Sicher haben In Flames oder At The Gates auch mal in die Richtung von Richard Cabeza (u.a. Ex-Dismember) und Peter Stjämvind (u.a. Ex-Entombed) geschaut, aber das hier Gebotene lässt sich doch besser als eine frickelige, schwarzmetallische Version der Ex-Bands beschreiben. Mit einer düsteren Atmosphäre grooved man sich durch die zehn Songs und kommt dabei von der Geschwindigkeit manchmal an das Niveau einiger Doom-Bands, bevor es rasant wird. Typischer Stockholmer Elchtod der alten Schule, versehen mit Melodien von der anderen Küste des Landes. Gepaart wird das Ganze mit meist leicht melancholischen Gitarrenmelodien und einem Gesang, der an eine Mischung aus Tompa, Shagrath und Jon Nödtveidt erinnert. Die Texte handeln wie früher über den Leibhaftigen selbst, ohne platt zu wirken. Insgesamt kann bestätigt werden, dass Unanimated an die beiden Vorgänger anschließen. Ohne viel Federlesen werden Songs an den Mann gebracht, die sich nicht verstecken müssen. Allen voran „Retribution In Blood“, das groovige, langsame „In The Light Of Darkness“ oder auch das genial prügelnde „Death To Life“, um nur ein paar zu nennen, bevor das Album mit „Strategia Luciferi“ sanft entschwindet. Sicherlich nicht nur Fans und Oldschooler ein gefundenes Fressen.