliegt, Stimmung und große Moral, die wunderbar rockig wiedergegeben wurden.