11 Songs, glasklare, saubere Produktion, ein ansprechendes Albumcover und ein Song der beim ersten Hören direkt hängen bleibt. Das sind schonmal die positven Eigenschaften, die auf dem ersten Blick auffallen. Gemeinter Song ist die goldene Mitte, Track Nummer 6: „The Horror In Their Faces“. Ein Instrumental-Stück mit ruhigem Anfang, von einem Klavier inszeniert, von Gitarre und Schlagzeug aufgenommen und schließlich mit verzerrten Gitarrenakkorden und gestiegenem Tempo ausgeklungen. Sehr gut.

Der Rest des Albums ist eher eintönig. Der Gesang klingt in jedem Song gleich und bewegt sich immer in derselben Tonlage. Durch die fehlende Abwechslung beim Growling verlieren die Songs schnell an Wiedererkennungwert. Der cleane Gesang, der in manchen Refrains eingesetzt wird, beispielsweise bei „After The Rain“ macht das ganze auch nicht besser. So klingt er doch eher nasal, manchmal fast schon flennend, bestes Beispiel „Shattered“. Diese Leier kennt man leider schon zu Genüge. Was eigentlich schade ist, denn die Musik, ohne den Gesang betrachtet, ist stellenweise richtig gut.

Der Opener „Mercenary“ beginnt leicht Maroon-like und weist ein sehr gelungenes Solo auf. Aber es gibt keinen Song außer die Nummer 6, der durchgehend überzeugt und begeistert.

Irgendwas fehlt einfach, das gewisse Etwas, wäre keine große Hilfe. Aber genau das meine ich. Etwas mehr Raffinesse im Gesang, weg mit dem Emokram, mehr Power und Druck bei den Growls, dann klingt das auch nicht mehr wischiwaschi.

Meine Bewertung nehme ich dieses Mal anders vor:

Gesang: 0,5 Punkte

Instrumental: 3,5 Punkte

Songwriting: 2,5 Punkte

Coverartwork: 4,0 Punkte

Produktion: Für eine Eigenproduktion spitze! 4,5 Punkte

Plus einen Sympathiebonus!

Tracklist

  • 01. Mercenary
  • 02. Born To Bloom
  • 03. As Long
  • 04. Waterboarding Championchimp
  • 05. Jersey
  • 06. The Horror In Their Faces
  • 07. Scorched Earth Policy
  • 08. After The Rain
  • 09. Shattered
  • 10. Awake (My Resurrection)
  • 11. Endless Fear