Am 15. Januar 2010 war es soweit: Das Metal Urgestein U.D.O. gastierte in der einstigen Hauptstadt des Heavy Metal. Und mit im Gepäck hatten sie die Power Metaller Mob Rules.


Das N8 ist gut gefüllt, als die Mannen von Mob Rules pünktlich um 20.00 Uhr die Bühne betreten.

Nach einem kurzen Intro, das von einer eindrucksvollen Lichtshow untermalt ist, geht es mit „Children of the flames“ los. Neben einer guten Bühnenshow überzeugt die Band mit einer soliden Performance. Auch der Sound ist stimmig: die Bässe kommen druckvoll aus der PA und Gitarren und Gesang sind passend aufeinander abgestimmt. Von Anfang an versteht es Sänger Klaus Dirks, das Publikum zum Mitmachen zu animieren und die Band wird ihrer Rolle als Anheizer mehr als gerecht.

Nach dem Opener spielt die Band mit „Trial by fire“ und „Astral Hand“ zunächst zwei weitere Stücke vom aktuellen Album „Radical Peace“, bevor man sich mit „Veil of death“ und „Last farewell“ einigen etwas älteren Stücken widmet. Mittlerweile ist die Stimmung im Publikum ausgelassen und die Band wird von Ihren Fans gefeiert. Da wundert es auch nicht, dass die kleinen Sing- und Klatschspiele euphorisch angenommen werden. Mit „Black Rain“ und „Hollowed be thy name“ schließen Mob Rules ihren soliden Gig gegen 21.00 Uhr ab.

Nach einer etwa 20minütigen Umbaupause erscheint dann der Altmeister des Power Metal, Udo Dirkschneider von U.D.O., auf der Bühne. Erwartungsgemäß eröffnet die Band ihre Show mit dem Opener des neuen Albums, gefolgt vom Titeltrack Dominator. Wie schon bei Mob Rules kommt der Sound klar und druckvoll aus den Boxen. Das Publikum kennt sich mit dem neuen Material schon sehr gut aus und singt die Texte sicher mit.

Es folgen verschiedene Stücke aus der kompletten U.D.O. und Accept-Geschichte, welche alle frenetisch vom Publikum abgefeiert werden. Einen ersten Höhepunkt erreicht das Konzert bei den ersten Riffs von „Princess of the dawn“. Am Ende des endlos in die Länge gezogenen Songs verlassen dann alle Musiker bis auf Gitarrist Igor Gianola die Bühne. Das nun folgende Gitarrensolo ist aus meiner Sicht vollkommen überflüssig, wir wissen immerhin alle, dass er Gitarre spielen kann. Statt eines solchen Solos sollte man lieber einen Song mehr spielen. Mit „Infected“ folgt dann der dritte und letzte Song vom neuen Album, womit schon deutlich wird, dass der musikalische Schwerpunkt des Abends ganz klar auf den älteren Songs lag statt auf neuem Material.

Da, wo es ein Gitarrensolo gibt, da gibt es auch ein Schlagzeugsolo, sagt zumindest eine alte Metaller-Weisheit. Oder war es meine persönliche Erfahrung? Egal. Jedenfalls kocht die Stimmung im Saal nun förmlich über und das Publikum frisst U.D.O. quasi aus der Hand. Die üblichen Mitklatsch- und Mitsing-Spielchen funktionieren auch hier einwandfrei und die Band ist voll in ihrem Element. Mit „Animal House“ und „Metal Heart“ beschließen die Jungs von U.D.O. das reguläre Set.

Nach eine kurzen Pause mit lauten „U.D.O.“- Rufen kommt die Gruppen dann noch mal zurück und zockt „Holy“ und „Balls to the wall“, bevor die Musiker die Bühne abermals verlassen. Selbstverständlich ist hier noch nicht Schluss: Im zweiten Zugabenblock werden noch die Klassiker „Burning“ und „I am a rebel“ zum Besten gegeben. Als die Osnabrücker dann immer noch nicht genug haben, bekommen sie mit „Fast as a shark“ noch ein großartiges Finale.

Setlist Mob Rules:

  • 01 Children Of The Flames
  • 02 Trial By Fire
  • 03 Astral Hand
  • 04 Veil Of Death
  • 05 Last Farewell
  • 06 In The Land Of Wind And Rain
  • 07 Black Rain
  • 08 Hollwed Be Thy Name

Setlist UDO

  • 01 The Boogeyman
  • 02 Dominator
  • 03 Independence Day
  • 04 I don`t wanna be like you
  • 05 Thunderball
  • 06 Mission No. X
  • 07 Vendetta
  • 07 In the darkness
  • 08 Princess of the dawn
  • 09 X-T-C
  • 10 Infected
  • 11 Living on a frontline
  • 12 Man and machine
  • 13 Mastercutor
  • 14 Animal house
  • 15 Metal heart
  • 16 Holy
  • 17 Balls to the wall
  • 18 Burning
  • 19 I’m a rebel
  • 20 Fast as a shark

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